Halbinsel Nordstrand

Wo sich heute die Inseln Pellworm und Nordstrand über das Wasser erheben, erstreckte sich einst besiedeltes Land, das jedoch durch Fluten im 14. und 17. Jahrhundert unterging. Nur die Inseln Nordstrand, Pellworm und mehrere Halligen blieben übrig.

Die Überlebenden auf Nordstrand warfen aus Torf und Erde Hügel auf, so genannte Warften, auf denen sie wohnten. Zwanzig Jahre lang waren sie nicht in der Lage, ihr Land wieder zu bedeichen, weshalb das Land 1652 zur Neubedeichung an vier Holländer freigegeben wurde. Die Einwohner wurden enteignet und viele verließen ihre Heimat. Ab 1654 begann man mit der Eindeichung von Koogen. Heute ist Nordstrand von einem 28 km langen Seedeich umgeben und durch einen 4 km langen Autodamm mit dem Festland verbunden. Auf der Halbinsel leben nur 2.300 Einwohner. Nordstrand liegt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Salzwiesenlandschaft

Der Süderhafen ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in die Salzwiesenlandschaft im Vorland. Salzwiesen sind ein einzigartiger Lebensraum, der vom Salz der Nordsee geprägt wird. Die hier lebenden Pflanzen und Tiere sind auf besondere Weise an den hohen Salzgehalt angepasst. Für die Küstenvögel sind die Salzwiesen eines der Hauptbrutgebiete.

Naturschutzgebiet Beltringharder Koog

Das im Norden der Halbinsel gelegene Naturschutzgebiet Beltringharder Koog ist das größte in Schleswig-Holstein. Vor der Eindeichung war dieses Gebiet eine der letzten tiefen Wattenmeerbuchten in Schleswig-Holstein.

 Insel Pellworm

Vor Jahrhunderten war Pellworm Teil des Festlandes. Doch der Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten führten dazu, dass Land verloren ging. Pellworm wurde bedeicht und ist heute von einem acht Meter hohen Seedeich umgeben. Mit dem Festland ist Pellworm durch eine Fähre verbunden, der tidefreie Fähranleger ist knapp zwei Kilometer von der Insel entfernt im Watt. Autos können mitgebracht werden für die etwa 80 km befahrbaren Straßen. Auf Pellworm leben rund 1.200 Einwohner, und für Touristen stehen mehr als 2.000 Betten zur Verfügung, denn nach der Landwirtschaft ist der Tourismus größter Wirtschaftsfaktor.

Hallig Südfall

Die 50 ha große Hallig Südfall mit einer einzigen Warft liegt als wichtiges Vogelbrut- und Rastgebiet mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Die Hallig wird nur im Sommer bewohnt. Besucher haben nur im Rahmen von genehmigten Führungen Zutritt, denn in der von Prielen durchzogenen Salzwiesenlandschaft der Hallig rasten tausende Zugvögel. Zur Hallig kann man von Nordstrand aus mit einer Pferdekutsche fahren (von Mai bis Oktober). Auch zu Fuß kann man die Hallig Südfall im Rahmen einer Wattführung besuchen.

Hallig Nordstrandischmoor

Die Hallig Nordstrandischmoor mit ihren vier Warften liegt unmittelbar vor dem Festland, mit dem sie durch einen Lorendamm verbunden ist, der nur bei Niedrigwasser befahrbar ist. Nur die siebzehn Halligbewohner und ihre Gäste dürfen den Lorendamm benutzen. Die Hallig wird während der Sommermonate regelmäßig von Nordstrand aus von der Adler-Flotte angefahren. Die Schutzstation Wattenmeer auf Nordstrand bietet eine naturkundliche Wattwanderung zur Hallig Nordstrandischmoor an, die rund viereinhalb Stunden dauert. Während einer Pause besteht die Möglichkeit, im Hallig-Krug einzukehren.