Wandern auf La Gomera

Ob bei 25°C und strahlendblauem Himmel am Strand oder bei 15°C im kühlen und feuchten Nebelwald – kaum eine andere Kanareninsel zeigt sich auf engsten Raum so verschieden, wild und zerklüftet wie La Gomera. 

Den Besucher erwartet hier ein grenzenloses Wandererlebnis. Und die Wanderungen haben definitiv alpinen Anspruch, aufgrund der Höhenmeter und der Länge. Der deutsch-tschechische Autor Jan Rys sagte: Das Bergsteigen wird durch die Existenz von Bergen erschwert. Das trifft ziemlich genau La Gomera.

Ein besonderes Naturphänomen und abwechslungsreiches Erlebnis zugleich sind die verschiedenen Vegetationsstufen aufgrund der Höhenstufung der Insel. Mit dem Nordost-Passat angewehte Nebelwolken werden vom zentralen Hochgebirge an der Nordseite der Insel gestaut. Ihnen wird die Feuchtigkeit entzogen, um so die wunderbare Existenz des mysteriösen Nebelwaldes, einem der eigenartigsten und bedeutungsvollsten Wälder Spaniens zu gewährleisten.

Aber auch kulturell ist wandern auf La Gomera eine reine Fundgrube ­– 20 % der Inselfläche war zu ihren Hochzeiten kultiviert und die unzähligen Terrassenfelder findet man noch heute auf jeder Wanderung vor. Um all diese Dörfer und Felder miteinander zu verbinden, entstand dieses einzigartige, bis zu 1000 Jahre alte Wegnetz.

Da La Gomera aufgrund seiner isolierten Lage und der relativ geringen Bettenkapazitäten nicht mit gigantischen Besucherzahlen zu rechnen hat, bleibt La Gomera auch weiterhin eine ruhige und harmonische Insel, bei der das Naturerlebnis die Hauptrolle spielt.

Deine Wanderführer in der Region

Touren in der Region La Gomera

1

GM-3 – Playa De Ereses – Barranco de Ereses – GM-3 Auf einem vergessenen Camino zu einem versteckten Strand

gratis
10,5 km
04:10 h
541 hm
541 hm
Die Wanderung beginnt gleich mit einem Paukenschlag, dem spektakulären Abstieg in das Barranco de Ereses. Nehmen Sie sich die nötige Zeit beim Abstieg und schauen Sie, an welcher Stelle der einfachste Abstieg umzusetzen ist. Es gibt keine Kletterstellen und keine Stellen mit Absturzgefahr. Auch wenn der erste Blick auf den 150 m tiefer liegenden Strand nicht so aussieht. Die Belohnung ist der traumhaft gelegene Playa Ereses mit einer erstklassigen Bademöglichkeit. Nach dem Aufstieg auf einen vergessenem Camino erreichen wir das gespenstisch anmutende Lotsenhaus des alten Flughafens sowie die alte Flughafen-Transferstraße – heutzutage nur noch eine wüste Schotterpiste –, die bis zum Ausgangspunkt zurückführt.
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2

Las Hayas – Las Creces – Las Hayas Grenzwanderung zwischen zwei Vegetationszonen

gratis
5,2 km
02:10 h
160 hm
160 hm
Unser Wandergebiet: 1986 hat die UNESCO den Garajonay-Nationalpark wegen seiner in der Welt einzigartigen Flora und Fauna zum Weltnaturerbe der Menschheit erklärt hat. Seit 1988 ist die Region auch europäisches Vogelschutzgebiet. Zur Wanderung: Aus den trockenen Regionen des Nationalparks wandern wir in den Einfluss der feuchtigkeitsspendenden Nebelwolken.
Der mittlere Wegabschnitt führt durch ein Chaos von Stämmen, Blättern, Hängemoosen mit ihren langen Bärten – die sich Richtung Sonne erstrecken – um möglichst viel Licht einzufangen. In der Natur liegt die Kraft, tanken Sie neue auf dieser faszinierenden Wanderung.
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3

Chipude Alto de Garajonay Chipude Durch saftige Wiesen und über sanfte Hügelketten auf das Dach von La Gomera

gratis
11,8 km
04:10 h
508 hm
508 hm
Unsere Wanderung hat ihren Ursprung in Chipude am Fuße des mächtigen Basaltklotzes – der Fortaleza. Mit 1100 m über dem Meeresspiegel ist Chipude eine der am höchsten gelegenen Siedlungen auf La Gomera. Auf dieser abwechslungsreichen Wanderung erwarten uns: Pfade durch Wiesen und über Hügelketten, traumhafte Blicke in die wohl tiefste Schlucht von La Gomera, prachtvolle Exemplare von Kanarenkiefern und bei guter Sicht Traumblicke auf die Fortaleza de Chipude, El Hierro, Teneriffa, Las Palmas und teilweise auch Gran Canaria.
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4

El Cedro – Nebelwald –Wasserstollen – El Cedro Man muss hereingehen, um wieder herauszukommen

pro
6,7 km
02:35 h
330 hm
330 hm
Im Hochtal von El Cedro fangen sich die ankommenden Passatwolken und geben ihre mitgebrachte Feuchtigkeit an den immergrünen Lorbeerwald ab. Der erste Teil der Wanderung führt durch ein Chaos von Stämmen, Blättern, Hängemoosen mit ihren langen Bärten – die sich Richtung Sonne erstrecken – um möglichst viel Licht einzufangen. Bei der Durchquerung eines alten 575 m langen Wasserstollens kommt Spannung auf. Konstruktiv bedingt hängt der Tunnel etwas in der Mitte, was dazu führt, dass an dieser Stelle in der Regel 20–30 cm Wasser stehen – so kommt man nur nach langen Trockenperioden trockenen Fußes durch den Wasserstollen. Eine besondere Tour die all unsere Sinne anspricht.
5

Hermigua – Las Nuevitas –Hermigua In der Natur liegt die Kraft – tanken Sie neue auf einer Wanderung durch die seichten Hügelketten

pro
11,1 km
04:15 h
500 hm
500 hm
Unsere Wanderung beginnt in Hermigua, dem Hauptort des Nordostens von La Gomera. Begünstigt durch die Passatwinde und die daraus resultierenden Niederschläge wird Hermigua auch das grüne Herz der Insel genannt. Im gesamten Tal sind terrassenförmigen Plantagen angelegt worden. Bei diesem Anblick verwundert es nicht, denn in dieser Region befinden sich 50 % der gesamten Bananenanbaufläche von La Gomera. Es erwartet uns ein vielfältiges Wandererlebnis: Ein wunderschön angelegter Wanderweg durch ein schmales Tal mit Schatten spendenden Palmen, wasserführende Barrancos, atemeraubende Blicke nach Teneriffa mit seinem Vulkan, den 3718 m hohen Teide, sowie Blicke aus der Vogelperspektive nach Hermigua.
6

Chorros de Epina Bedächtliche Annäherung

pro
2,3 km
00:55 h
193 hm
193 hm
Im Nordwesten von La Gomera befinden sich die Quellen von Chorros de Epina. Sie sollen magische Kräfte besitzen, Krankheiten heilen oder heimliche Liebeswünsche in Erfüllung gehen lassen. Das pH-neutrale sowie nitratfreie Wasser kann bedenkenlos getrunken werden. Weitere Sehenswürdigkeiten auf diese Runde: Die Kapelle Ermita de San Isidro Labrador (Epina) und eines der ältesten Häuser der Region. Zum Ausklang der Wanderung, bei einer einmaligen Fernsicht und typisch kanarischen Spezialitäten, bietet sich ein Besuch des Restaurants Los Chorros de Epina an.
7

Agulo – Playa de San Marcos –Agulo Agulo und seine Sehenswürdigkeiten

pro
4,9 km
01:55 h
218 hm
218 hm
Ein sehr beliebtes Ausflugsziel im Nordosten von La Gomera ist das malerische Dorf Agulo. Wie auf der Bühne eines Amphitheaters liegt der Ort Agulo unterhalb einer steil aufragenden roten Felswand. Agulo besitzt eines der am besten erhaltensten historischen Zentren des Archipels. Die Holzbalkone, die engen, gepflasterten Gassen sowie prachtvolle Kolonialbauten aus dem späten 18. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert berichten, wie der Ort in seiner landwirtschaftlichen Entwicklung zum Wohlstand kam. Vor dieser idyllischen Kulisse sehen wir auf unserer Wanderung attraktive Sehenswürdigkeiten.
8

Chipude – Fortaleza de Chipude –Chipude Die Besteigung des Heiligen Tafelberges

pro
4,8 km
01:55 h
170 hm
170 hm
Die markante Fortaleza de Chipude erhebt sich auf 1241 m über dem Meeresspiegel und wie kein anderer dominiert der Tafelberg das Landschaftsbild im Südwesten der Insel. Ähnlich wie die landschaftsprägenden Roques, be-
steht auch die Fortaleza – aus dem spanischen übersetzt heißt Fortaleza Festung – aus Magma. Umliegende weichere Gesteinsschichten wurden durch den Jahrmillionen andauernden Erosionsprozess abgetragen. Was übrig blieb sind die auffallenden Felsformationen. Nach einer kurzen Kraxelstelle erreichen wir das Hochplateau des Top-Aussichtsbergs – wir staunen über die atemberaubenden Ausblicke.

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Wandern auf La Gomera: Das Klima

Allgemein herrscht auf den Kanarischen Inseln ein warm gemäßigtes Klima. Das Wettergeschehen wird zu 80% durch den von Nordost wehenden Passatwind geprägt. Dabei ist zu differenzieren zwischen

  • dem Alisio, an niedrigen flockigen Wolken zu erkennen,
  • dem Scirocco, einem nur einige Tage im Jahr südöstlich wehenden Wind aus der Sahara,
  • dem Azorenhoch, ein Hochdruckgebiet, das sich im Bereich der Azoren im Nordatlantik ausbildet
  • und dem Kanarenstrom, eine kühle bis mäßig warme Meeresströmung im nordöstlichen Atlantik.

Ein äußerst beeindruckendes Wetterphänomen stellt die Wolkenbildung des Nordost-Passatwindes dar. In einer Höhe zwischen 800–1500 m bleiben die Wolken an den Nordhängen der zentralen Bergregion von La Gomera hängen, es wird ihnen ihre Feuchtigkeit entzogen oder sie regnen sich aus – während zum gleichen Zeitpunkt die Südhälfte der Insel gänzlich ohne Niederschlag bleibt.

Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für La Gomera beträgt 400 mm. Dieser Durchschnittswert hat aber keinerlei Aussagekraft, da die regionalen Unterschiede drastischer nicht sein können. So liegt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Norden bei 500 mm, im dicht bewaldeten Nationalpark bei etwa 1000 mm und im Süden bei Playa de Santiago nur bei 20 mm Niederschlag pro Jahr. Dabei sind die Niederschläge auf den Winter beschränkt. Für Schnee im Winter sorgen die selten auftretenden Winde aus Nordwest und Südwest. Die untere Schneefallgrenze liegt im Winter bei 1200 m.

Die Temperaturschwankungen der Luft und des Meereswassers sind außerordentlich gering. Allerdings sollten Wanderer bei der Betrachtung der dDurchscnittswerte von Klimatabellen beachten: Nur wenige Minuten Fahrtzeit trennen die sonnenreichen Gebiete am Meer von den Wäldern in der Wolkenzone. Und mit zunehmender Höhenlage wird es kühler, mit etwa 100 m Höhenunterschied ist mit 1°C Temperaturunterschied zu rechnen. 

Beispiel: Im Mai beträgt die Durchschnittstagestemperatur 24°C an der Küste, während sie im hoch gelegenen Garajonay-Nationalpark mit seinen Lorbeerbäumen bei nur 15°C liegt.

Die Anzahl der durchschnittlichen Sonnentage liegt im Mittel bei 300 Tagen.