Brodelnder Vulkan: Die Entstehung Lanzarotes

Lavafelder, tiefe Krater und Vulkanberge – noch heute sieht man der Landschaft auf Lanzarote an, dass die Insel vulkanischen Ursprungs ist.

Wie entstand eigentlich Lanzarote und wer war zuerst da? So manches Rätsel um Lanzarotes Geschichte ist noch nicht gelüftet. Dafür lüftet sich das ein oder andere Geheimnis, wenn man einen Blick in die Kochtöpfe wirft. Oder wissen Sie, was sich hinter Gofio, Puchero oder Potaje verbirgt?

Zur Entstehung Lanzarotes

Kaum noch angezweifelt werden The­orien, dass sich im Erdmantel riesige Kontinentalplatten gegeneinander verschieben, wobei es zu Stauchungen und Zerrungen an den Stirnseiten der Platten kommt. So stieß die von der Atlantischen Platte abdriftende Afrikanische Platte auf die Asiatische Platte, es kam zu Bruchbildungen im Bereich der heutigen Kanarischen Inseln. Das alles geschah vor etwa zwanzig Millionen Jahren, als sich Fuerteventura aus dem Meer erhob. Einzelne Schollen aus dem untermeerischen Bruchgebiet wurden nach oben gedrückt, andere wiederum nach unten. Mit Lanzarote geschah etwa vier Millionen Jahre später das Gleiche.

Nachdem Fuerteventura (20 Mio. Jahre alt) und Lanzarote (16 Mio. Jahre alt) aus dem Meer aufgetaucht waren, drückte flüssiges Magma entlang der Bruchstellen aus dem Erdinneren nach oben und überzog die neu entstandenen Inseln mit Eruptionsgestein. Aus einer Vielzahl von Kratern floss immer neues Magma (Lava) an die Erdoberfläche, verteilte sich über die Inseln und hinterließ eine Mondlandschaft aus Vulkanen. Diese Vulkane wurden seit ihrer Entstehung vor 20 bzw. 16 Mio Jahren zu unterschiedlichen Zeiten (zuletzt 1824 auf Lanzarote) aktiv und veränderten ihrerseits durch Eruptivmaterial (Lava, Asche, Gestein) ihre Umgebung.

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