• Europa ist der Kontinent, der in den vergangenen Jahrhunderten am meisten vom Menschen verändert wurde. Statt endloser, wilder Wälder gibt es hier heute größtenteils nur noch Städte, Straßen, Felder und künstlich angelegte Monokulturen statt gesunder Mischwälder. Doch in einigen Regionen Europas gibt es tatsächlich auch noch echte Urwälder – Waldgebiete mit einer ursprünglichen Vegetation, in denen der Mensch keine Einfluss genommen hat und in denen seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten Schutz finden.
  • Im Nationalpark Sumava kann sich die Natur ungestört entwickeln. Das Biosphärenreservat Sumava ist eines der größten und artenreichsten Schutzgebiete Mitteleuropas und die Landschaft ist geprägt von urwaldähnlichen Wäldern sowie Fichtenwäldern und Hochmooren. Die Hauptfunktion des Nationalparks ist es, die von Menschen unberührten, naturbelassenen Gebiete – wie etwa den Kubany-Urwald und die Moorwiesen – zu schützen und zu erhalten.
  • Der Białowieża-Nationalpark ist der letzte Tiefland-Regenwald Europas. Das ursprünglich polnische Naturschutzgebiet liegt heute auf beiden Seiten der polnisch-weißrussischen Grenze und beheimatet rund 800 wilde Wisente. Die einst fast ausgestorbenen Tiere sind nur eine von mehr als 12.000 Tierarten, die im Białowieża-Urwald leben.
  • Braunbären, Luchse, Schneehasen und zahlreiche andere seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten können sich im Wildnisgebiet Dürrenstein, dem größten Urwalds Mitteleuropa, ungestört entfalten. Das Wildnisgebiet umfasst auch den 500 Hektar großen Rothwald – ein geschlossenes, naturbelassendes Waldgebiet mit großem Totholzanteil, das seit der letzten Eiszeit nicht vom Menschen beeinflusst wurde.
  • Rund um die Stadt Kočevje im Süden Sloweniens befinden sich gleich vier echte Urwälder. Die Wälder weisen eine überdurchschnittlich hohe Dichte an Bäumen auf – sie sind zwei bis drei Mal so dicht wie andere Wälder in der Region. Die Bäume in den Urwäldern von Kočevje erreichen mitunter auch außergewöhnliche Höhen und ein extremes Alter. Einige der Bäume sind bereits über 500 Jahre alt.
  • Im nördlichen Uralgebirge erstreckt sich die russische Republik Komi mit ihren endlosen Urwälder. Die Waldlandschaft ist das größte Urwaldgebiet Europas. Seit 1995 gehört die 32.800 km² große Fläche zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die Urwälder von Komi bestehen größtenteils aus borealem Nadelwald, Waldkiefern und Sibirischen Lärchen und zahlreiche gefährdete und geschützte Tierarten haben in den unberührten Wäldern einen sicheren Lebensraum gefunden.

Grün und wild: Die letzten Urwälder Europas

Es gibt sie noch in Europa: die letzten wilden Urwälder, die noch nicht vom Menschen verändert wurden.

Europa ist der Kontinent, der in den vergangenen Jahrhunderten am meisten vom Menschen verändert wurde. Statt endloser, wilder Wälder gibt es hier heute größtenteils nur noch Städte, Straßen, Felder und künstlich angelegte Monokulturen statt gesunder Mischwälder. Doch in einigen Regionen Europas gibt es tatsächlich auch noch echte Urwälder – Waldgebiete mit einer ursprünglichen Vegetation, in denen der Mensch keine Einfluss genommen hat und in denen seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten Schutz finden. In den meisten dieser Urwälder dürfen umgestürzte Bäume liegen bleiben und langsam verrotten, Bären, Wölfe und Luchse fühlen sich heimisch und haben einen natürlichen Lebensraum gefunden.

Klickt euch oben durch die Galerie und entdeckt einige der letzten Urwälder Europas!