Wandern auf Korsika

Wandern auf Korsika

Korsika ist nicht nur die viertgrößte Insel im Mittelmeer, sondern auch die Gebirgigste. Sie besitzt mehr als 120 Gipfel, wovon einige eine Höhe von über 2000 Meter erreichen - was ihr den Namen „Das Gebirge im Meer“ eingebracht hat. Der Monte Cinto mit 2.706 Höhenmetern überragt dabei alle anderen Gipfel und gilt daher als „König“ der korsischen Berglandschaft.

Neben der traumhaften Gebirgswelt im Hinterland ist Korsika für seine idyllischen Küstenlandschaften bekannt, welche auf zahlreichen Wanderwegen erkundet werden können. Insbesondere Bergtouren werden hier immer wieder mit atemberaubenden Weitsichten auf das türkis-leuchtende Meer, oder die beeindruckenden, waldreichen Weiten der Insel belohnt. Wer eine Wanderung auf Korsika mit einer geringeren Steigung vorzieht, wird bei den vielen Touren durch die teilweise flachere, korsische Natur fündig.

Zu den beliebtesten Wanderwegen auf Korsika gehören der Da Mare a Mare, welcher vom Golf von Girolata bis zum Golf von Galeria führt, sowie der Weg Tra Mare e Monti, der zwischen dem Meer und den Bergen verläuft.

Außerdem befindet sich einer der berühmtesten und anspruchsvollsten Langstreckenwanderwege Europas auf Korsika, der GR20. Von Calenzana im Nord-Westen bei Calvi führt der alpine Weg quer über das Inselinnere bis nach Conca im Südosten und bietet erfahrenen Wanderern auf ca. 180 km ein einzigartiges Erlebnis durch die kontrastreiche und unberührte Natur der Insel.

Eine weiteres, sehr empfehlenswertes Wandergebiet im Süden Korsikas ist die Landschaft des Alta Rocca, mit seinen ausgedehnten Gebirgswäldern und dem imposanten Bavella-Massiv im Norden, das über ein großes Wegenetz erkundet werden kann.


Deine Wanderführer in der Region

Touren in der Region Korsika

1

Refuge de Petra Piana Am Fuße des Monte Rotondo

gratis
21 km
07:00 h
1150 hm
1150 hm
Zwei Abschnitte von Weitwanderwegen ermöglichen es, tief in die Bergwelt im Zentrum Korsikas vorzudringen, ohne den GR 20 in seiner Gesamtheit absolvieren zu müssen. Die lange, aber von der Wegbeschaffenheit einfache Tour kann sogar teilweise zu einer Rundwanderung ausgebaut werden, wenn wir der Alpinvariante des GR 20 folgen und zwei Tage mit Übernachtung auf der Refuge de Petra Piana einplanen. Unweit des Col de Vizzavona zweigt bei Tattore eine schmale Nebenstraße nach Canaglia ab, ein kleiner Weiler im Agnonetal. Knapp danach mündet der Manganello ein, dem wir durch die herrliche Talung bis zur Quelle folgen.


2

Cascades de Purcaraccia Zwei der schönsten Kaskadenstrecken Korsikas

gratis
6 km
01:30 h
70 hm
70 hm
Nur unweit von den Cascades de Polischellu entfernt erwartet uns eine weitere Bachwanderung, die jedoch diesmal einen Wasserfall zu bieten hat. Der Ausgangspunkt befindet sich am Sattel Bocca di Larone, der über einen großen Parkplatz verfügt.
3

Von der Carozzu-Hütte zur Refuge d’Ortu di u Piobbu Die 2. Etappe am GR 20

gratis
6,5 km
04:30 h
1020 hm
750 hm
Zusammen mit dem Aufstieg zur Carrozzu-Hütte (Tour 61) und dem Abstieg von der Refuge d’Ortu di u Piobbu zum Forsthaus von Bonifatu (Tour 63) ermöglicht diese zweite Etappe des GR 20 eine ausgedehnte Tages- oder gemütlichere 2-Tagestour im Cirque de Bonifatu. Bei der Refuge de Carrozzu treffen wir auf die Route des GR 20, die von Calenzana ausgehend hier ihr zweites Etappenziel hat. Wenn wir diese Etappe in Richtung Calenzana gehen, kommen wir bis zur Piobbu-Hütte, bei der die Weitwanderer üblicherweise die erste Nacht verbringen. Die Tour füllt einen langen Sommertag aus, denn es ist mit einer gesamten Gehzeit von 9–10 Stunden zu rechnen. Für die reine Überschreitung sind etwa 4–5 Stunden einzuplanen.
4

Bei Albertacce Zwischen Viru und Golo

pro
6,5 km
02:20 h
150 hm
150 hm
Der verschlafene Ort Albertacce ist Ausgangspunkt dieser interessanten Rundwanderung, die zu einer historischen Mühle samt alter Steinbogenbrücke führt. Der zweite Teil der Tour verläuft zwischen den diese Landschaft beherrschenden Flüssen Golo und Viru, die nahe der Ponte Altu münden und ein bizarres Bachbett mit zahlreichen Gumpen ausgebildet haben. Zudem entpuppt sich die Landschaft rund um die Mühle als lauschiger Rastplatz, vor allem an heißen Sommertagen. Albertacce selbst verfügt über ein kleines Archäologisches Museum, das sich mit der Besiedlungsgeschichte des Niolu befasst. Früher hieß es nach den Ureinwohnern Musée de Licninoi. Zu sehen sind unter anderem Pfeilspitzen, Tongefäße und Steinwerkzeuge aus der Höhle Abri Albertini und ein rekons­truiertes Steinkistengrab.


5

Im Forêt de Vizzavona Zur Cascade des Anglais

pro
6 km
01:40 h
200 hm
200 hm
Etwa im Zentrum von Korsika befindet sich der Col de Vizzavona, der gleichsam die Insel in einen Nord- und Südteil trennt. Hier befindet sich noch heute die politische Grenze zwischen dem Nordteil, auch Haute-Corse genannt, und dem Süden mit dem französischen Namen Corse du Sud. Während die Eisenbahnlinie die Passhöhe durch einen Tunnel unterquert, führt die breite Hauptstraße in Richtung Ajaccio über den tief in die Bergwelt eingeschnittenen Sattel. Etwa 2 km nördlich befindet sich die Bahnstation von Vizzavona, die am nördlichen Portal des Tunnels errichtet wurde. Der gesamte Talkessel wird von der Kulisse des mächtigen Monte d’Oro beherrscht. Auch der GR 20, der berühmte Weitwanderweg von Korsika, wird hier am Pass von Vizzavona in einen nördlichen und südlichen Abschnitt geteilt. Vizzavona erfuhr 1889 durch den Bau der Eisenbahnlinie von Bastia nach Ajaccio eine Bedeutung und entwickelte sich bald zum noblen Kurort. Noch heute stehen hier einige Ruinen der früheren Hotels; mittlerweile kommen die Besucher vor allem wegen der schattigen Waldwanderungen, die selbst im Sommer absolviert werden können. Die bekannteste bringt uns zu den herrlichen Stromschnellen des Agnonebaches, der im Oberlauf einige der schönsten Kaskadenbecken in das harte Granitgestein geschürft hat. Hier kann man im Sommer ausgiebig in glasklarem Gebirgswasser baden und so der Hitze der Badestrände an den Küsten entkommen. Für den Anmarsch zu den Kaskadenbecken können wir teils breite, schattige Waldstraßen und gut angelegte Wege benützen, wobei wir im Bereich der Kaskaden ein kurzes Stück des GR 20 entlanggehen. Eine gemütliche Raststation sowie ein Seilklettergarten ermöglichen eine erfrischende Einkehr und eine zusätzliche Aktivität inmitten des Kiefernwaldes.


6

Lac de Creno Einziger Waldsee Korsikas

pro
10 km
03:00 h
541 hm
541 hm
Der Lac de Creno ist Korsikas
einziger natürlicher See unter­-halb der Waldgrenze. Alle anderen 39 befinden sich in den baum­freien Gebirgsregionen und gehen auf die eiszeitlichen Gletscher zurück. Auch der Lac de Creno
liegt innerhalb einer gletschergeformten Wanne, die 6 m tief ist und sich nach dem Abschmel­-
zen der Gletscher mit Wasser gefüllt hat. Im Laufe der Zeit konnten sich an den Ufern kleinere Moore bilden, die zusammen
mit den Seerosen und dem herrlichen Kiefernwald an den Ufern einen überaus idyllischen Platz gestalten. Hierher kommen nicht nur Touristen, sondern auch die Korsen selbst, um einen gemüt­lichen Nachmittag zu verbrin­-
gen. Die Anreise in das obere Liamonetal ist jedoch etwas langwierig, weil es abseits der Hauptverkehrsrouten und Küstenstraßen liegt.
7

Monte Stello Der Blick über das Cap Corse

pro
14,5 km
05:45 h
1050 hm
1050 hm
Das Cap Corse gilt als eine der ursprünglichsten Landschaften Korsikas und wird auch gerne als „la Corse en miniature“ bezeichnet. Der leicht zu besteigende Monte Stello bildet den höchsten Punkt des Bergrückens, der das Cap Corse in seinem Zentrum durchzieht. Die Wanderung bietet atemberaubende Ausblicke über die Nordküste Korsikas, die bei klarem Wetter bis zum italienischen Festland reichen. Man erkennt die Straße, die das Kap umrundet, die Küstenlinie mit den zahlreichen sarazenischen Wachtürmen und die kleinen Bergdörfer, die sich an die sattgrünen Hänge schmiegen.



8

Refuge de Prati Schutzhütte am GR 20

pro
8 km
04:00 h
540 hm
540 hm
Wenn man aus dem Alta Rocca von Aulléne oder Zivaco kommend entlang der D 69 dem zentralen Gratrücken des südkorsischen Gebirges in Richtung Norden folgt, dringt man in eine ganz stille Gegend der Insel vor. Das Tal gewinnt allmählich an Höhe und erreicht am Col de Verde den Übergang in den Talkessel des Forêt de Marmano mit dem Hauptort Ghisoni. Der 1268 m hohe Pass bildet auch den Übergang für die Route des Weitwanderweges GR 20, der hier auf die östliche Seite des Gebirgszuges wechselt. Deswegen hat man hier eine Gíte d’Etappe eingerichtet, weil der Pass mit dem Auto zu erreichen ist und daher gut versorgt werden kann. Wir benützen diesen im dichten Kiefernwald gelegenen Ort als Ausgangspunkt, um eine klassische Berghütte entlang des GR 20 kennenzulernen. Die Refuge de Prati liegt nur etwa 2 Gehstunden vom Col de Verde entfernt und kann gehtechnisch leicht über einen gut trassierten Bergpfad erreicht werden. Haben wir den Hauptanstieg hinter uns gebracht, erwarten uns herrliche Aussichten auf die Ostküste rund um Galeria und Ghisonaccia sowie auf die südlichen Bergkämme. Wem die Tour bis zur Hütte nicht ausreicht, der kann noch den Punta della Capella mit 2041 m Seehöhe besteigen.

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