• Sie sind Meilensteine des Alpinismus und stellen sportliche Höchstleistungen im Klettersport dar – die berühmtesten Kletterrouten der Welt! Nur die besten Kletterer haben es geschafft, sie zu durchsteigen und oft sind zahlreiche andere vor ihnen an diesen Routen gescheitert. Wir stellen euch zehn der bekanntesten, geschichtsträchtigsten und zugleich schwierigsten Kletterrouten der Welt vor.
  • An der argentinisch-chilenischen Grenze erhebt sich der Cerro Torre (3.128 m). Der Granitberg zählt zu den schwierigsten Gipfeln der Welt – die glatten Wände und die häufigen Wetterumschwünge machen den Kletterern am Berg häufig Probleme. 1970 versuchte Cesare Maestri mit Hilfe eines Kompressors und hunderten Bohrhaken die Südwest-Flanke zu bezwingen. Für seine Art der Besteigung wurde er damals wie heute heftig kritisiert. David Lama und Peter Ortner gelang 2012 die erste freie Begehung der Kompressor-Route.
  • Der Nameless Tower (oder auch Trango Tower) ragt im Norden Pakistans imposante 6.251 Meter in die Höhe. Die schwierigste Kletterroute, die auf seinen Gipfel führt, ist die Eternal Flame. Im Jahr 1989 wurde sie vom deutschen Ausnahmekletterer Wolfgang Güllich erstbegangen. Die Route galt lange Zeit als die schwierigste Kletterroute oberhalb von 5.000 Metern. Vor einigen Jahren gelang den Huber-Brüdern dann schließlich die Rotpunktbegehung der Eternal Flame.
  • Die Kletterroute The Nose am El Capitan im kalifornischen Yosemite-Nationalpark zählt zu den bekanntesten Routen der Welt. Zahlreiche Kletterer haben sich schon an The Nose, der bis heute populärsten Route der USA, versucht – mit und ohne technischen Hilfsmitteln. Der aktuelle Speed-Rekord für die rund 1.000 Meter lange Route liegt bei 2:23 Stunden und wurde vom Ausnahmekletterer Alex Honnold aufgestellt.
  • Auch die Nordwände der Drei Zinnen gehören zu den berühmtesten Kletterwänden der Welt. Die Hasse-Brandler-Direttissima an der Großen Zinne wurde 1958 erstbegangen und führt in direkter Linie die 550 Meter hohe Wand entlang. Ihren Namen verdankt die Hasse-Brandler-Route den Erstbegehern Dietrich Hasse und Lothar Brandler. 2002 gelang Alexander Huber das erste Free Solo der Route – ein Meilenstein im modernen Alpinismus.
  • Die Eiger-Nordwand zahlt zu den größten Nordwänden in den Alpen. Die Heckmair-Route ist die bekannteste und heutzutage am häufigsten gekletterte Route durch die Nordwand des Eigers. In der Regel benötigen Kletterer zwischen zwei und drei Tage, um die gesamte Wand zu durchklettern. Einige Speed-Kletterer – wie etwa Ueli Steck – haben die Heckmair-Route auch schon in wenigen Stunden geschafft.
  • Die La Rambla Extension-Route im spanischen Siurana ist eine der derzeit schwierigsten Routen der Welt. Im Jahr 2003 wurde sie erstmals vom spanischen Sportkletterer Ramón Julián Puigblanque geklettert und im Anschluss als 9a+ deklariert. Die Route ist 45 Meter lang, auf fünfzehn Metern davon verläuft sie überhängend. Je nachdem, wie die Griffe gewählt werden, benötigt man für die La Rambla Extension-Route rund hundert Züge.
  • Eine weitere beliebte Route im Yosemite-Nationalpark ist die Separate Reality. Auf zwanzig Metern verläuft sie über ein überhängendes Dach. Der Einstieg befindet sich rund 200 Meter oberhalb des Merced Rivers, unweit vom El Capitan. Die meisten Kletterer seilen sich jedoch von oben ab, um den Einstieg zu erreichen. 1978 gelang es Ron Kauk erstmals, die Separate Reality im Schwierigkeitsgrad 7a/7b zu klettern.
  • Die Hubble-Route am Raven Tor im Norden Englands ist eine der bekanntesten Routen Großbritanniens. Der 35 Meter hohe Felsabbruch befindet sich im Peak-District-Nationalpark. Die sehr kurze Hubble-Route kann mit nur neun schweren Zügen bewältigt werden. Ben Moon war 1990 der erste, dem die freie Durchsteigung gelang. Es wird vermutet, dass sie zum Zeitpunkt der Erstbegehung die schwerste Route weltweit war und auch die erste 8c+ gewesen ist, die je geklettert wurde.
  • Die Rhapsody-Route am Dumbarton Rock wurde 2006 vom schottischen Kletterer Dave MacLeod erstgegangen. Sie verläuft über den Basaltfelsen am Ufer des Clyde und ist mit einem 8c+-Grad die schwierigste Route in Schottland. Dave MacLeod durchstieg die Kletterroute traditionell, das heißt ohne technische Hilfsmittel, sondern nur mit mobiler Sicherung. Die letzten achtzehn Meter der Route kletterte er sogar ohne jegliche Sicherung.
  • La Dura Dura im Klettergebiet Oliana ist aktuell die schwerste Kletterroute der Welt und wurde 2013 erstmals von dem jungen Profikletterer Adam Ondra durchstiegen. Nach seiner Erstbegehung schlug Ondra für die Route den Grad 9b+ vor. Wenig später kletterte auch Chris Sharma die La Dura Dura in Katalonien und bestätigte den Grad. Bisher haben es nur diese beiden Kletterer geschafft, die Route erfolgreich zu begehen.

Zehn der berühmtesten Kletterrouten der Welt

Steil, überhängend, gefährlich und sehr berühmt - wir stellen euch zehn der bekanntesten und zugleich schwierigsten Kletterrouten der Welt vor.

Die Kompressor-Route, The Nose oder La Dura Dura – all diese Namen sind begeisterten Kletterern ein Begriff. Es sind die berühmtesten Kletterrouten der Welt. Zahlreiche Routen sind echte Meilensteine im Alpinismus und in der Klettergeschichte und konnten nur aufgrund von sportlichen Höchstleistungen bewältigt werden.

Klickt euch oben durch die Galerie und entdeckt die berühmtesten Kletterouten in der ganzen Welt!

  • Kompressor-Route, Cerro Torre – Patagonien
  • Eternal Flame, Nameless Tower – Pakistan
  • The Nose / El Capitan, Kalifornien – USA
  • Hasse-Brandler-Direttissima, Drei Zinnen – Italien
  • Heckmair-Route, Eiger-Nordwand – Schweiz
  • La Rambla Extension, Siurana – Spanien
  • Separate Reality, Yosemite Nationalpark – USA
  • Hubble, Peak-District-Nationalpark – Großbritannien
  • Rhapsody, Dumbarton Rock – Schottland
  • La Dura Dura, Oliana – Spanien