Wandern auf Gran Canaria

Wandern auf Gran Canaria, das ist Wandern auf einem eigenen kleinen Kontinent, wie fast bei allen Inseln des Kanarischen Archipels. Auch hier findet sich der Wechsel aus reiner Natur, südlicher Wärme und dem Versprechen, erholsame Urlaubsfreuden genießen zu können. Dazu kommt eine Vegetation, die sich aus europäischen, afrikanischen und südamerikanischen Pflanzen zusammensetzt. Doch Gran Canaria ist durchaus auch kritischer zu betrachten.

Es stellt eine Gratwanderung aus moderner Tourismusindustrie dar, die sich seit mehr als 50 Jahren unglaublich geballt auf die Südspitze der Insel konzentriert, und einem ärmlichen, bäuerlichen Leben, das seit langer Zeit in den mehr oder weniger dicht besiedelten und zerklüfteten Berghängen beheimatet ist. Im Zentrum und den südlich anschließenden Gebirgsregionen blieb jene „Kanaren-Natur“ erhalten, die ebenfalls einen Dialog aus wildreichen, schroffen Barrancos und fast lieblich anmutenden, mit Kiefern bewachsenen Höhenrücken darstellt.

Dazwischen liegen Bergdörfer und auffallend viele Stauseen, die den Wasserbedarf für die Bewohner, Urlauber und Plantagen sichern. Die Fruchtbarkeit der Lava­erde und die Üppigkeit der Vegetation bringen es mit sich, dass wir einen zarten Kontrast der Jahreszeiten erleben können. Während an den Küsten der viel besungene ewige Frühling herrscht, kann der Pico de las Nieves in den Wintermonaten das eine oder andere Mal mit feinem Schnee überzogen sein. Im Frühjahr entfalten sich die leuchtenden Blüten der Mandelbäume zum Beispiel rund um Tejeda, während im Herbst der Passatnebel die goldocker gefärbten Kastanienbäume einhüllt.

In dieser Kulisse bewegen sich unsere Wanderungen Wir wünschen erlebnisreiche und genussvolle Wandertouren im vielfältigen Naturraum von Gran Canaria.

Deine Wanderführer in der Region

Touren in der Region Gran Canaria

1

Große Tamadaba-Runde Naturvielfalt im Westen der Insel

gratis
20,5 km
06:30 h
1.100 hm
1.100 hm
Diese ausgedehnte Wanderrunde führt durch die vielfältige Landschaft des Tamadaba-Naturparks sowie des Agaete-Tals, das eines der schönsten und üppigsten Täler auf der Nordseite der Insel ist. Neben den landschaftlichen Reizen wird die Tour durch die sehenswerten Höhlensiedlungen El Hornillo und Cuevas de Bibique und einigen Kulturdenkmälern bereichert. Diese Tour zählt zu den schönsten der Insel, wenn sie nicht überhaupt die vielfältigste ist, die auf Gran Canaria unternommen werden kann. Mit Ausnahme der Lebensräume an der Küste sind alle Vegetationsstufen entlang der Route vertreten, aber auch die typische Kulturlandschaft der engen Barrancotäler kommt in dieser Tour vor.
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2

Zum Cruz de la Huesita Kleine Runde durch den Pajonales-Wald

gratis
9 km
02:45 h
300 hm
300 hm
Unerwartete Seeromantik finden wir beim Rast- und Campinggelände an der Presa Cueva de las Niñas vor. Hierher kommen am Wochenende viele Canarios, um zu Grillen, zu Zelten oder Picknicks abzuhalten. Beliebt sind auch die Spaziergänge am Wasser, auch wenn das Baden verboten ist. Dieses im Wald gelegene Freizeitareal bildet den idealen Startpunkt zu dieser leichten Wanderung an den Südhängen des Pajonales-Schutzgebietes. 
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3

Auf den Altavista Fast ein echter Gipfel

gratis
11 km
03:30 h
300 hm
300 hm
Die leichte Höhenwanderung, die zu einem "Beinahe-Gipfel" führt und auf einem aussichtsreichen, ganz einfach zu begehenden Waldpfad verläuft, beginnt an der Straße zum Tamadaba. Die Tour bietet eine herrliche Aussicht in die Caldera de Tejeda mit dem Roque Bentayga und dem Roque Nublo sowie auf das Plateau von Acusa. Vom Gipfelplateau aus sieht man die Ebene von San Nicolás. Der herrliche, flechtenbehangene Kiefernwald gehört zum Naturschutzgebiet Parque Nacional de Tamadaba.
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4

Pico de las Nieves Auf den höchsten Berg von Gran Canaria

pro
7 km
02:30 h
320 hm
320 hm
Den höchsten Berg von Gran Canaria braucht man zwar leider nicht besteigen, da die Straße knapp unter dem Gipfel mit einem Parkplatz und Aussichtspunkt endet. Trotzdem lohnt sich eine Wanderrunde, da man unterwegs noch weitere Aussichtspunkte erreicht und den herrlichen Kiefernwald erleben kann.
5

Rund um die Embalse de Tirajana Eine einsame, aber lohnende Rundtour

pro
11 km
03:45 h
280 hm
230 hm
Santa Lucía, das nur wenige Kilometer von San Bartolomé auf der westlichen Seite des Barranco de Tirajana liegt, entpuppt sich als lieblicher Ort mit einem großen schattigen Dorfplatz, zwei, drei Restaurants und kleinen Geschäften. Der kleine, liebliche Ort wird weniger von Touristen aufgesucht, obwohl sich in der Nähe interessante Vulkanformationen befinden, die Fortaleza genannt werden. Es handelt sich um harte Reste von Lavaströmen und Schloten, die von der Erosion nur zaghaft abgebaut werden konnten. Ansonsten wirkt die Landschaft, die sich zu beiden Seiten des Stausees Embalse de Tirajana anordnet, verlassen und nur von kleinen Weilern durchsetzt. Hier gibt es aber Wanderrouten, die eigentümliche Titel tragen wie "Weg des Hühnergrabs", oder "Weg der Festung". Wir unternehmen vom Ortszentrum aus eine Rundwanderung, die im Wesentlichen zu beiden Seiten des Stausees verläuft und unmittelbar vor der Staumauer die Talseite wechselt. 
6

Zur Caldera de los Marteles Urwüchsige Rundtour bei Tenteniguada

pro
13 km
04:30 h
780 hm
780 hm
Entlang dieser Rundtour erwartet uns eine spektakuläre Landschaft, die herrlich den Wechsel der Vegetationszonen im Mittelgebirge von Gran Canaria zeigt. Während wir am Ausgangspunkt Kulturlandschaften, Öl- und Obstbaumhaine sehen, gelangen wir am höchsten Punkt zu den typischen Grasweiden der Gebirge, die von Kastanien- und Kiefernwäldern umgeben sind. Dazwischen zeigen sich wildreiche Barrancos und die bizarre Felsformation des Roque Grande, einem ehemaligen Vulkanschlot.
7

Im Naturschutzgebiet Pajonales Panoramaroute durch den Kiefernwald

pro
14 km
03:30 h
305 hm
305 hm
Eine gemütliche Halbtagestour, die durch einen Abschnitt des Naturparks Pajonales, der als Gebirgs­kamm den Barranco de Soria vom Barranco del Juncal trennt und das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet Gran Canarias bildet, verläuft. Uns erwarten Einsamkeit, großartige Aussichten, eine vulkanisch geprägte Landschaft mit dem Wechsel aus sanft bewaldeten Hängen und bizarren Felszähnen, die als ehemalige Vulkanschlote den grünen Saum des Kiefernwaldes überragen, aber auch altes Weideland, das inzwischen aufgelassen wurde und brach liegt. 
8

Von Artenara zum Tamadaba-Wald Waldwanderung auf alten Saumpfaden

pro
7,2 km
02:15 h
225 hm
200 hm
Ich kann nicht verhehlen, dass die Gegend rund um Artenara und dem Tamadaba-Wald zu meinen Lieblingsorten auf Gran Canaria zählt. Der kleine Ort hat sich in den vergangenen Jahren durch Dorferneuerung regelrecht herausgeputzt, besitzt einen Dorfplatz mit Bar und Restaurant sowie ein Museum, das sich mit den charakteristischen Höhlenwohnungen befasst. Der Tamadaba-Wald hingegen steht wegen seiner geschlossenen Beständen der Kanarischen Kiefer unter Naturschutz und bildet mehr als 1000 Meter über dem Meer einen dichten grünen Saum auf dem dunklen Vulkangestein. Nach Norden bricht der Gebirgsstock nahezu senkrecht zur Westküste ab und bereitet uns atemberaubende Aussichten. Leider fährt der Linienbus 220 nur bis Artenara, also benötigt man entweder ein Mietauto oder benützt den alten Saumpfad, um zum Tamadaba zu kommen.

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Wandern auf Gran Canaria: Wichtige Wandertipps

Wichtige Wandertipps

Wandern auf Gran Canaria kann grundsätzlich als angenehm und ungefährlich eingeschätzt werden. Aufgrund der südlichen Lage und den damit verbundenen möglichen höheren Temperaturen sollte man einige Empfehlungen beachten.

  • Achte auf geeignete Kleidung und festes Schuhwerk. Bedingt durch den Passatnebel kann es zu raschen Witterungsumschwüngen mit Regen und Kälte kommen. Manche Wege sind verwachsen, weshalb die Verwendung von langen Hosen empfehlenswert ist.
  • Eine spezialisierte technische Ausrüstung ist nicht erforderlich. Empfehlenswert sind solide, wasserfeste Bergschuhe, die Halt für die Knöchel bieten. Sportschuhe sollten nur auf kurzen Wegen benutzt werden. Außer in den vegetationsfreien Zonen wird davon abgeraten, empfindliche Stoffe oder kurze Shorts und Tops zu tragen.
  • Neben einem kleinen Rucksack mit einer Kapazität von etwa 30 l wird empfohlen, einen Wander- oder Teleskopstock mitzunehmen, um steilere Wege bequemer zu bewältigen sowie zur Sicherheit ein Handy mitzunehmen.
  • Sorge für ausreichende Verpflegung und Wasser. Aus der Natur ist kaum etwas zu bekommen, Einkehrmöglichkeiten entlang der Wanderwege sind eher die Ausnahme und nur in den größeren Dörfern zu finden.
  • Mache kein offenes Feuer und zelte nicht wild, das ist prinzipiell verboten und auf die Freizeitparks wie am Tamadaba oder am Stausee Cuevas de las Niñas beschränkt. Dort darf man auch campieren. Wohnmobilstellplätze gibt es nördlich des Roque Nublos sowie an der Küste nahe dem Agüimes.
  • Wirf keine Abfälle weg – auch nicht, wenn diese organisch sind.
  • Vermeide es, Abkürzungen zu nehmen, da das Gelände oft abschüssig ist oder wie zum Beispiel in Barrancos dicht verwachsen sein kann.
  • Trinke nicht aus Quellen und Brunnen, die nicht als Trinkwasser gekennzeichnet sind. Esse keine einheimischen Samen oder Früchte, da diese trotz ihres appetitlichen Aussehens giftig sein könnten.
  • Respektiere das natürliche und historische Erbe sowie privaten Besitz.
  • Das Handynetz umfasst beinahe die gesamte Insel, damit kannst Du das Mobiltelefon als Sicherheitsfaktor ansehen und solltest es mitnehmen. Der Notruf auf den Kanarischen Inseln ist 112 und kann 24 Stunden am Tag von allen Inselteilen aus erreicht werden.

Beschilderung und Markierung

Markierungen und Wanderwegbeschilderungen sind generell dürftig und vor allem nicht einheitlich. Die Instandhaltung der Wege obliegt den einzelnen Gemeinden und ist daher abhängig von deren Interesse. Als vorbildlich kann die Ausschilderung in den Gemeinden von Tejeda, San Mateo und Arentara bezeichnet werden. Routen in diesen Regionen sind mit GR-GC-Nummern versehen, ferner weiß-gelb markiert und mit Übersichtstafeln an den Ausgangspunkten bestückt.

Schlechter markierte Wege tragen häufig „hand­gschnitzte“ Zeichen aus Pfeilen, Ortsangaben oder Punkten in unterschiedlichen Farben, die auf Steinen, Holztafeln oder anderen Gegenständen aufgetragen sind. Dann sind die häufig begangenen Routen leicht zu erkennen und als Wanderweg zu identifizieren.

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