La Gomera ist eine der kleineren Inseln der Kanarischen Inseln und ein wunderbarer Kontrast zu den touristischen Zentren auf Teneriffa oder La Palma. Die Insel hat zwar nur einen Durchmesser von zweiundzwanzig Kilometern, das vulkanische Zentralmassiv im Inselinneren erhebt sich jedoch bis auf eine Höhe von 1.487 Meter. Schluchten mit Terrassenfeldern und Bananenplantage ziehen sich vom Inselinneren bis zur Küste. Letztere ist meist felsig und steil und bietet nur wenige Strände. Doch zum Badeurlaub kommen sowieso nur die wenigsten Touristen auf die Kanareninsel. Wanderungen durch die grünen Täler der Insel, zu Felsformationen mit grandioser Aussicht und auf steile Berge – deshalb kommen Urlauber nach La Gomera.

Unterwegs auf La Gomera

Das milde Klima der Kanaren lädt das ganze Jahr über zum Urlauben ein. Doch gerade das Frühjahr hat seinen besonderen Reiz. Selbst für die grundsätzlich ruhigen Verhältnisse auf La Gomera ist es während der Frühlingsmonate nahezu menschenleer. Die Überwinterer sind bereits wieder abgezogen und die Sommerurlauber kommen erst in einigen Monaten auf die Insel. Neben der Ruhe laden auch die sehr milde Temperaturen zum Wandern ein. Obwohl es auf den Kanarischen Inseln keinen wirklichen Winter gibt, trifft man im Anschluss an die Wintermonate während der Wanderungen immer wieder auf Spuren des Frühjahrs: viele Pflanzen stehen in voller Blüte und auch kleine Wasserläufe sind noch nicht ausgetrocknet.

Die Wanderwege auf der Insel sind sehr gut beschildert, auch das erhältliche Kartenmaterial ist wirklich gut. Einen guten Überblick über das bergige Herz der Insel bekommt man im Besucherzentrum von Juego de Bolas. Da die Insel recht klein ist, sind praktisch alle Ziele mit Tagestouren zu erreichen.

Auf La Gomera gibt es auch ein recht gut ausgebautes Busnetz, so dass man auf längeren Wanderung für den Rückweg den Bus nutzen kann. Ansonsten können die Ausgangspunkte der Wanderungen auch immer gut mit dem Mietwagen erreicht werden.

Die schönsten Wanderungen im Frühjahr

Eine der schönsten Touren führt in den Nationalpark Garajonay. Der Wald des Nationalparks besteht aus märchenhaften Lorbeerbäumen und knorrigen, moosbewachsenen Bäumen. An den kühlen Vormittagen des Frühlings hängen oft noch Nebenschwaden über dem immergrünen Wald und in den Tälern. Meisten reißt die Wolkendecke im Laufe des Tages auf, doch manchmal bleiben die Wolken an den Höhenrücken hängen und man wandert buchstäblich mit dem Kopf in den Wolken.

Gute Ausgangspunkte für eine Wanderung zum Alto de Garajonay, dem höchsten Berg der Insel, sind der Ort Imada und die Laguna Grande. Vom Gipfel kann man bei gutem Wetter die gesamte Insel überblicken und wenn das Wetter besonders klar ist, entdeckt man sogar die Nachbarinseln Teneriffa und Gran Canaria am Horizont.

Eine weitere schöne Tagestour im Frühjahr beginnt in Vallehermoso im Norden der Insel. Der Rundweg durch das Tal führt über Rosas de las Piedras, wo das Ufer des Sees im Frühling in voller Blüte steht.

Der Westen von La Gomera bietet ein ganz anderes Bild als das grüne Inselinnere. Felsen, Palmen, Sträucher und Kakteen prägen hier die Landschaft. Von Alojera führt der Weg nach Epína und über Tazo wieder zurück zum Ausgangspunkt. Einmal quer durch das Innere der Insel kann man hingegen von Chipude nach La laja wandern.

Als Verpflegung für die Wanderungen benötigt man eigentlich nur Wasser und vielleicht etwas Obst oder Snacks. Denn selbst in den kleineren Dörfern entlang des Weges bekommt man leckere Tapas für den kleinen Hunger zwischendurch. Zum Abendessen kehrt man am besten in eines der zahlreichen Restaurants entlang der Küste oder im Valle Gran Rey ein.

 

MEHR ZUM THEMA: La Gomera

» 5 Gründe für einen Wanderurlaub auf La Gomera