Tiroler Herzmomente: Von der Liebe zu den Bergen

♥ Herzlich Willkommen in Tirol ♥

„Glück ist, wenn der Verstand tanzt, das Herz atmet und die Augen lieben.“

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Manch einer findet Glück in einem uralten Brauch zur Sonnenwende, nach einem privaten Rückschlag, in den Weiten eines unberührten Naturparks – oder an einem eher ungewöhnlichen Ort für eine Wirtschaft.

Vier  Tirolerinnen und Tiroler erzählen, wohin ihr Herz sie trägt:

 

 

Feuer im Blut in der Tiroler Zugspitz Arena

© Tirol Werbung / Bert Heinzlmeier

Pünktlich zur Sonnenwende wandert Thomas Koch auf den Berg, um Feuer zu machen.

Wenn die Bergfeurer in der Nacht zur Sommerwende ihre Fackeln entzünden, erstrahlen feurige Motive wie funkelnde Kerzen, Kreuze, Blüten und Hirsche an den dunklen Bergen des Wettersteingebirges. Thomas Koch, leidenschaftlicher Bergsteiger, Familienvater und Vizebürgermeister von Lermoos, ist einer von ihnen.

Gemeinsam mit seinem Bruder plant der 38-Jährige die Feuerbilder für seine Gruppe im Talkessel von Lermoos. Um ein Motiv auf den Berg „malen“ zu können, müssen bis zu 400 Lichtpunkte am Berg gesetzt werden – ein aufwendiges Unterfangen, das gutes bergsteigerisches Können voraussetzt. „Es ist immer ein gewisser Nervenkitzel dabei. Wenn alles gut klappt, ist das ein ganz besonderer Moment“, sagt Thomas.

© Tirol Werbung / Bert Heinzlmeier

Die Sonnenwendfeuer werden nach einer alten Tradition entzündet, um böse Dämonen und Geister zu vertreiben. Bereits im 14. Jahrhundert erstrahlten die ersten, nächtlichen Lichter, heute gehören die aufwendigen Feuerbilder in der Tiroler Zugspitz Arena zum UNESCO-Weltkulturerbe. Thomas hat eine ganz persönliche Verbindung zum „Feuern“. Mit vier Jahren hat sein Vater ihn erstmals mit auf den Berg genommen, kurz darauf verstarb der Vater. „Ich war sehr stolz, dass ich so jung dabei sein durfte“, so Thomas. Seither ist kaum ein Jahr vergangen, an dem Thomas zur Sonnenwende nicht rauf auf den Berg gestiegen ist.


Infos zur Tiroler Zugspitz Arena

In der Tiroler Zugspitz Arena gibt es neben dem Wettersteingebirge einiges zu entdecken. Die Region bietet beliebte Ausflugsziele wie den Seebensee, die Sommerrodelbahn in Lermoos, den Heiterwanger See und den Freizeitpark Bichlbach. Die Berge lassen sich im Sommer sehr gut zu Fuß oder mit dem Mountainbike erkunden, im Winter finden Anfänger genauso wie Skiprofis ihre passende Abfahrt. Zahlreiche Raststätten laden zu einer genussvollen Rast ein. Eine Fahrt auf die 2.962 Meter hohe Zugspitze mit der Tiroler Zugspitzbahn ist ebenfalls ein absolutes Highlight, das Du nicht verpassen solltest. Besonders entspannt ist die Anreise, denn von der A7, A95 gelangt man von Deutschland aus auch ohne Vignette in das Gebiet.


 

Die Kunst des Weitermachens im Alpbachtal

© Tirol Werbung / Bert Heinzlmeier

Aufgeben? Keine Option für Stefan Mosach, der nach seinem Sportunfall seine Profi-Karriere als Freerider aufgeben muss.

Als sich Stefan Mosach eine Woche vor der Freeride-World-Tour die Hüfte auskugelt, sieht es übel aus. Seine Ärzte überbringen ihm die Hiobsbotschaft, er werde nie wieder mit Skiern von Felsen springen können. Aus ist der Traum von der Karriere als Freeride-Profi. Doch Stefan ist niemand, der schnell aufgibt oder sich vor Rückschlägen fürchtet. Ganz im Gegenteil, er kehrt entschlossener zurück denn je. „Er hat einfach kein Angstgefühl“, sagt seine Frau Natalie.

Egal ob Klettern, Mountainbiken oder Slackline, es gibt kaum einen Sport, den Stefan nicht ausprobiert hat. Schon als Kind liebte er es, sich im Freien zu bewegen oder turnte auf Barren und Reck – eine Sportart, die ihn vor allem eiserne Disziplin lehrte. Diese hilft ihm auch dabei, über seinen Unfall hinweg zu kommen. „Ich bin ziemlich ehrgeizig. Wenn ich etwas nicht kann, dann mache ich es solange, bis ich es kann“. Stefan konzentriert sich auf andere Interessen, entdeckt eine neue Leidenschaft darin, Skivideos zu produzieren und sich mit Werbespots und Slackline-Shows neben dem Studium der Sportwissenschaften etwas dazuzuverdienen. „Ich habe mir einfach andere Dinge gesucht, die mir Spaß machen“, erzählt er.

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Mit seinen Erfahrungen hilft Stefan heute anderen verletzten Profisportlern als Sport-Therapeut in einem Reha-Zentrum. „Durch meine eigenen Verletzungen kann ich mich gut in die Patienten hineinversetzen“, sagt der 37-Jährige. So kann er aus dem Durchlebten trotz allem etwas Positives ziehen. Heute vermittelt er seine Leidenschaft für Bewegung in den Bergen an seine kleine Tochter Eva, wünscht sich für sie jedoch ein anderes Schicksal: „Ich möchte eigentlich nicht, dass sie später Leistungssportlerin wird. Ich hoffe einfach, dass sie gerne draußen ist und Spaß hat, bei dem was sie macht“.


Infos zum Alpbachtal

Der 4.700-Einwohner-Ort Kramsach ist besonders für seine wasserreiche Landschaft bekannt und wird deshalb oftmals als „Badewanne Tirols“ bezeichnet. Das heißt im Sommer vor allem eins: jede Menge Action! Gleich fünf Seen gehören zu dem Gemeindegebiet, die im Sommer zum Baden, Kajak fahren, Rafting oder Wildwasserschwimmen einladen. Außerdem rauschen die Brandenberger Ache und der Inn durch das Dorf. Am Nordufer des Reintalersees führen zwei schöne Klettersteige mit spektakulärer Aussicht auf den Berg, an der Talstation der Sonnenwendjochbahn findet sich Österreichs höchster Hochseilgarten. Die Gemeinde befindet sich in der Region Alpbachtal-Tiroler Seenland, die als besonders familienfreundlich gilt.


 

 

Auf Streifzug durch die Natur im Nationalpark Hohe Tauern

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Der Nationalpark Hohe Trauern ist ein einzigartiges Idyll für sich. Zweimal so groß wie Berlin, erstreckt er sich über die Bundesländer Tirol, Kärnten und Salzburg. Carola Trojer kennt hier jeden Winkel.

Als „Rangerin“ arbeitet sie bereits seit 15 Jahren im Nationalpark Hohe Trauern und nimmt täglich Touristen mit auf einen Streifzug durch die Wälder oder entlang der grünen Berghügel.

Ein besonderer Höhepunkt ist es, wenn die „Big 5“ der Alpen zu sehen sind: Bartgeier, Steinadler, Steinböcke, Murmeltiere und Gämsen. „Es ist schön, wenn die Leute sagen: Das hätte ich alleine nie entdeckt. Oder wenn die Kinder staunen, wie groß die Hörner des Steinbocks sind. Das sind Momente, da blüht einem das Herz auf“, sagt Carola. Ihre Mission als Rangerin ist die Vermittlung zwischen Menschen und Natur, den Blick in die Zukunft gerichtet. „Wir müssen dafür sorgen, dass auch unsere Enkelkinder noch ein schönes Plätzchen auf der Erde haben“.

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Ihre Aufgaben als Hüterin des Parks sind dabei ebenso vielfältig wie die Pflanzen- und Tierarten, die in dem Schutzgebiet vertreten sind. Neben den Aufklärungsarbeiten führt sie auch eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen durch und ist für die Pflege des Parks zuständig. „Ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit“, sagt die 36-jährige. Eigentlich wollte sie Lehrerin werden, doch es kam anders: „Jetzt ist die Natur mein Klassenzimmer.“


Infos zum Nationalpark Hohe Tauern, Osttirol

Der Nationalpark Hohe Trauern erstreckt sich auf 1.856 m^2 unberührter Natur und zählt zu den großartigsten Hochgebirgslandschaften der Erde. Er beherbergt einige der höchsten Gipfel Österreichs, wo viele Pflanzen und Wildtiere, ursprünglich aus Zentralasien, der Arktis oder auch aus Südeuropa, leben. Zu den wichtigsten Aufgaben des Nationalparks gehört der Schutz und die Erforschung dieses einzigartigen Ökosystems. Besonders beliebte Touren führen entlang des Gletscherwegs Innerstlöß, durch den Rauriser Urwald oder durch das Ködnitztal. Das Gebiet ist frei zugänglich, es können aber auch Naturführungen auf Deutsch und Englisch oder Trekkingtouren gebucht werden.


 

 

Hochgefühle im Pitztal

© Tirol Werbung / Bert Heinzlmeier

Südlich der Verpeilspitze im Naturpark Kaunergrat liegt die Kaunergrathütte, die höchstgelegene Hütte im Pitztal. Hier arbeitet Julia Dobler.

2.817 Meter, kein Fahrweg, keine Materialseilbahn. Immer wieder bröckelt Geröll den grauen Felsen herunter. An diesem doch eher ungewöhnlichen Ort für eine Wirtschaft duckt sich die Kaunergrathütte in den Berg. Als beliebter Ausgangsort für Bergsteiger der extremeren Sorte ist sie Treffpunkt unter Hochtourengehen und Kletterern, der Klettersteig ist nur einen Steinwurf entfernt.

Julia Dobler, der „gute Geist“ der Kaunergrathütte, versorgt ihre Gäste bereits seit neun Jahren mit Charme und Humor und beweist, dass selbst in dieser rauen, unwirtlichen Extremlage Schönheit und Erholung zu finden sind. Den Schnickschnack und die Bequemlichkeit der tieferen Lagen braucht sie nicht. „Wir haben nur die Berge“, sagt Julia Dobler und blickt zufrieden auf ihr kleines Reich. Damit ist sie nicht allein. Immer mehr Frauen treten in ihre Fußstapfen, sagt sie stolz. Auch, wenn sich bereits die alltäglichen Dinge, wie beispielsweise die Lebensmittellieferungen, als eher schwierig gestalten. Oft bleibt nur der dreistündige Aufstieg zu Fuß oder der Anflug mit dem Hubschrauber. „Ich brauche schon mal eine Hubschrauberladung Blumen“, erzählt die Hüttenwirtin.

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Als Julia mit 20 Jahren angefangen hat, war sie die jüngste Hüttenwirtin Österreichs. Heute sind auch ihr Sohn Leo und Familienhund Aisha mit dabei. „Die Gäste schätzen das familiäre Ambiente und das gute Essen“, sagt Julia. Wenn der Herbst die kleine Familie wieder ins Tal zieht, dreht sie sich bei der Moräne noch einmal um und blickt zur Kaunergrathütte hoch. „Bis zum nächsten Jahr“, sagt sie dann.


Infos zum Pitztal

Inmitten der Ötztaler Alpen, am Fuße von Österreichs zweithöchstem Berg, liegt das Pitztal. Hier, zwischen Imst und Roppen, wo der Inn durch eine tiefe Schlucht fließt, zweigt das Pitztal nach Süden ab. Zuerst geht es durch die wilde Pitzenklamm bei Arzl, dann weitet sich das Tal rund um das Örtchen Wenns. Am Fuß des Hochzeiger, ein bei Skifahrern und Wanderern beliebter Berg, teilt sich das Tal in die Pillerhöhe, die ins Kaunertal abzweigt, und das schmale, hochalpine Innerpitztal. Die Reise entlang der Pitze sorgt bei Bergsteigern und Wanderern für Hochgefühle.


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