• Die meisten Menschen frieren schon, wenn die Temperaturen knapp unter null Grad liegen. Doch auf der Erde gibt es Regionen, in denen fast das gesamte Jahr Minusgrade im zweistelligen Bereich herrschen. Dort gefriert Wasser sofort zu Eiszapfen, Haut und sogar Muskeln frieren innerhalb von kürzester Zeit ein und die extremen Temperaturen sind für Mensch und Tier lebensfeindlich. Daher ist es eigentlich unvorstellbarer, dass in diesen kalten Regionen teilweise tatsächlich Menschen leben. Wir stellen zehn der kältesten – bewohnten und unbewohnten – Orte der Welt vor.
  • Das kanadische Yukon ist kein Ort für kälteempfindliche Menschen. Das Gebiet rund um den kleinen Ort Snag gilt als die kälteste Region Nordamerikas. Im Winter 1947 fiel das Thermometer auf unfassbare -63 °C. Das frühere Goldgräber-Paradies Yukon ist heute ein beliebtes Reiseziel für Outdoor-Begeisterte, die die endlose Wildnis erleben, die Nordlichter bestaunen und den Polarkreis entdecken wollen. Im Winter sollte man sich allerdings warm anziehen.
  • Auch Forscher in der Amundsen-Scott-Südpolstation dürfen nicht leicht frieren. Hier beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur -49 °C. Die Temperaturen schwanken zwischen -82 und fast schon warmen -13 °C. In der Amundsen-Scott-Südpolstation arbeiten im Sommer rund 130 Forscher, von denen nur 50 auch überwintern. Der Großteil der Forscher verlässt die Station im Winter – kein Wunder bei den Temperaturen und der Tatsache, dass die Sonne ein halbes Jahr lang fast gar nicht scheint.
  • Die kälteste Hauptstadt der Welt ist die der Mongolei. In der Millionenstadt Ulaanbaatar, auch Ulan Bator genannt, beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur gerade einmal -2 °C. Während der Sommermonate ist es in Ulaanbaatar, das 1.350 Meter über dem Meeresspiegel liegt, zwar recht warm, doch im Winter herrscht klirrende Kälte. Dann liegen die durchschnittlichen Temperaturen meist zwischen -17 und -21 °C.
  • Auch in Deutschland kann es richtig kalt werden. Am Funtensee im bayerischen Nationalpark Berchtesgaden wurde im Winter 2001 die Rekordtemperatur von −45,9 °C gemessen. Dass es an diesem Bergsee so kalt wird, liegt an seiner besonderen Lage – in den Bergkessel fallen im Winter nur selten Sonnenstrahlen und die kalte Luft staut sich in der Senke. Während der Wintermonate kann der Funtensee nur von geübten Skitourengehern mit einer guten Kondition – und einer geringen Kälteempfindlichkeit – erreicht werden.
  • An keinem anderen Ort der Welt ist es kälter als hier: die Wostok-Station in der Ostantarktis ist der Kältepol der Erde. Die Forschungsstation liegt auf einem zugefrorenen See auf 3.488 Metern Höhe. Die Forscher müssen jedoch nicht befürchten, dass der See eines Tages schmilzt und die Station darin versinkt, denn zwischen April bis Oktober liegt die Durchschnittstemperatur bei −65 °C. Die niedrigste jemals aufgezeichnete Temperatur an der Wostok-Station lag bei −89.2 °C. Einige Kreuzfahrten steuern die milderen Regionen der Antarktis an, in denen man aber trotzdem bereits ein Gefühl für die extreme Kälte in Wostok bekommt.
  • In der kleinen Siedlung Prospect Creek im Norden Alaskas zeigte das Thermometer im Winter 1947 −62 °C an. Damit ist Prospect Creek der kälteste Ort der USA. Während der Bauarbeiten der Trans-Alaska-Pipeline dienten die wenigen Häuser des Ortes als Bauarbeiterunterkünfte. Heute ist die Siedlung komplett verlassen – nur noch Bären und Abenteurer wagen sich in kalte Region.
  • Oimjakon, ein kleines Dorf im Osten Russlands, ist der kälteste dauerhaft bewohnte Ort der Welt. 1933 müssen die Einwohner ganz besonders gefroren haben – damals zeigte das Thermometer eine Tiefsttemperatur von −67,8 °C an. Einige hundert Menschen trotzen der winterlichen Kälte in Oimjakon und siedeln hier seit Jahrhunderten. Kältefrei gibt es für die einheimischen Schüler übrigens erst am -52 °C.
  • 1954 wurde am Standort der damaligen Station North Ice im Norden Grönlands die niedrigste jemals in Grönland gemessene Temperatur aufgezeichnet: unglaubliche −65,9 °C. Im gleichen Jahr wurde die Station, die zwei Jahre lang zur Überwinterung eines britischen Expeditionsteams diente, aufgegeben. Auf den Grönländischen Eisschild herrschen generell niedrigere Temperaturen als in den übrigen Gebieten des Landes. Auf der riesigen, permanent vereisten Fläche werden Jahrestiefstände von unter −30 °C erreicht.
  • Nach Ulaanbaatar ist Astana, die Hauptstadt Kasachstan, die zweitkälteste Stadt der Welt. Im Winter beträgt die durchschnittliche Temperatur gerade einmal -15 °C, wobei der eisige Steppenwind es meist noch kälter erscheinen lässt. In Astana wurden in einem Rekordwinter sogar schon -52 °C gemessen. Im Sommer kommt man hingegen richtig ins Schwitzen. Dann steigt das Thermometer locker auf über dreißig Grad.
  • Ein Besuch der Kleinstadt Werchojansk ist nur etwas für Hartgesottene. Bis 1926 galt die Stadt im Osten Russland als das kälteste bewohnte Gebiet der Erde. 1892 war mit −67,8 °C der absolute Kälterekord aufgestellt worden. Einige Jahrzehnte später wurde Werchojansk allerdings vom benachbarten Oimjakon als kälteste Stadt der Welt abgelöst. Dennoch herrschen in der Region heute im Januar durchschnittlich −48,9 °C.

Die zehn kältesten Orte der Erde

In manchen Regionen der Welt ist es so kalt, dass Wasser innerhalb von Sekunden gefriert. Wir stellen euch die zehn kältesten Orte der Welt vor.

Die meisten Menschen frieren schon, wenn die Temperaturen knapp unter null Grad liegen. Doch auf der Erde gibt es Regionen, in denen fast das gesamte Jahr Minusgrade im zweistelligen Bereich herrschen. Dort gefriert Wasser sofort zu Eiszapfen, die Haut und sogar Muskeln frieren innerhalb von kürzester Zeit ein und die extremen Temperaturen sind für Mensch und Tier lebensfeindlich. Daher ist es unvorstellbarer, dass in diesen kalten Regionen teilweise tatsächlich Menschen leben. Wir stellen zehn der kältesten – bewohnten und unbewohnten – Orte der Welt vor.

Klickt euch oben durch die Galerie und erfahrt, in welchen Regionen der Welt besonders lebensfeindliche Minusgrade herrschen!