Der in Rheinland-Pfalz gelegene Pfälzerwald ist das größte Waldgebiet Deutschlands. Es liegt westlich des Rheins und der Weinstraße und ist von einem recht milden und angenehmen Klima geprägt. Der Naturschutz spielt in der Region eine wichtige Rolle: Der ehemalige Naturpark Pfälzerwald ist Teil des von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vosges du Nord geworden. Die auffallenden Gesteinsschichten aus Buntsandstein prägen die Geologie des Pfälzerwalds und sorgen für schöne Naturdenkmäler. Die rötlichen bis rostbraunen Farbtöne des Gesteins bilden vor allem mit den frischen Frühlingsblättern einen schönen Kontrast.

Der Frühling ist die Zeit, wenn die Natur aus dem kalten Winter erwacht. Die Blätter der Bäume sprießen, die Blüten blühen und Vögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück und brüten. Auch Wanderer sind in den Frühjahrsmonaten wieder in der Natur und auf den zahlreichen Wanderwegen des Pfälzerwalds unterwegs und Fahrradfahrer holen ihre Fahrräder aus dem Keller und radeln durch die Hügellandschaft der Region. Auch Kletterer sind an den vielen Felsen unterwegs – allerdings sollten sie sich vorher informieren, welche Felsen zu dieser Jahreszeit gegebenenfalls noch gesperrt sind.

Die Buntsandsteinfelsen prägen nicht nur das Landschaftsbild des Pfälzerwalds, sondern sind auch ein Brutgebiet für Wanderfalken. Um die Vögel während der Brutzeit nicht zu stören, sind einige der Felsen von Januar  bis Juni für Kletterer gesperrt.

Rehberg und Rehbergturm

Vom Rehbergturm aus haben Frühlingswanderer einen besonders schönen Ausblick. Der 577 Meter hohe Rehberg liegt im Dahner Felsenland bei Annweiler, nur wenig westlich von der Weinstraße. Der Panoramablick vom Aussichtsturm ist wohl das beeindruckendste der ganzen Pfalz. Vom Rehbergturm kann man Annweiler, die Burg Trifels, den Pfälzerwald im Norden und die Rheinebene im Osten blicken. Richtung Süden geht der Blick bis ins Elsass hinein.

Oberhalb der südpfälzischen Kleinstadt Annweiler erhebt sich die Burg Trifels. Die Reichsburg steht auf dem 494 m hohen Sonnenberg, einem dreifach gespaltenen Buntsandsteinfelsen. Im Frühling sind Wanderungen in dieser Gegend besonders schön – zwischen dem frischgrünen Laub heben sich die Burgruinen gut hervor.

Aber auch im restlichen Gebiet des Pfälzerwalds lohnen sich Wanderungen schon im Frühjahr. Im Norden liegen der Otterberger Wald und der Stumpfwald. Südlich davon befindet sich der Mittlere Pfälzerwald. Westlich und südlich von Neustadt an der Weinstraße erstreckt sich die Haardt, also der Ostrand der Pfalz. In der Haardt findet ihr auch die höchste Erhebung im Pfälzerwald: die Kalmit, 672 m über dem Meeresspiegel. Beim Wandern in dem schmalen Mittelgebirgszug der Haardt fallen weitere markante Sechshunderter-Gipfel ins Auge: der Taubenkopf, der Hochberg, die Hohe Loog und Blättersberg. Alle diese Gipfel können bestiegen werden und versprechen – vor allem im Frühling, wenn das Blätterdach noch nicht wieder ganz voll ist – tolle Aussichten über die Region. Aber auch das Wandern östlich von Pirmasens, durch das Wasgau und den Mundatwald ist besonders im Frühjahr einfach herrlich.

Wanderungen, Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte im Frühjahr

Wanderungen durch den Pfälzerwald führen auf Wegen durch die beeindruckende Natur. Dabei geht es von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt, von Burg zu Burg, von Ruine zu Ruine, von Felsen zu Felsen und von Ritterstein zu Ritterstein. Bei Letzteren handelt es sich um Steinmarkierungen, die geschichtlich interessante Stellen kennzeichnen.

Bei milden Frühlingstemperaturen fällt das Wandern mitunter leichter als im heißen Hochsommer. Ein Besuch im Pfälzerwald zur Lenzzeit lässt sich auch hervorragend mit einer Tour entlang des Pfälzer Mandelpfads in dem benachbarten Pfälzer Weinbaugebiet verbinden.