Wandern am Ende der Welt: Die schönsten Touren in Neuseeland

Beim Wandern in Neuseeland kann man die ursprüngliche Natur und die eindrucksvolle Vielfältigkeit des Landes entdecken. Wir stellen euch die schönsten Wanderwege Neuseelands vor!

Der geografisch isolierte Inselstaat Neuseeland befindet sich im südlichen Pazifik. Aufgrund seiner speziellen Lage, der auffällig langen Nord-Süd-Erstreckung und der beachtlichen Höhenunterschiede verfügt das Land über eine Vielzahl verschiedener Vegetationsformen auf engstem Raum. Regenwälder mit endemischer Flora und Fauna, steppenartige Regionen, alpine Gebiete mit zahlreichen Gletschern und weitläufige Strände entlang der Küste machen Neuseeland für begeisterte Wanderer und Trekking-Fans als Reiseziel besonders attraktiv. Zudem finden sich auf der sogenannten „Grünen Insel“ überwiegend gut ausgebaute Wanderwege, welche durch die vom Department of Conservation verwaltete Naturschutzgebiete führen. Auch die adäquate Infrastruktur des Inselstaats verspricht einzigartige Wandererlebnisse. Das neuseeländische Hinterland ist mittels verschiedener Transportmöglichkeiten für Urlauber zumeist relativ gut zu erreichen und Übernachtungsgelegenheiten bieten sich besonders entlang der Great Walks of New Zealand zahlreich.

Auf den Pfaden der Maori

Bei Wanderungen durch Neuseeland können Urlauber den Spuren der Maori, dem indigen Volk Neuseelands, folgen – denn einige der heutigen Wanderwege entstanden aus den alten Pfaden der Ureinwohner. Neuseeland setzt sich aus der Nord- und Südinsel sowie mehreren kleineren Inseln zusammen. Insgesamt kann der Inselstaat 14 Nationalparks und 20 Waldschutzgebiete vorweisen. Außerdem eignen sich die Alpen auf der Südinsel sowie die knapp 40 Berg- und Gebirgslandschaften hervorragend, um in nahezu unberührter Natur zu wandern.

Für fitte und erfahrene Bergwanderer lohnt sich eine Wanderung am Mount Cook, dem mit 3.724 Metern höchsten Berg des Inselstaats, im Aoraki/Mount-Cook-Nationalpark auf der Südinsel Neuseelands. Bei Touristen besonders beliebt ist der Aufstieg zur Berghütte „Mueller Hut“ oder die Wanderung zum Aussichtspunkt Sealy Tarns auf dem Mueller-Kamm. Fünfhundert bis tausend steile Höhenmeter werden hier in etwa sechs Stunden zurückgelegt. Im Aoraki-Nationalpark zu wandern lohnt sich vor allem aufgrund der tollen Aussicht auf den höchsten Berg Neuseelands, die zahlreichen Gletscher und das Hooker Valley.

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Für eine ausgedehntere Wanderung auf der Südinsel empfiehlt sich der Kepler Track im Fjordland-Nationalpark. Der Wanderweg führt 60 Kilometer lang durch Südbuchenwald und alpines Gebiet – wie den Kepler Mountains – und an den beiden großen Seen Lake Te Anau und Lake Manapouri vorbei. Um auf dem Kepler Track zu wandern, sollten etwa vier Tage eingeplant werden. Der Rundweg durch den Fjordland-Nationalpark ist kein alter Maori-Pfad – er wurde angelegt, um die viel frequentierte Strecken zu entlasten.

Der bekannte Milford Track auf der Südinsel

Ebenfalls im Fjordland-Nationalpark auf der Südinsel befindet sich der Milford Track. Dieser viel frequentierte Wanderweg ist ausschließlich mit Buchung begehbar. Täglich dürfen höchstens neunzig Personen auf dem Milford Track wandern. Die Strecke ist insgesamt etwa 53 Kilometer lang und führt durch Mooswälder, Regenwald und Steppengebiete bis hin zum Lake Ada und den berühmten Sutherland Falls. Eine Wanderung auf dem Milford Track kann mit oder ohne Führung gebucht werden.

Der Tongariro Northern Circuit ist ein Rundwanderweg im Tongariro-Nationalpark auf der Nordinsel. Er führt bei einer mehrtägigen Wanderung auf etwa 48 Kilometer um den Vulkan Mount Ngauruhoe. Der Teilabschnitt Tongariro Alpine Crossing kann in einer Tagestour zurückgelegt werden. Die Tongariro Crossing wird häufig als die beste Tageswanderung in ganz Neuseeland bezeichnet. Sie führt durch eine Kraterlandschaft und zu smaragdgrünen Seen. Für die Tagesetappe benötigt man zwischen sieben und acht Stunden.

Durch unterschiedlich gewachsene Wälder und weite Wiesenflächen führt der Weg am Lake Waikaremoana im Te-Urewera-Nationalpark. Für eine Wanderung am West- sowie Südufer des Sees ist ein Transfer per Bus oder Boot nötig, da es sich beim Lake Waikaremoana Great Walk nicht um einen Rundweg handelt.

Wer auf der neuseeländischen Insel Stewart Island wandern möchte, für den lohnt sich der Rakiura Track, welcher zu einem großen Teil entlang der Küste verläuft. Große Buchten und schlammige Regionen, aber auch Hügellandschaften mit üppiger Vegetation sind auf dem 28 Kilometer langen Wanderweg zu sehen. Der Track befindet sich mitten im Raikura-Nationalpark und versinkt stellenweise bei starken Regenfällen. Insgesamt ist der Wanderweg jedoch als leicht eingestuft.

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