wandern im bayerischen Wald: Blick vom Lusen

Wandern im Bayerischen Wald

Der Bayerische Wald erstreckt sich zwischen den Donaustädten Regensburg und Passau und dem Böhmerwaldkamm. Sein höchster Berg ist der Arber (1.456 m) zwischen den Luftkurorten Bayerisch Eisenstein, Bodenmais und Lam. Wanderer erwarten zahlreiche Naturperlen: Hochmoore und bizarr verwitterte Felsen, die Quarzrippe des Pfahls und das Steinerne Meer am Dreisesselberg, Karseen und die „Schachten“ genannten Bergwiesen sowie die Wildflusslandschaften der Buchberger Leite und der Ilz.

Der Bayerische Wald gliedert sich in den westlichen oder auch Vorderen Wald, der bis ins 19. Jh. als der eigentliche, königlich „Bayerische“ Wald bezeichnet wurde, und in den östlichen, den Hinteren Wald, der früher einschließlich seiner böhmischen Seite „Böhmerwald“ hieß. Naturräumlich getrennt werden Hinterer und Vorderer Wald von der bis zu 30 m hoch aufragenden Quarzfelsrippe des Pfahls.

Einen lieblichen Kontrast zum wilden hinteren Wald setzt die aussichtsreiche Hügellandschaft des Vorderen Waldes mit Fachwerkdörfern, Klöstern und Wallfahrtskapellen. Bis ins 19. Jahrhundert war der Vordere Wald der „bayerische“ Wald schlechthin. Bayerns König Ludwig I. ließ vor der Kulisse der Wald- und Wiesenhügel die Walhalla errichten als Ruhmestempel der Deutschen. Sie liegt in der Nähe von Donaustauf bei Regensburg.

Deine Wanderführer in der Region

Touren in der Region Bayerischer Wald

1

Sankt Englmar – Hirschenstein – Rettenbach Zum König des Vorderen Bayerischen Waldes

gratis
16 km
04:30 h
370 hm
370 hm
Der Hirschenstein beim Luftkurort Sankt Englmar gilt als "König des Vorderen Bayerischen Waldes". Der von mächtigen Felsfreistellungen durchbrochene Waldberg bietet ein hervorragendes Panorama. Vom steinernen Aussichtsturm schweift der Blick zu Arber, Falkenstein, Rachel, Lusen und Dreisessel sowie auf die Breitenau am Geißkopf; bei entsprechendem Wetter reicht die Sicht bis zu den Alpen.

.

Details...
2

Dreisesselberg – Steinernes Meer – Dreieckmark Panoramafelsen im Bann des Hochwaldes

gratis
11 km
03:00 h
110 hm
110 hm
Der aussichtsreiche Dreisesselberg und der Adalbert-Stifter-Steig durch urwaldartige Wälder zum Steinernen Meer zählen zu den landschaftlichen Höhepunkten am Goldsteig, dem Top-Wanderweg des Bayerischen Waldes. Vom deutsch-böhmisch-österreichi­schen Dreiländereck führt der urige Kammweg über den Bayerischen Plöckenstein zurück zum Dreisesselberg, über dessen Namen Adalbert Stifter in seiner Erzählung "Der Hochwald" (1844) berichtet: "In der uralten Heidenzeit saßen auf ihm einmal drei Könige und bestimmten die Grenzen der drei Lande: Böheim, Baiern und Österreich – es waren drei Sessel in den Felsen gehauen, und jeder saß in seinem eigenen Lande."





Details...
3

Klingenbrunn – Rachel Klingenbrunner Rachelsteig

gratis
23 km
06:30 h
730 hm
730 hm
Der Klingenbrunner Rachelsteig folgt dem naturschönen Flanitztal aufwärts zum Hausberg von Spiegelau und Frauenau. Den Abstieg gibt der Hippolytweg/Rachelsteigweg zur Altposchinger Hütte vor.




Details...
4

Lambach – Osser Osserriesen-Steig zum "Matterhorn" des Bayerischen Waldes

pro
13 km
03:45 h
630 hm
630 hm
Der Osser auf dem Grenzkamm des Künischen Gebirges über dem Lamer Winkel und dem Tal der Uhlavá (deutsch: Uslawa) ist ein Charakterhaupt des Bayerischen und Böhmerwaldes, von nahezu allen Bergen ist seine unverwechselbare Doppelgipfel-Silhouette weithin erkennbar: Ein mondsichelförmig geschwungener Kamm verbindet die beiden Gipfel, deren höherer 1293 m erreicht, während der Kleine mit 1266 m unwesentlich niedriger ist. Auf böhmischer Seite wird diese Silhouette "Brust der heiligen Mutter Gottes" genannt, auf bayerischer Seite gilt der Kleine Osser als "Matterhorn" des Bayerischen Waldes.
5

Fürsteneck – Schrottenbaummühle Triftsteig an Ilz und Ohe

pro
13,5 km
03:45 h
140 hm
140 hm
Der Fürstenecker Triftsteig ist eine spannende Spurensuche an Wolfsteiner Ohe und Ilz. Der Themenwanderweg erschließt neben den Naturschönheiten die historischen Holztriftanlagen und informiert über die Geschichte der Holztrift, als Waldarbeit noch reine Handarbeit war und das Fällen der Bäume im Winter oft Lebensgefahr bedeutete.



6

Süssenbach – Marienthal – Hirschling Regental-Burgensteig am Regenknie

pro
11 km
03:00 h
220 hm
220 hm
Zwischen Nittenau und Regen­stauf schwingt der Regenfluss in einem 90-Grad-Winkel aus der West- in die Südrichtung. Dieses "Regenknie" bei Marienthal zählt zu den landschaftlich großartigsten Partien im Durchbruchstal des Regens, der ursprünglich durch die Bodenwöhrer Senke zur Naab entwässerte, ehe er unterhalb von Roding sein neues Flussbett im Granit grub: Steilhänge und Felswände flankieren das Tal, im Fluss liegen gewaltige Granitbrocken, zwischen den Bäumen im Steilhang über dem rechten Ufer zeigt sich das Dach der "Geisterburg" Stockenfels. Unterhalb der Burg setzt der letzte Fährbetrieb Ostbayerns Wanderer zum Gasthof Marienthal mit einem der schönsten Biergärten der Region über.
7

Ringelai – Buchberger Leite – Bierhütte Durch die wildeste Schlucht des Bayerischen Waldes

pro
18 km
04:30 h
360 hm
360 hm
Die Buchberger Leite ist die urtümlichste Wildbachklamm des Bayerischen Waldes. Bereits 1961 wurde sie unter Naturschutz gestellt; als sie 2003 vom Bayerischen Umweltministerium als eines der 100 schönsten Geotope Bayerns ausgezeichnet wurde, wurde ein Themen-Wanderweg mit Informationstafeln durch die Schlucht eingerichtet. Die Buchberger Leite ist ein Teil des Geotops "Bayerischer Pfahl", einer Störungszone in der Erdkruste, die den Bayerischen Wald nahezu geradlinig durchschneidet, den Vorderen und den Hinteren Bayerischen Wald trennt. Durch starke Krustenbewegungen entlang der Pfahl-Bruchlinie haben die Gesteine tief greifende Veränderungen erfahren; in der Buchberger Leite bildete sich dabei ein neues Gestein, der so genannte Pfahl-Mylonit oder "Pfahlschiefer"; er ist in der Klamm in seinen unterschiedlichen Ausbildungsformen zu finden.



KOMPASS Tourenplaner Bayerischer Wald

Keine passende Tour gefunden?
Plane jetzt dein eigenes Abenteuer rund um die Region Bayerischer Wald

Highlights in der Region Bayerischer Wald

Naturpark Oberer Bayerischer Wald

Die urtümliche Kammregion um die Gipfel Lusen und Rachel wurde 1970 als Deutschlands erster deutscher Nationalpark unter Schutz gestellt. Zu den Höhepunkten im Naturpark Oberer Bayerischer Wald zählen

  • der Osser, das „Matterhorn“ des Bayerischen Waldes, auf der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien,
  • das Klettergebiet der Rauchröhren am Kaitersberg,
  • die schwimmenden Inseln auf dem Kleinen Arbersee
  • und der Arber-Kaitersberg-Schwarzeck-Kamm als die „Haute Route“ unter den Wanderwegen.

An den Naturpark Oberer Bayerischer Wald schließt im Norden der Naturpark Oberpfälzer Wald und im Südosten der Naturpark Bayerischer Wald an.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald war das erste Großschutzgebiet dieser Art in Deutschland (1970). Auf einer Fläche von 24.250 ha erstreckt er sich im Hinteren Bayerischen Wald an der Grenze zu Böhmen und bildet zusammen mit dem angrenzenden Böhmerwald-Nationalpark Sumava die größte zusammenhängende Naturwaldfläche Mitteleuropas. Die bedeutendsten Gipfel im Nationalpark sind Falkenstein (1.305 m), Rachel (1.453 m) und Lusen (1.373 m). Neben den artenreichen Wäldern, die vereinzelt Urwaldgepräge zeigen, finden sich im Nationalpark Hochmoore mit Moorseen wie dem Latschensee, durch Schluchten tosende Wildwasser wie die Kleine Ohe sowie die „Schachten“ genannten ehemaligen Hochweiden mit ihren mehrhundertjährigen Weidbäumen. Unübersehbar sind auch die Bestände an weißlichen, von Borkenkäfern zerfressenen Fichtengerippen. Zwischen dem Käferholz entsteht neues Leben: Buchen, Birken und Ebereschen säen sich aus, beleben den Waldboden und wachsen zu einem natürlichen Wald heran.

Im Nationalpark gilt absolutes Wegegebot. Nationalparkwächter („Ranger“) erteilen Auskünfte und begleiten auf Informationsrundgängen; Anschläge mit aktuellen Terminen finden sich an Nationalpark-Wanderparkplätzen bzw. im Nationalpark-Informationszentrum.