Wandern im Harz

Wandern im Harz

Der Harz ist das höchste Bergland im deutschen Norden und bietet Wanderern eine außergewöhnliche Gebirgswelt. Sein höchster Gipfel, der sagenumwobene Brocken, ist der bekannteste deutsche „Blocksberg“ und lässt sich auf vielseitigen Wegen aus allen Himmelsrichtungen erwandern. Ob kurze oder lange Wanderungen, wilde Pfade oder gut beschilderte Wanderwege – im Mittelgebirge Harz findest Du für alle Schwierigkeitsgrade und Ansprüchen den passenden Weg.

Zu den Hauptlandschaften des Harzes zählen der Hochharz, der Westharz bei der Kaiser- und Weltkulturerbestadt Goslar, der Unterharz nahe der Weltkulturerbestadt Quedlinburg und die blendend weißen Gipslandschaften in der „Karstlandschaft Südharz“ mit der Barbarossahöhle.

Viele Wanderungen lassen sich mit dem Besuch berühmter Burgen, Schlösser, Kirchen und Fachwerkstädte, darunter Gernrode, Blankenburg, Wernigerode und Stolberg verbinden. Hinzu kommen zahlreiche Bäder, wie das Solebad Bad Harzburg an der Deutschen Fachwerkstraße und der Deutschen Ferienstraße Alpen – Ostsee. Unter den zahlreichen Wassersportseen gilt der Okerstausee als „Vierwaldstätter See des Harzes“.

Mit den vorbildlichen Markierungen und namentlichen Ausschilderungen der Wege, dem guten öffentlichen Verkehrsnetz und der Vielzahl an Einkehrmöglichkeiten und Unterkünften, triffst Du hier auf optimale Wanderbedingungen.

Deine Wanderführer in der Region

Touren in der Region Harz

1

Brocken über Goetheweg Bequemer Brockenaufstieg ab Torfhaus

gratis
9 km
03:00 h
375 hm
33 hm
Die Brockenaufstiegsroute, die der 28-jährige Goethe am 10. Dezember 1777 bei Schneelage zusammen mit dem Torfhausförster nahm, ist von Westen aus der meistbenutzte Weg zum höchsten Harzgipfel. Es handelt sich um eine fast durchgehend bequeme Wald- und Aussichtsroute, der auch der Hexenstieg folgt. Die nassen Stellen im Goethemoor sind mit Planken ausgelegt.


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2

Kelbra – Rothenburg – Kyffhäuser Hoch über der Goldenen Aue

gratis
13 km
04:00 h
280 hm
280 hm
Von Kelbra in der Goldenen Aue am Fuß des Kyffhäusergebirges führt die Wanderung zur mächtigen Ruine Rothenburg und zum Kyffhäuserdenkmal, ein schöner Pano­ramaweg leitet zurück nach Kelbra.


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3

Königshütte – Trautenstein – Tanne Rappbodevorsperre und Naturlehrpfad

gratis
14 km
05:00 h
178 hm
178 hm
Von Königshütte folgt diese bequeme Talwanderung einem Naturlehrpfad längs der Warmen Bode aufwärts in den Erholungsort Tanne. Von dort kann man mit dem Bus zurückfahren bzw. durch die Wälder und aussichtsreichen Wiesen links über dem Bodetal nach Königshütte zurückwandern.


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4

Altenau – Sieber – Barbis Auf dem E 6 durch den Nationalpark Harz

pro
26 km
07:30 h
717 hm
927 hm
Vom Luftkurort und Wintersportplatz Altenau führt diese recht lange Streckenwanderung auf dem fast durchgehend fahrradfähigen Europäischen Fernwanderweg (E 6) durch den Süden des Nationalparks Harz über den aussichtsreichen Ackerkamm, durch das Siebertal und über den Großen Knollen nach Barbis, einen Ortsteil von Bad Lauterberg im Südharz.


5

Rothesütte – Steinmühlental Ins sagenumwobene Steinmühlental

pro
9 km
02:30 h
215 hm
215 hm
Diese ruhige Buchenwaldwanderung führt in das canyonartig eingeschnittene Steinmühlental.


6

Bad Lauterberg – Gr. Knollen Höhlen- und Aussichtstour am Südharzrand

pro
15 km
04:00 h
407 hm
407 hm
Vom Kurort Bad Lauterberg führt diese Wald- und Aussichtswanderung auf den Porphyrstock des Großen Knollen, auf dem ein Aussichtsturm exzellente Rundschau gewährt.


7

Brocken über Glashüttenweg Aussichtsreicher Aufstieg in schöner Natur

pro
22 km
06:00 h
599 hm
522 hm

Der überwiegend durch Wald führende Glashüttenweg – ihm folgt auch der Hexenstieg – bildet einen landschaftlich hervor­ragenden Zustieg zum höchsten Berg des Harzes. Es besteht die Möglichkeit, mit der Brockenbahn zurück zum Ausgangspunkt zu fahren, während wir nach Schierke absteigen und von dort mit dem Bus zurückfahren (Buszeiten am Startpunkt notieren!).

8

Innerstestausee – Lautenthal Am bedeutendsten Wassersportsee des Oberharz

pro
15 km
04:00 h
285 hm
230 hm
Von der Innerstetalsperre führt diese Aussichts- und Laubwaldtour am bedeutendsten Was­ser­sportsee des Oberharzes entlang und auf die bewaldeten Höhen über dem Innerstetal, ehe der Abstieg nach Lautenthal beginnt.


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Highlights in der Region Harz

Wandern im Harz: Moore

Die jährlichen Niederschlagsmengen liegen im Harz zwischen 1000 und 1500 mm, im Hochharz werden 1500 bis 2000 mm erreicht. Der Harz ist nicht nur ein ausgedehntes Waldgebirge, sondern als bedeutendes Wasserüberschussgebiet auch eines der interessantes­ten Moorgebiete Deutschlands. Namen wie Brocken und Bruchberg leiten sich vom Moorreichtum ab (Bruch = moorig-sumpfiges Gebiet). Im Bereich des Nationalparks finden sich mehr als 60 Hochmoore, davon sind die meisten als Hang-, Kamm- und Sattelmoore ausgebildet. Als baumfreie Flächen öffnen sie sich inmitten der Wälder mit ihrer charakteristischen Vegetation aus Torfmoosen, Wollgräsern, Moosbeeren, Rauschbeeren und Rosmarinheide.

Wandern im Harz: Kyffhäuser

Der „rabenumkreiste“ Kyffhäuser mit der Ruine der Reichsburg Kyffhausen und dem 64 m hohen Kyffhäuserdenkmal erhebt sich im Norden Thüringens wie eine grüne Insel aus fruchtbaren Niederungen, die zu den ältesten deutschen Siedlungsgebieten zählen. Er ist Namensgeber des 1990 gegründeten Naturparks, der außer dem Kyffhäusergebirge auch die wegen ihrer botanischen Kostbarkeiten berühmte Karstlandschaft der Badraer Schweiz und das Lange Rieth in der Goldenen Aue sowie Teile der Buntsandsteinschichtstufe der Windleite und des Muschelkalkhöhenzugs der Hainleite umfasst. Charakteristisch für dieses nur 230 km2 kleine, außerordentlich abwechslungsreiche Gebiet sind neben den Buchen- und Eichenwäldern – mehr als die Hälfte des Naturparks ist bewaldet – zum Teil tief eingeschnittene Bachtäler, Trockenrasen, Grünland, Streuobstwiesen und Ackerflächen. Vor allem die sonnenreiche Südabdachung des Kyffhäusergebirges mit ihren Gipskarstwäldern zeichnet sich durch eine vielfältige Naturausstattung aus. Hier befindet sich auch die im 19. Jh. entdeckte Barba­rossahöhle, eine der größten Gipsschauhöhlen Europas.

Wandern im Harz: Nationalparks

Nationalparks sind großräumige Naturlandschaften mit einem derart hohen ästhetischen, ökologischen, Erholungs-, Bildungs- und Erlebniswert, dass sie unter Schutz gestellt wurden mit dem Ziel, dass sich die Natur in ihnen möglichst ohne menschliche Eingriffe entwickelt, damit das Naturerbe eines Staates wenigstens in diesem Freiraum erhalten bleibt.

Vom Schutzstatus her sind sie Naturschutzgebieten vergleichbar, aufgrund der weitaus größeren Fläche können sich in Nationalparks jedoch unterschiedliche Naturräume frei entfalten und in einem ungestörten natürlichen Prozess miteinander reagieren, sodass sich der Nationalpark Harz als ökologische Komplexlandschaften mit unterschied­lichsten Biotopen und Ökosystemen darstellt.

Wandern im Harz: Goldene Aue

Ähnlich aufgebaut und geformt wie die Pultscholle des Harzes bricht das im Kulpenberg (473 m) gipfelnde Kyffhäusergebirge nordwärts mit einer bis zu 300 m hohen Steilstufe zur Goldenen Aue ab, die ihn vom Harz trennt, während er im Süden vergleichsweise sanft in das Frankenhäuser Tal abdacht, das den Übergang zur Hainleite bildet. Das nur 19 km lange und bis zu 7 km breite Laubwaldgebirge trug im Mittelalter vier Burgen. Die ehemalige Kaiserpfalz Tilleda, die Rothenburg und vor allem die Ruinen der Reichsburg Kyffhausen sind viel besuchte Ausflugsziele.