KOMPASS Wanderkarte

Quiz: Wie gut kannst Du Karten lesen?

Egal, ob Outdoor-Spezialist, Bergwanderer aus Leib und Seele oder einfach nur gerne draußen in der Natur unterwegs – auf eine Karte möchte keiner verzichten. Aber wie liest man Landkarten genau?

Welche Tricks gibt es beim Umgang mit einer Karte, was bedeuten die Zeichen auf der Karte und wie orientiert man sich mit einer Karte im Gelände?

Teste jetzt Dein Wissen in unserem Quiz! Vielleicht können wir Dir ja auch noch ein paar Kniffe zeigen …

1. Starten wir einmal ganz einfach. Bei einer Landkarte ist Süden in der Regel…

  • ↓ a. … unten

    Richtig! Karten sind immer nach Norden ausgerichtet, damit ist Süden immer in Leserichtung unten. Außer existieren diesbezüglich andere Angaben, die mit einem Richtungspfeil angegeben werden. Übrigens hilft die Sonne bei der Orientierung: sie geht im Osten auf, zu Mittag steht sie im Süden, im Westen geht sie unter, und im Norden ist die Sonne nie zu sehen.

  • ↓ b. … oben

    Falsch! Karten sind immer nach Norden ausgerichtet. Kommen auf einer Karte keine Angaben vor (zum Beispiel einen Pfeil, der die Richtung Norden anzeigt), ist auf der Karte in Leserichtung Norden immer oben und Süden immer unten.

  • ↓ c. … je nach Projektion immer verschieden.

    Falsch! Zwar gibt es Karten, bei denen Norden einmal nicht oben ist, diese sind aber die Ausnahme und bei diesen bestimmt immer ein spezifisches Symbol Norden. Süden ist in der Regel in Leserichtung unten.

 

2. Du stehst mitten im Gelände und in Deinem Rucksack steckt die KOMPASS-Karte. Rechts von Dir ist eine kleine Kapelle, vor Dir in einiger Entfernung ein Gipfel und kurz vorher bist Du über eine Brücke gewandert. Du ziehst die Karte zu Rate, in welcher Richtung es weitergeht, denn es sind keine Wegweiser zu sehen. Es ist bewölkt und die Sonne hilft Dir beim Ausrichten der Karte nicht. Wie kannst Du in dieser Situation die Himmelsrichtungen bestimmen?

  • ↓ a. Ich warte, bis der Himmel aufklart.

    Das könnte Stunden dauern oder gar nicht passieren. Doch dann könnte Dir die Sonne natürlich bei der Bestimmung helfen. Bis dahin, existiert eine einfachere Möglichkeit. Überlege noch einmal und wähle eine der anderen Optionen.

  • ↓ b. In dieser Situation kann ich die Himmelsrichtung nur mit einem Kompass bestimmen.

    Klar, ein Kompass wäre in dieser Situation hilfreich. Du hast aber leider keinen dabei. Läufst Du nun in unbekannte Richtung drauf los? Oder gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit, Dich zu orientieren?

  • ↓ c. Ich orientiere mich an meiner Umgebung und richte die Karte danach aus.

    Richtig! Hast Du weder Kompass noch GPS-Gerät, die in einer solchen Situation helfen, können Dir markante Punkte bei der Orientierung behilflich sein. Markante Punkte sind zum Beispiel Kirchen, Wegkreuzungen, Bachverläufe oder auch Erhebungen wie Berge. Zu diesen Punkten setzt Du den eigenen Standpunkt in Beziehung und richtest die Karte danach aus. Sobald die Karte richtig ausgerichtet ist, lassen sich die Himmelsrichtungen leicht bestimmen – denn Norden ist bei einer Karte immer oben.

 

3. Auf einer Karte werden Informationen mit unterschiedlichen Farben, Linien, Flächen und Symbolen dargestellt. In der Legende sind alle Symbole aufgelistet und erklärt. Ohne zu spicken – für was steht dieses Symbol?

  • ↓ a. Ausgrabungen

    Falsch! Das Symbol für Ausgrabungen sieht folgendermaßen aus:

  • ↓ b. Sessellift

    Richtig! Sessellifte werden anders dargestellt wie Gondeln, da diese häufig nur im Winter mit Ski benutzt werden können.

  • ↓ c. Materialseilbahn

    Falsch! Eine Materialseilbahn sieht so aus:

 

4. Du planst eine Tour im Bayerischen Fünfseenland. Dabei geht es Dir erst einmal darum, wie weit die Nordspitze vom Starnbergersee vom Südende des Ammersees entfernt ist. Mit dem Lineal misst Du 35 Zentimeter auf Deiner KOMPASS-Karte. Die Karte hat einen Maßstab von 1:50.000.
Wie groß ist die Entfernung in Wirklichkeit?

  • ↓ a. 17,5 Kilometer

    Richtig! Bei einem Maßstab von 1:50.000 entspricht ein Zentimeter auf der Karte, 500 Metern in der Realität. Bei 35 Zentimetern, die jeweils 500 Metern entsprechen, ergeben sich 17.500 Meter, also 17,5 Kilometer.

  • ↓ b. 1,7 Kilometer

    Falsch! Da hat sich ein Rechenfehler eingeschlichen.

  • ↓ c. 15,7 Kilometer

    Falsch! Da hat sich ein Rechenfehler eingeschlichen.

 

5. Auf den folgenden Kartenausschnitten der Karte Alpenwelt Karwendel siehst Du zwei Hänge abgebildet. Bitte beachte nur die Südhänge.
Welcher Hang ist steiler?

   

  • ↓ a. Der Hang der Soiernspitze

    Falsch! Um den Grad der Steigung zu bestimmen, betrachtet man, wie nahe die Höhenlinien beisammenstehen. Am Südhang der Soiernspitze sind diese weiter voneinander entfernt als am Südhang der Südl. Sonnenspitze. Es gilt, je weiter die Höhenlinien auseinanderliegen, desto flacher ist es. Du kannst hier also ablesen, dass der Hang der Südl. Sonnenspitze steiler ist.

  • ↓ b. Der Hang der Südlichen Sonnenspitze

    Richtig! Hier liegen die Höhenlinien näher beisammen als am Südhang der Soiernspitze. Das bedeutet, dass dieser Hang steiler ist. Denn es gilt, je enger die Höhenlinien beisammen liegen, desto steiler ist das Gelände.

  • ↓ c. Der Unterschied der Steigung der Hänge ist auf diesen Kartenausschnitten nicht abzulesen

    Falsch! Die Steigung lässt sich als der Relation der Höhenlinien zueinander ablesen. Je näher die Höhenlinien beisammenstehen, desto steiler ist ein Hang.

 

6. Es ist auf jeder Wanderkarte angegeben: Was bedeutet eigentlich Äquidistanz?

  • ↓ a. Den Kreuzungspunkt von Höhenlinien

    Falsch! Höhenlinien kreuzen sich nie! Äquidistanz bedeutet also etwas anderes. Überlege noch einmal.

  • ↓ b. Der Abstand der Höhenlinien voneinander

    Richtig! In der Kartografie wird damit der Höhenunterschied zweier benachbarter Höhenlinien bezeichnet. Die Äquidistanz ist in einem Kartenblatt typischerweise immer gleich. Typische Äquidistanzen bei Landkarten sind 10, 20, 50 oder 100 Meter.

  • ↓ c. Die Äquipotentialfläche der Kartenobjekte

    Falsch! Äquipotentialfläche ist ein Begriff der Elektrostatik bzw. Erdmessung und bezeichnet die Menge aller Punkt gleicher potentieller Energie eines Probekörpers in einem Potential. Dies hat nichts mit Landkarten zu tun.

 

7. Höhenlinien helfen nicht nur, die Steigung zu bestimmen. Auch die Geländeform lässt sich daran ablesen. In diesem Fall liegt ein imaginärer Berg vor. Wo würde am wahrscheinlichsten ein Bach vom Gipfel hinabfließen?

  • ↓ a. Richtung Osten

    Falsch! Der Osthang hat zwar eine Neigung bergab, allerdings fließt ein Bach meist in einem Graben oder einer Schlucht. Die Höhenlinien geben Hinweise, wo sich eine solche befinden könnte.

  • ↓ b. Richtung Westen

    Falsch! Hier deuten die Höhenlinien zwar eine „Schlucht“ an, es gibt aber eine andere Stelle, bei der ein Bach wahrscheinlicher wäre.

  • ↓ c. Richtung Süden

    Richtig! Die Höhenlinien geben einen Hinweis, dass sich am Südhang ein Graben oder eine Schlucht befindet. Denn die Höhenlinien liegen dort eng beieinander, was bedeutet, dass das Gelände dort steiler ist. Zur Seite sind die Höhenlinien weiter auseinander, was Bergrücken andeutet. Dadurch ergibt sich eine Schlucht oder ein Tal. Und in solchen fließt meistens ein Bach, der diesen Graben ausgehöhlt hat. Ein wahrscheinlicher Bachlauf sieht also folgendermaßen aus:

 

8. Die meisten Karten haben eine sogenannte Schummerung. Dies ist eine Grauschattierung bzw. Flächentönung, mit der auf einer Karte ein räumlicher Eindruck der Landschaft geschaffen werden soll. Durch eine Schummerung können also Berge plastischer dargestellt werden. Dabei gilt: je dunkelgrauer eine Fläche ist, desto steiler ist das Gelände. Der „Schatten“ entsteht meist durch Beleuchtung einer imaginären „Sonne“.  Aus welchem Winkel sind die KOMPASS-Karten (und auch die meisten anderen Karten) beleuchtet?

  • ↓ a. Nordost

    Falsch! Knapp daneben. Probiere es noch einmal.

  • ↓ b. Süden

    Falsch! Das klingt zwar logisch, da die Sonne über den Tag hinweg am meisten aus Süden scheint, ist aber falsch.

  • ↓ c. Nordwest

    Richtig! Bei KOMPASS-Karten kommt die „Sonne“ aus Nordwest. Genauer gesagt, aus 315°.

 

9. Welchen Maßstab würde ein Kartograph sinnvollerweise für einen Stadtplan verwenden?

  • ↓ a. 1:50.000

    Falsch! Bei einem solchen Maßstab können Straßennamen nicht mehr dargestellt werden. Dieser Maßstab eignet sich besser für Darstellungen ganzer Regionen, Fahrradkarten und Wanderkarten.

  • ↓ b. 1:25.000

    Falsch! Dieser Maßstab gilt als „Idealmaßstab“ für das Wandern. Zwar wird das Gelände sehr genau dargestellt, für die Darstellung eines Stadtplans reicht es aber nicht.

  • ↓ c. 1:10.000

    Richtig! Die meisten Stadtpläne haben einen Maßstab von 1:10.000 oder ähnlich. Straßen, Gebäude und wichtige Informationen lassen sich bei diesem Maßstab gut abbilden.

 

10. Ralf wandert gerne! Und diesmal plant er eine Tour am Spitzingsee. Doch wie berechnet man die Wanderzeit für eine bestimmte Tour anhand einer Karte? Hier siehst Du eine einfache Tour aus dem Wanderführer Tegernsee Schliersee. Die Strecke der Tour beläuft sich auf 10 Kilometer und man hat 150 Höhenmeter (150 Hm hoch und 150 Hm runter) zu bewältigen. Gehen wir davon aus, dass Ralf 3 Kilometer in der Stunde und 300 Höhenmeter in der Stunde bergauf bzw. 600 Höhenmeter in der Stunde bergab schafft.
Wie lange braucht er für diese Tour?

  • ↓ a. 3 Stunden und 43 Minuten

    Richtig! Die Zauberformel, mit der eine Wegzeit kalkuliert werden kann, berechnet sich aus den Kilometern (horizontale Entfernung) und den Höhenmetern (vertikale Entfernung). Die für diese Entfernungen ermittelten Zeiten werden addiert, wobei der kleiner Wert zuvor halbiert wird.
    Mit den Angaben von oben lässt sich 3:20 h für die horizontale Strecke ausrechnen. Für die Höhenmeter benötigt Ralf 0:45 h (0:30 h für die Höhenmeter hoch, 0:15 h für die Höhenmeter bergab).
    In die Formel eingesetzt, ergibt sich die Gesamtgehzeit von 3 Stunden 43 Minuten.
    3:20 + (0:45 / 2) = 3:20 + 0:23 = 3:43 h

  • ↓ b. 2 Stunden und 17 Minuten

    Falsch! Die Formel, nach der die Gehzeit berechnet wird, setzt sich aus den Gehzeiten für die Kilometer und die Höhenmeter zusammen. Dabei wird der kleinere Wert halbiert und zum größeren addiert.

  • ↓ c. 3 Stunden und 9 Minuten

    Falsch! Taschenrechner noch einmal anschalten und erneut probieren.

 

11. Kommen wir zur Masterfrage: Hier siehst Du einen Kartenausschnitt, bei dem einige Informationen fehlen. Kannst Du den Berg trotzdem erkennen?

Wanderkarte KOMPASS

  • ↓ a. Fichtelberg

    Falsch! Kleiner Tipp, auf dem Fichtelberg sind keine Gletscher zu finden. Der Fichtelberg (1214 m) ist übrigens der höchste Berg im Erzgebirge in Sachsen. Zur Wanderkarte Westliches Erzgebirge

  • ↓ b. Zugspitze

    Richtig! Mit 2962 m überragt die Zugspitze alle Berge in ganz Deutschland. Sie liegt südwestlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern. Drei Gletscher (Nördlicher Schneeferner, Höllentalferner und der kleine Südliche Schneeferner) finden sich an den Felsflanken und drei Seilbahnen führen zum Gipfel. Mehr Infos zur Zugspitze oder zur Wanderkarte Zugspitze, Mieminger Kette.

  • ↓ c. Großvenediger

    Falsch! Auf den Großvenediger (3657 m), den höchsten Berg in den Hohen Tauern, gehen keine Seilbahnen. Dieser Berg kann es also nicht sein. Zur Wanderkarte Nationalpark Hohe Tauern

 

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