Wandern am Vierwaldstättersee

Eingebettet in das wunderschöne Bergpanorama der Schweizer Voralpen liegt der Vierwaldstättersee, an dem die Stadt Luzern sowie die beliebten Ferienorte Weggis und Vitznau liegen. Wandern wird in der Region um den Vierwaldstättersee, der Heimat Wilhelm Tells, großgeschrieben! Kaum eine andere Region ist so abwechslungsreich, bietet dem Wanderer auf kleinem Raum so viele Möglichkeiten wie die Zentralschweiz mit ihren Seen, Wäldern, Alpen, aussichtreichen Bergen und historischen und mythischen Stätten.

Das gut ausgebaute Wegenetz rund um den Vierwaldstättersee umfasst gemütliche Wanderungen entlang von Bächen, Seeufern und durch Moorlandschaften genauso wie anspruchsvolle Touren über die Höhen zu Berggasthäusern, zu Alpen, wie die Almen in der Schweiz genannt werden, und Gipfeln.

Vielerorts nehmen Seilbahnen dem Wanderer die Mühen des Auf- oder Abstiegs ab, laden Berggasthäuser oder Alphütten zur Einkehr. Auch ein Rundgang durch Luzern, eine der schönsten Städte der Schweiz, darf nicht fehlen. Das vorbildlich ausgebaute öffentliche Verkehrssystem ermöglicht problemlos Streckenwanderungen, auf das eigene Auto kann man verzichten. Bis auf eine Ausnahme sind alle Wanderungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut machbar.

Deine Wanderführer in der Region

Touren in der Region Vierwaldstättersee

1

Vier-Seen-Wanderung Trübsee – Melchsee-Frutt

gratis
16 km
04:30 h
554 hm
450 hm
Vier Seen, drei Kantone, zwei Hochtäler, sieben Berggasthäuser, drei grosse Alpen mit hunderten Kühen, eine Kette von Dreitausendern als Panorama – der Weg ist rekordverdächtig.Auch das Angebot an Aufstiegshilfen ist gross, so kann die beschriebene mittelschwere Variante leicht verlängert oder verkürzt werden. Wer weiter gehen will, kann von der Talstation in Engelberg zum Trübsee aufsteigen, eine für Kinder geeignete Tour startet entweder am Jochpass oder an der Talstation des Sesselliftes Engst­len­­alp.
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2

Fürenalp – Blackenalp Alpen im Engelberger Hochtal

gratis
13,3 km
03:40 h
143 hm
909 hm
Im ersten Teil wandern Sie auf dem Panoramaweg von Fürenalp über Äbnet zum prächtigen Stäuber-Wasserfall. Ein lohnender Abstecher führt Sie zur Blackenalp im Talschluss am Fuss des Blackenstocks, bevor Sie, vorbei an mehreren Gasthäusern, der Aa entlang zur Talstation der Luftseilbahn zurückkehren.
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3

Ennethorw – Alpnachstad Die Bergetappe des Waldstätterweges

gratis
9,3 km
03:15 h
514 hm
520 hm
Nach steilem Aufstieg wandern Sie durch Bauernland auf einer Terrasse zwischen See und Pilatus zur Renggkapelle und auf historischem Weg hinauf zum Renggpass, früher ein wichtiger Übergang zum Schweizer Mittelland. Durch Wald geht’s anschliessend hinunter zum See und diesem entlang nach Alpnachstad.
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4

Brüsti – Gitschenberg Über der Reusstalebene

pro
8,3 km
03:00 h
430 hm
586 hm
Das Brüsti oberhalb von Attinghausen ist ein beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen. Die Tour führt über die Aussichtspunkte Chraienhöreli und Alp Grat hinunter zur Alp Gitschitaler Boden. Der folgende Waldpfad zur einsamen Alp Hon­egg verlangt Trittsicherheit, bei höherer Schmelzwasser­führung im Frühjahr kann die Überquerung der Seitenbäche schwierig bis unmöglich sein. In diesem Fall folgen Sie den Wegweisern Seedorf über die Alpstrasse.
5

Krienseregg – Hergiswald Zur Wallfahrtskirche am Fusse des Pilatus

pro
8,1 km
02:15 h
203 hm
464 hm
Am Fusse des Pilatus wandern Sie durch die von der Eiszeit geprägte Landschaft mit Wäldern, einzelnen Hütten und Höfen, Mooren und Weihern vom Krienseregg über das Würzenegg mit weiter Aussicht bis zur sehenswerten Wallfahrtskapelle Hergiswald.
6

Beckenried – Treib – Rütli Durch die wilde Schlucht zum Urner See

pro
14 km
04:50 h
466 hm
468 hm
Auf der Uferstrasse gelangen Sie zur romantischen Risletenschlucht mit dem grossen Wasserfall am Ausgang. Auf historischem Weg queren Sie den Stützberg und wandern über Volligen zur Treib mit Schiffsanlegestelle, Standseilbahn und altem Gasthof. Über die hoch gelegenen Höfe von Rüti erreichen Sie am Ende das Rütli, wo die Eidgenossenschaft im Jahr 1291 ihren Anfang nahm.
7

Stoos: Gratwanderweg Vom Klingenstock zum Fronalpstock

pro
4,9 km
02:40 h
242 hm
223 hm
Ein viel begangener Gratweg verbindet die Bergstationen der Sessellifte Klingenstock und Fronalpstock. Er ist gut ausgebaut, gefährliche Stellen sind durch Ketten gesichert, an steilen Passagen wurden Stufen angelegt, insgesamt sind es über 1000. Zahlreiche Sitzbänke laden zum Verweilen ein, das Bergrestaurant Fronalpstock mit seiner grossen Aussichtsterrasse zur Einkehr.
8

Urwaldweg Bödmeren Urtümlicher Bergwald im Karstgebiet

pro
11 km
03:15 h
259 hm
259 hm
Der als Urwaldweg ausgeschilderte Rundweg führt auf breiten Wegen zu verschiedenen Alpen und auf einem Bergweg durch die bewaldete Karstlandschaft am Äbnenmattstock und Roggenstöckli. In der von Gräben und Brüchen durchfurchten Karstlandschaft wach­sen säulenartige Fichten, verwitterte Bergföhren und weisse Moorbirken, der Boden ist bedeckt mit Moosen, Farnen und Heidelbeeren, dazwischen ragen bizarr geformte Kalkfelsen heraus. Besonders eindrücklich ist die Runde während des Bergfrühlings im Juli und zur Herbstzeit, wenn sich das Pfeifengras orange verfärbt und die Heidelbeerblätter rot leuchten.

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Highlights in der Region Vierwaldstättersee

Wandern am Vierwaldstättersee: Porträt

Dieses Juwel der seenreichen Schweiz liegt am Übergang vom Gebirge zum Mittelland. Das gebirgige Land um den verzweigten Vierwaldstättersee ist reich an landschaftlichen Schönheiten und historischen Sehens­würdigkeiten, es bildet das Herz der Eidgenossenschaft, historisch und geografisch.

Berge, Alpen, Wälder, Täler und Seen prägen die Urkantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden; Pilatus, Fronalpstock, Brienzer Rothorn, Stanserhorn oder die Rigi sind berühmt wegen ihrer herrlichen Aussichten. Südlich des Vierwaldstättersees erheben sich die Unterwaldner Voralpen und die Urner Alpen, durch das Reusstal und über den St. Gotthard führt die wichtigste Nord-Süd-Verbindung, öst­lich des Sees liegen die Schwyzer Voralpen mit ihren Gebirgstälern, bewaldeten Bergrücken, Alpen und Berggipfeln. Bei der Alp Älggi im Kanton Obwalden liegt der geografische Mittelpunkt der Schweiz, rund um den Urnersee finden sich die Stätten des Tell-Mythos, hier gründeten 1291 die Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden (Ob- und Nidwalden) die Eidgenossenschaft, 1332 schloss sich Luzern an.

Die Landwirtschaft hat zwar noch eine grössere Bedeutung als in der übrigen Schweiz, auch werden in den katholischen Urkantonen Bräuche und Traditionen wie der Tell-­Mythos hochgehalten, trotzdem ist der Tourismus auch in dieser Region der wichtigste Wirtschaftszweig. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann hier die Erschliessung der Alpen, Luzern und der Vierwaldstättersee wurden zum bevorzugten Reiseziel der Oberschicht, die prächtigen Hotels aus den Belle-Époque-Jahren zeugen heute noch davon.

Vierwaldstättersee: Klima und Reisezeit

Das grossräumig vorherrschende ge­mässigte Übergangsklima wird durch das Gebirge zum Teil stark verändert, es wird vielfältiger mit oft grossen Unterschieden auf kleinem Raum, z. B. zwischen Sonn- und Schattseite, generell gilt: Je höher, desto kälter. Durch den Staueffekt sind die Niederschläge überdurchschnittlich hoch, in den Föhntälern und am Vierwaldstättersee treibt dieser warme, trockene Fallwind die Temperaturen nach oben. Weil zudem die ausgleichende Wirkung des Wassers die Winterfröste verhindert, gedeihen an den Ufern des Sees Palmen, Zypressen, Feigen und Opuntien und geben ihm ein mediterranes Flair. Richtung Höhe quert man die typischen Höhenstufen vom Laub- über Misch- zum Nadelwald. Das Kulturland reicht jedoch weit hinauf: In höheren Lagen finden sich Alpen und steile Bergwiesen, Planggen, die von Wildheuern gemäht werden.

Das Klima bestimmt auch die Wanderzeit: In den Tälern und am See kann man vom April bis Oktober gut wandern, mit der Höhe grenzt sich die Zeit auf die schneefreien Monate Juni bis September ein.

Rund um den Vierwaldstättersee: Luzern und seine Hausberge

Luzern – Beinamen wie „das Tor zum Süden“ oder „Riviera der Schweiz“ rühmen die zauberhafte Lage der Stadt. Am Fluss, am See, an der Schnittstelle von Alpen und Mittelland, an der Gotthardroute in den Süden – Luzern liegt schön und günstig. Es wurde zur Brückenstadt, zur Markt- und Messestadt, zur Fremdenverkehrsstadt, zur italienischsten Stadt nördlich der Alpen, katholisch geprägt.

Auch die friedliche Geschichte seit dem Mittelalter ist ein Glücksfall. Die kurz nach 1400 vollendeten Schutzmauern dienten immer nur der schönen Aussicht auf die Altstadtgässchen aus dem 14. Jahrhundert, den trutzigen Turm im Wasser, die zwei historischen Holzbrücken, die Renaissance- und Barockgebäude, die Fin-de-Siècle-Seepromenade, den Vierwaldstättersee und die schneebedeckten Alpengipfel dahinter. Von den Zerstörungen von aussen blieb Luzern verschont, verheerende Brände und die Technik veränderten jedoch auch hier das Stadtbild – aus der Holzstadt wurde eine Steinstadt, die abwehrende, geschlossene Häuserzeile zum See hin bekam Lücken, mit dem Bau der Uferpromenaden, den Quais, im 19. Jahrhundert orientierte sie sich endgültig zum Wasser hin. Die einstigen zwei Zentren zu beiden Seiten der Reussbrücke, das Kloster St. Leodegar am Hof und der Markt sind längst zusammengewachsen, die Nobelhotels läuteten im 19. Jahrhundert einen Tourismusboom ein, der – zwar unterbrochen von Kriegen und Krisen – bis heute andauert. Denn Luzern bietet das, was Touristen schätzen: Eine funktionierende alte Mittelstadt, sorgsam gepflegt aber nicht nur konserviert, eingebunden in die Region mit einem Kulturangebot von internationalem Rang und einer einzigartigen Kulisse zum Staunen.

Drei Berge sind seit alters mit der Stadt verbunden: Rigi, Bürgenstock und der Pilatus. Im 19. Jahrhundert wurden sie zu touristischen Ausflugszielen erster Güte, wobei die Kombination zwischen Schiff, Bahn und Wandern besonders reizvoll ist.

Pilatus

Der Pilatus wird gern als der eigentliche Hausberg der Stadt bezeichnet, seine markante Silhouette gehört zur Stadt, obwohl er überwiegend auf dem Gebiet des benachbarten Kantons Nidwalden steht. Mit der Erschliessung durch die Pilatusbahn 1889 und die Luftseilbahn 1956 wurde der früher wegen der heftigen Gewitter gefürchtete Berg zum beliebten Ausflugsziel für Touristen aus der ganzen Welt. Die Pilatusbahn ist die steilste Zahnradbahn der Welt, sie überwindet mit einer speziellen Konstruktion auf 4,3 km 1629 Höhenmeter bei einer maximalen Steigung von 48 %.

Bürgenstock

Seit dem 14. Jahrhundert besitzt Luzern ausgedehnte Waldungen für seinen Holzbedarf am Südufer des Vierwaldstättersees, die Exklave Bürgenstock. Der Hang fällt hier 150 m fast senkrecht zum See hin ab, ein hervorragender Aussichtspunkt, dessen touristische Erschliessung 1873 mit der Eröffnung des Grandhotels begann. Als Aufstiegshilfe und besondere Attraktion dient bis heute der Hametschwand-Lift, mit 162 m der höchste frei stehende Aufzug Europas.

Rigi

Der kleine Gebirgszug am Ostufer des Vierwaldstättersees mit seiner abwechslungsreichen Landschaft, den Wäldern, Wiesen und der einmaligen Rundsicht war seit dem 16. Jahrhundert Ziel von Besuchern. Den Wallfahrern folgten die Naturbegeisterten, der grosse Ansturm setzte 1871 ein, als Europas erste Zahnradbahn ihren Betrieb aufnahm – eine Sensation, der Bergtourismus für die Massen nahm hier seinen Anfang. Der Boom dauerte bis zum Ersten Weltkrieg, nach Kriegen und Krisen im 20. Jahrhundert entwickelten sich Pilatus und Titlis zu neuen Publikumsmagneten, auf der „Königin der Berge“ ist es etwas ruhiger geworden, geblieben ist ein Hauch von Nostalgie.