Der Rucksack drückt, wird mit jedem Schritt schwerer und der Rücken beginnt schon nach wenigen Kilometern zu schmerzen? Dann habt ihr euren Rucksack womöglich nicht richtig gepackt. Ein falsch gepackter Wanderrucksack kann einem schnell die schönste Tour vermiesen. Damit das nicht passiert, solltet ihr eure Ausrüstung immer mit System im Rucksack verstauen.

Was muss in den Wanderrucksack – und was eher nicht?

Generell gilt die Regel: alles Überflüssige, was ihr auf der Wandertour nicht unbedingt benötigt, wird gar nicht erst in den Rucksack gepackt. Überlegt euch bei allen Ausrüstungsgegenständen und jeden Bekleidungsstück, ob ihr es während eurer Wanderung wirklich braucht. Damit spart ihr schon mal eine ganze Menge Gewicht. Statt Wechselwäsche für jeden Tag mitzunehmen, könnt ihr beispielsweise die Anzahl der Kleidungsstücke einfach reduzieren und unterwegs öfters waschen.

Wer Wert auf jedes gesparte Gramm legt, für den ist das Ultraleicht-Trekking die ideale Form des Wanderns. Beim Ultralight-Trekking, wie das Ultraleicht-Trekking auch genannt wird, wird der Reduzierung des Ausrüstungsgewichts ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt und ultraleichte Zelte, Rucksäcke, Schlafsäcke und andere superleichte Trekkingausrüstung kommt zum Einsatz, um das Gewicht des Rucksacks so gering wie möglich zu halten.

Wie packt man einen Wanderrucksack richtig?

Ihr müsst aber nicht unbedingt euer gesamtes Equipment gegen eine neue ultraleichte Ausrüstung austauschen. Mit diesen Tipps schafft ihr es auch so, euren Rucksack optimal zu packen und so den Tragekomfort während euer Wanderung zu erhöhen:

Der Rucksack sollte immer mit System gepackt werden. Nachdem ihr bereits auf alle überflüssigen Dinge verzichtet habt und nur das mitnehmt, was ihr wirklich braucht, geht es daran, alle Dinge am richtigen Platz im Rucksack zu verstauen.

Schweres Equipment lässt sich umso leichter tragen, wenn der Schwerpunkt nahe an dem des Körpers liegt. Schwere Gegenstände wie das Zelt, dicke Jacken oder euer Proviant werden daher dicht am Rücken und in Schulternähe verstaut.

Das Bodenfach könnt ihr mit eurem Schlafsack, eurer leichten Daunenjacke oder anderen Dingen mit geringem Gewicht, die ihr während der Wanderung nicht griffbereit haben müsst, ausfüllen. Alles, was ein bisschen schwerer ist und das ihr auf der Tour eventuell schnell mal benötigt – die Softshell-Jacke, trockene Wechselwäsche oder ein Erste-Hilfe-Set – könnt ihr außen im Hauptfach verstauen.

Kleinigkeiten wie die Wanderkarte, eure Sonnenbrille, Taschenmesser oder Handschuhe steckt ihr in das Deckelfach und habt unterwegs so schnell Zugriff darauf.

Wanderrucksäcke wollten immer mit System gepackt werden

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Um im Rucksack Ordnung zu halten, könnt ihr Packbeutel verwenden. So habt ihr eure Kleidung und Ausrüstung nicht nur gut sortiert und immer griffbereit, sondern schützt sie zusätzlich vor Verschmutzungen und Nässe, falls die Regenhülle eures Rucksacks mal versagen sollte. Achtet bei der Verwendung von Packbeuteln aber darauf, dass sie möglichst wenig Eigengewicht haben, damit ihr das Gewicht eures Rucksacks so gering wie möglich haltet.

Außen am Rucksack solltet ihr nach Möglichkeit nichts befestigen, da baumelnde Flaschen oder andere Gegenstände dafür sorgen, dass sich der Schwerpunkt weg vom Körper verlagert und sich der Rucksack dadurch wesentlich schwerer tragen lässt. Finden eure Trinkflaschen in den Seitentaschen Platz, achtet immer darauf, dass das Gewicht in eurem Rucksack gleichmäßig verteilt ist und der Rucksack euch nicht nach hinten zieht. Im Idealfall lastet das Gewicht auch auf eurem Hüftgurt und entlastet damit zusätzlich die Schulter.

Übrigens: Im flachen Gelände könnt ihr euren Rucksack so packen, dass der Schwerpunkt näher an den Schultern und somit höher liegt. Sobald es höher hinaus geht und die Tour alpiner wird – also bei Hochtouren oder am Klettersteig – sollte der Schwerpunkt etwas tiefer an der Hüfte liegen. Dadurch könnt ihr am Berg trotz Rucksack auf euren Rücken gut die Balance halten.

Wie schwer sollte der Wanderrucksack sein?

Als Orientierung für das maximale Rucksackgewicht könnt ihr euer eigenes Gewicht nehmen. Für lange Touren sollte der Rucksack inklusive Eigengewicht nicht schwerer als ein Viertel eures Körpergewichts wiegen. Haltet ihr dieses Maß ein und ist der Backpack dann auch noch richtig und systematisch gepackt, bleibt er auch bei einer langen Wanderung bequem und ihr bekommt keine Rückenprobleme.