Wandern auf Madeira

Hohe Berge, steile Küstenhänge und zerklüftete Vulkanlandschaften ­– Madeira scheint wie für das Wandern geschaffen. Die Hauptinsel der Inselgruppe Madeira lässt sich prima zu Fuß erkunden und bietet Wanderungen verschiedenster Höhenlagen und Schwierigkeitsgrade vor einer traumhaften Kulisse.

Es sind vor allem die Wanderungen durch die Gebirgslandschaft und entlang der Levadas (künstliche Wasserkanäle), welche die wahre Schönheit der Insel erschließen. Wandere mit offenen Augen, dann wirst Du viel über die vielfältigen Facetten und unterschiedlichen Gesichter dieser bezaubernden Insel kennenlernen.

Mehr als eine Million Besucher, und die Zahl ist stetig steigend, finden sich jährlich hier aus fast der ganzen Welt ein. Sie genießen die Vorzüge der Insel sowie die Mischung aus Südeuropa, mediterranem Flair und Kolonialstil. Wandern auf Madeira bietet vielfältige Abwechslung, bedingt vor allem durch den Kontrast der Landschaften. Zwischen Kultur und Natur mit den jahrhundertealten Kulturterrassen, dem einzigartigen Lorbeerwald, den schroffen und bizarren Gebirgen sowie den einsamen und urwüchsigen Tälern. Trotz der teilweise schwer zugänglichen Topografie lässt sich die Insel entlang der Levadas relativ bequem erkunden.

Romantiker finden sich frühmorgens auf der Aussichtsplattform am Pico Arieiro ein, um den Sonnenaufgang zu genießen, und abends an der Ponta do Sol, um die Sonne im Meer untergehen zu sehen.

Wer „nur“ flanieren möchte, dem stehen herrliche Anlagen wie der Botanische Garten oder der Palheiro-Park in Funchal zur Verfügung, die ein tropisches Ambiente zu allen Jahreszeiten bieten. Die Hauptstadt Madeiras lockt zudem mit zahlreichen historischen Gebäuden, Markthallen mit dem bunten Gemüse- und Fischmarkt und geselligen Abenden mit traditioneller Musik oder einer Capoeira-Aufführung.


Deine Wanderführer in der Region

Touren in der Region Madeira

1

Die Überquerung zum Encumeada-Pass Die Königstour im zentralen Gebirgsgrat

gratis
14 km
05:15 h
545 hm
1.145 hm
​Die Wanderung von der Achada de Teixeira zur Boca de Encumeada verläuft entlang der Wasser- und Wetterscheide der zentralen Gebirgs­kette und gehört zu den schönsten Touren, die man auf Madeira unternehmen kann. Wir bewegen uns stets in luftigen Höhen an den Nord- und Südhängen des schroffen Zentralgebirges und kratzen meist unmittelbar an den Wolken, die bald im Tagesverlauf durch die Passatwinde herangetragen werden können. Deshalb ist unbedingt auf eine alpine Ausrüstung zu achten, um nicht von Wind, Kälte oder gar Regen überrascht zu werden. Dazu gehört eine ausreichende Menge an Proviant und Wasser, denn erst am Encumeada-Pass trifft man wieder auf Einkehrmöglichkeiten. Entlang der Tour können wir jene Einsamkeit der Bergwelt Madeiras genießen und zurückgewinnen, die wir am Beginn der Tour vermissen werden. Denn der erste Wegabschnitt ist mit der Besteigung des Pico Ruivo identisch und mit Tagesbesuchern meist überlaufen.Da der Start- und Zielort weit auseinander liegen und der Ausgangspunkt nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, erfordert die Organisation dieser Wanderung, sofern man sich keiner Gruppe anschließt, etwas Geschick. Am besten nimmt man den Bus bis Santana und absolviert die Auffahrt zur Achada do Teixeira mit dem Taxi. Vom Encumeada-Pass kehrt man mit dem Bus nach Funchal zurück. Ideal ist es natürlich, wenn man sich am Zielort abholen lassen kann. Jedoch dauert die Fahrt von der Achada do Teixeira zum Encumeada-Pass relativ lang. Wenn man zum Beispiel zusammen zum Pico Ruivo geht und der Abholende dann umkehrt, kann es sein, dass der Wanderer schneller am Zielort ist als der Fahrer.
 
Grundsätzlich handelt es sich aber bei dieser Tour um eine anstrengende Wanderung in Höhen zwischen 1760 und 1000 m Seehöhe, die durch raschen Wetterwechsel und Wind verschärft werden kann. Darüber hinaus sollte man einiges an Bergerfahrung und Trittsicherheit mitbringen. Rutschige Wegverhältnisse, feuchte Stein- und Lavatreppen sowie felsige Passagen bieten weitere wegtechnische Erschwernisse. Dabei wechselt die Route stets zwischen der Nord- und Südseite des Kamms, die steilen Gegenanstiege verlangen es, sich die Kräfte entlang der 14 km langen Route einzuteilen. Grundsätzlich geht es aber mit Ausnahme des Gegenanstiegs nach der Boca das Torrinhas vermehrt abwärts, vor allem im letzten Drittel der Tour.Ausgesetzte Passagen sind jedoch weitgehend nicht vorhanden, nach den Waldbränden von 2010 hat man den Weg im Frühjahr 2011 saniert und alle luftigen Stellen mit Seilgeländern gesichert. Der teilweise fehlende oder verkohlte ehemalige Bewuchs aus Baumerika gibt nun mehr Tiefblicke frei, weshalb manche Wegpassagen heute etwas luftiger erscheinen. Immerhin umfassten die Waldbrandgebiete zwei Drittel der Wegstrecke. Ab und zu ist noch die gelb-rote Markierung zu sehen, die Route ist jedoch bis auf eine Abzweigung eindeutig zu erkennen.
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2

Stadtrundgang durch Funchal Die mondäne Hauptstadt der Insel

gratis
6 km
02:30 h
120 hm
120 hm
​Die Hauptstadt von Madeira überrascht uns mit einem mondänen Stadtzentrum, einer herrschaftlichen Promenade entlang des Hafens und einem sehr quirligen Markt, der in einem Viertel im Osten angesiedelt ist. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten reihen sich aneinander und erlauben einen spannenden, abwechslungsreichen Stadtrundgang. Im Großraum von Funchal lebt fast die halbe Inselbevölkerung, nämlich knapp 130.000 Menschen, die das weitläufige Stadtgebiet an den Hängen der zentralen Gebirgskette besiedeln. Die meisten Touristen statten dem Stadtteil Monte einen Besuch ab, das 500 Höhenmeter oberhalb des Hafens tropische Gärten, eine sehenswerte Kirche und herrliche Aussichten auf die Westküste bietet. Man sollte sich aber den Besuch eines Straßencafés oder einer Weinstube in der pittoresken Altstadt nicht entgehen lassen oder einen Vormittag in den Parks oder den großzügigen Promenaden zwischen Palacios, Museen und Kirchen verbringen. Daneben können kuriose Museen wie das Zuckermuseum oder das Museum der Erinnerungen besichtigt werden.▶ An vielen Orten wird die Geschichteder Insel als Anlaufstelleder Seefahrer und Entdecker frühererZeiten spürbar. So widmetsich ein Museum dem Wirken vonChristoph Kolumbus. Die Stadt entstandan dieser Stelle, weil es sichbei der Bucht um den größten NaturhafenMadeiras handelte. Weilin der Umgebung so viel Fenchelwuchs, gaben ihr die ersten Siedlerim 15. Jh. den Namen funcho, portugiesischfür "Wilder Fenchel".
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3

Botanischer Garten – Jardim Botânico Farben, Düfte und Exotik

gratis
1,25 km
02:00 h
60 hm
80 hm
Durch die Waldbrände im August2016 sind Teile abgebrannt, derzentrale Teil blieb aber unbeschädigt.Madeira wird oft auch als "Blumeninsel"bezeichnet, bedeutetaber eigentlich soviel wie "Holz".Die Insel erhielt diesen Namenzur Zeit ihrer Entdeckung, weil siedamals fast zur Gänze mit Lorbeerwaldbedeckt war. Im Zugeder menschlichen Besiedelung kamenviele exotische Pflanzen nachMadeira und wurden zum Teilheimisch. Vornehmlich Kaufleutebrachten im 18. Jh. attraktive tropischeund subtropische Pflanzennach Madeira und gestalteten damitihre eigenen Parkanlagen.Deshalb präsentiert sich Madeiraheute als "Schwimmender Garten"und bietet zu jeder Jahreszeiteine überaus reiche Blütenfülle.Im Frühjahr entfalten Azaleen,Rhododendren, Aloe, Kamelien,Trompeten- und Passionsblumenihre Pracht, im Mai kommen diezart-lila farbenen Blüten der Jacaranda-Bäume dazu. Orchideenblühen ebenso wie Bougainvillea,Hibiskus, Glockenmalve, Flamingoblume,Ballonrebe und Strelitziedas ganze Jahr über.Der Sommer gehört den Hortensien,Chrysanthemen, Magnolien,der Afrikanischen Liebesblume und dem Oleander, aber auch vielenaus Mitteleuropa stammendenPflanzen, wie Amaryllis, Begonie,Dotterblume und Geranie.Einer der bekanntesten Parks istder "Jardim Botânico", der 1960etwa 3 km oberhalb des Stadtzentrumsvon Funchal auf dem Geländeder Quinta do Bom Sucessoerrichtet wurde. Die "Quinta", einePrachtvilla, war früher im Besitzder Hoteliersfamilie Reid. Wir könnenbequem mit dem Linienbusoder der Gondelbahn aus Funchalzum Garten gelangen, der mitzahlreichen Wegen durchzogen istund ausgiebige Spaziergänge ermöglicht.Da der Garten an einemHang in Höhen zwischen 200 und350 m Seehöhe angelegt wurde,sind bei der Besichtigung einigeHöhenmeter zu überwinden.Die botanischen Schätze der Inselsind in der 35.000 m2 großen Anlagein fünf Hauptbereichen angeordnet.Der erste Abschnitt gleich nachdem Haupteingang mit den riesigenBlumenbildern zeigt die aufMadeira einheimischen Pflanzeninklusive den Arten der höherenBergregionen. Dabei dürfenMadeira-Blume und Papageienblumenicht fehlen. Der Rundwegführt weiter durch den Baumgarten,der sich mit den Laub- undNadelbäumen der Welt befasstund zahlreiche Holzgewächse ausdem Himalaya enthält.Wir erreichen die obere Terrasse,die von gestalteten Gärten,Sukkulentenbeeten und landwirtschaftlichenPflanzen umgebenist. Die stachelige Welt derKakteen stammt eigentlich ausSüdamerika. Der breite Weg führtweiter abwärts zum großen Platzmit dem Palmfarnen, an dem sichauch der untere Eingang befindet.Nach rechts wird es tierisch, dennhier wurde ein "Loiro Parque”, einVogelpark mit Papageien und anderenseltenen exotischen Vögelneingerichtet.Der Rückweg bringt uns zuerstdurch den Palmgarten und danachdurch den Abschnitt mit den einheimischen PflanzenMadeiras. Entlang des Aufstiegeszur Talstation der Seilbahn nachMonte folgen noch das Café, diemedizinischen Pflanzen, die Blumenwiese,die Klippe mit deneinheimischen Pflanzen undNutzpflanzen, deren Herkunftmeist in den Tropen liegt. Hiersehen wir zahlreiche tropischeFrüchte wie Mango, Papaya, Kaffee,Zuckerrohr, aber auch wichtigeArzneipflanzen. Insgesamtbeherbergt der Garten mehr alszweitausend exotische Pflanzenaus allen Erdteilen zusammenmit der ursprünglichen Vegetationder Insel. Durch die Pflanzenfelderkommen wir zur Liebensgrotteund den Aussichtspunktauf die Bucht von Funchal, bisder Rundweg an der Talstationder Seilbahn in Richtung Monteendet. Der "Jardim Botânico"wird heute als staatliche Einrichtungbetrieben und steht der Forschungzur Verfügung. 1997 hatman das Gelände erweitert unddamit die Einführung von botanischbedeutsamen Pflanzen wieder Cycas-Palmfarneermöglicht.Hier befindet sich außerdem auchnoch ein kleines NaturhistorischesMuseum, das vorwiegendTierpräparate zeigt. Entlang derteils schattigen Wege finden wirauch etliche Rastbänke, ein Amphitheaterund ein Terrassencafévor. Darüber hinaus genießt manvon einigen Aussichtspunkten einender besten Blicke auf Funchal.Den Rückweg kann man entwederwieder genauso antreten oderman verlässt den BotanischenGarten am unteren Ende undfährt mit dem Taxi zurück in dieAltstadt.Durch die Waldbrände im August 2016 sind Teile abgebrannt, der zentrale Teil blieb aber unbeschädigt.Madeira wird oft auch als "Blumeninsel" bezeichnet, bedeutet aber eigentlich soviel wie "Holz". Die Insel erhielt diesen Namen zur Zeit ihrer Entdeckung, weil sie damals fast zur Gänze mit Lorbeerwald bedeckt war. Im Zuge der menschlichen Besiedelung kamen viele exotische Pflanzen nach Madeira und wurden zum Teil heimisch. Vornehmlich Kaufleute brachten im 18. Jh. attraktive tropische und subtropische Pflanzen nach Madeira und gestalteten damit ihre eigenen Parkanlagen.Deshalb präsentiert sich Madeira heute als "Schwimmender Garten" und bietet zu jeder Jahreszeit eine überaus reiche Blütenfülle. Im Frühjahr entfalten Azaleen, Rhododendren, Aloe, Kamelien, Trompeten- und Passionsblumen ihre Pracht, im Mai kommen die zart-lila farbenen Blüten der Jaca­randa-Bäume dazu. Orchideen blühen ebenso wie Bougainvillea, Hibiskus, Glockenmalve, Flamingoblume, Ballonrebe und Strelitzie das ganze Jahr über.Der Sommer gehört den Hortensien, Chrysanthemen, Magnolien, der Afrikanischen Liebesblume und dem Oleander, aber auch vielen aus Mitteleuropa stammenden Pflanzen, wie Amaryllis, Begonie, Dotterblume und Geranie.​Einer der bekanntesten Parks ist der "Jardim Botânico", der 1960 etwa 3 km oberhalb des Stadtzentrums von Funchal auf dem Gelände der Quinta do Bom Sucesso errichtet wurde. Die "Quinta", eine Prachtvilla, war früher im Besitz der Hoteliersfamilie Reid. Wir können bequem mit dem Linienbus oder der Gondelbahn aus Funchal zum Garten gelangen, der mit zahlreichen Wegen durchzogen ist und ausgiebige Spaziergänge ermöglicht. Da der Garten an einem Hang in Höhen zwischen 200 und 350 m Seehöhe angelegt wurde, sind bei der Besichtigung einige Höhenmeter zu überwinden.
 
Die botanischen Schätze der Insel sind in der 35.000 m2 großen Anlage in fünf Hauptbereichen angeordnet.Der erste Abschnitt gleich nach dem Haupteingang mit den riesigen Blumenbildern zeigt die auf Madeira einheimischen Pflanzen inklusive den Arten der höheren Bergregionen. Dabei dürfen Madeira-Blume und Papageienblume nicht fehlen. Der Rundweg führt weiter durch den Baumgarten, der sich mit den Laub- und Nadelbäumen der Welt befasst und zahlreiche Holzgewächse aus dem Himalaya enthält.Wir erreichen die obere Terrasse, die von gestalteten Gärten, Sukkulentenbeeten und landwirtschaftlichen Pflanzen umgeben ist. Die stachelige Welt der Kakteen stammt eigentlich aus Südamerika. Der breite Weg führt weiter abwärts zum großen Platz mit dem Palmfarnen, an dem sich auch der untere Eingang befindet. Nach rechts wird es tierisch, denn hier wurde ein "Loiro Parque”, ein Vogelpark mit Papageien und anderen seltenen exotischen Vögeln eingerichtet.Der Rückweg bringt uns zuerst durch den Palmgarten und danach durch den Abschnitt mit den einheimischen Pflanzen Madeiras. Entlang des Aufstieges zur Talstation der Seilbahn nach Monte folgen noch das Café, die medizinischen Pflanzen, die Blumenwiese, die Klippe mit den einheimischen Pflanzen und Nutzpflanzen, deren Herkunft meist in den Tropen liegt. Hier sehen wir zahlreiche tropische Früchte wie Mango, Papaya, Kaffee, Zuckerrohr, aber auch wichtige Arzneipflanzen. Insgesamt beherbergt der Garten mehr als zweitausend exotische Pflanzen aus allen Erdteilen zusammen mit der ursprünglichen Vegetation der Insel. Durch die Pflanzenfelder kommen wir zur Liebensgrotte und den Aussichtspunkt auf die Bucht von Funchal, bis der Rundweg an der Talstation der Seilbahn in Richtung Monte endet. Der "Jardim Botânico" wird heute als staatliche Einrichtung betrieben und steht der Forschung zur Verfügung. 1997 hat man das Gelände erweitert und damit die Einführung von botanisch bedeutsamen Pflanzen wie der Cycas-­Palmfarne ermöglicht. Hier befindet sich außerdem auch noch ein kleines Naturhistorisches Museum, das vorwiegend Tierpräparate zeigt. Entlang der teils schattigen Wege finden wir auch etliche Rastbänke, ein Amphitheater und ein Terrassencafé vor. Darüber hinaus genießt man von einigen Aussichtspunkten einen der besten Blicke auf Funchal.Den Rückweg kann man entweder wieder genauso antreten oder man verlässt den Botanischen Garten am unteren Ende und fährt mit dem Taxi zurück in die Altstadt.
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4

Prazeres – Calheta Levada Nova West

pro
14 km
03:45 h
0 hm
300 hm
Durch die Waldbrände im August 2016 gibt es leichte Brandschäden. Prazeres liegt im wildreichen Südwesten Madeiras und gilt als eines der schönsten Dörfer der Insel, vor allem wegen der herrlichen Umgebung aus grünen Tälern, bewaldeten Berghängen und der Steilküste mit den Kieselstränden. Neben der Pfarrkirche lohnt der Garten Quinta Pedagogica einen Besuch, der neben fremdländischen Pflanzen auch einen Minizoo mit Lamas und vietnamesischen Hängebauchschweinen beherbergt. Kräutergarten, Teehaus und Spielplatz runden das Angebot ab. Urlauber kommen aber wegen der Wanderwege nach Prazeres, die durch die eindrucksvolle Landschaft verlaufen. Wir unternehmen eine klassische Levada-Wanderung entlang dem Wasserkanal, der insgesamt eine Länge von 50 km aufweist. Der Abschnitt bis Calheta ist etwa 14 km lang und eignet sich hervorragend für eine Tagestour. Da der Kanal immer wieder durch Eukalyptus-Wälder führt, spricht man auch von der "Eukalyptus-Levada".
5

Queimadas Rhododendronhaine und Wasserfälle

pro
14 km
04:30 h
90 hm
90 hm
​Der Besuch von Queimadas präsentiert sich uns zwiespältig. Denn angesichts der herrlichen Gartenanlage mit den Rhododendronbäumen, den Stroh gedeckten Forsthäusern, dem Ententeich und dem märchenhaften Lorbeerurwald, der diesen Lieblingsort umgibt, kommt man nicht leicht auf die Idee, dass sich nur wenige km entfernt eine abenteuerliche, ja teils infernalische Schluchtenlandschaft entwickelt hat. Denn der Felskessel von Caldeirão Verde gehört zu den wildreichsten Formationen, die das Wasser auf Madeira geschaffen hat. Diese Tour zählt auch zu den Paradewanderungen auf Madeira, denn der ursprüngliche Charakter der Landschaft und die Urwüchsigkeit des Waldes versprechen ein reiches Naturerlebnis. Der Eindruck verstärkt sich am Ziel, denn der paradiesische Platz des "Grünen Kessels" mit den Wasserfällen entschädigt für eventuell während des Anmarschs entstandene Angstzustände.Queimadas liegt auf 885 m Seehöhe an der Nordseite Madeiras oberhalb von Santana inmitten des Lorbeergürtels und ist daher häufig nebelverhangen, feucht und regnerisch. Die Forststation ist in den dichten Lorbeerurwald eingebettet, der die Hänge des Pico Ruivo überzieht und besticht bereits durch die romantische Gartenanlage. Neben der klassischen Route zum Caldeirão Verde, dem "Grünen Kessel", kann man als Einstieg auch eine leichte Kurzwanderung unternehmen, die auf einem behindertengerechten Weg über 2 km in östlicher Richtung nach Pico das Pedras mit der Hotelanlage Rancho Madeirense führt. Der ebene und breite Weg durchquert das mit Lorbeerwald bewachsene Tal des Ribeira da Silveira und folgt weiter den bewaldeten Hängen bis zur Hotelanlage. Der Weg endet am Parkplatz und man kehrt auf selber Strecke nach Queimadas zurück. Diese Route lässt sich auch mit Kinderwägen gut absolvieren, insgesamt ist eine Stunde Gehzeit einzuplanen.
6

Die Levada do Paúl Levada-Wandern der einfachsten Art

pro
12 km
03:00 h
60 hm
60 hm
Durch die Waldbrände im August 2016 sind große Teile abgebrannt. Der Weg ist aber begehbar. Durch das Fehlen der Büsche sind zwei ausgesetzte Stellen entstanden.

Levada-Wandern kann ganz einfach und aussichtsreich sein. Damit steht die Levada do Paúl im herben Kontrast zu einigen anderen Kanalstrecken der Insel, die durch schroffes, abschüssiges Gelände führen. Bei dieser Route kann man sich gänzlich auf die Landschaft und die Aussichten konzentrieren, denn der Weg weist keine Schwierigkeiten oder ausgesetzte Stellen auf. Nur das Wetter schafft Erschwernisse, denn es ist auch hier am Rande der Hochfläche Paúl da Serra unberechenbar. Am Nachmittag fällt unvermittelt Nebel ein und wird ab und zu von einem scharfen Wind begleitet. Doch wenn man am Weg entlang des Wasserkanals bleibt, ist ein Verirren ausgeschlossen, daher kann diese Tour auch bei schlechteren Wetterbedingungen absolviert werden. Wanderern begegnet man nicht so häufig, denn diese Levada ist weniger spektakulär und daher auch weniger besucht, dafür aber mit vielen frei laufenden Kühen, die den Begleitweg zum Viehpfad umfunktionieren. Wir bewegen uns stets an der Südkante der Hochebene, an der die Levada ungefähr am Übergang der heideartigen Buschlandschaft zu den bewaldeten Hängen angelegt wurde. Die Landschaft, die wir durchwandern, lässt Assoziationen mit Almhochflächen oder dem schottischen Hochland aufkommen.▶ Beim Parkplatz an der Zufahrtsstraßenach Rabaçal erkennenwir gegenüber am südlichenStraßenrand der ER 110 ein großesWasserbecken.
7

Prazeres – Jardim do Mar ​Abstieg zu einer reizvollen Achada

pro
6 km
02:30 h
0 hm
630 hm
​Diese Wanderung führt im Südwesten von Madeira von Prazeres über die Steilküste zur teils einsamen und wildreichen Küste zwischen den Orten Paúl do Mar und Jardim do Mar. Prazeres liegt unmittelbar an der Hauptstraße ER 101 Funchal – Porto Moniz, die jedoch mehr als 600 m über dem Meer durch die von Bachgräben zerfurchten Hänge verläuft. Solche Hochebenen werden auf Madeira als "Achada" bezeichnet. Deshalb müssen wir entlang dieser spannenden Wanderung einen beträchtlichen Höhenunterschied überwinden. Dafür erwartet uns eine eindrucksvolle Küste, die zwar teilweise schwierig zu erkunden ist, aber auf Madeira selten so eindrucksvoll erlebbar ist, wie hier.
8

Die Levada do Norte Ost Durch uralte Kulturterrassen und Weinberge

pro
11,5 km
04:15 h
50 hm
30 hm
​Das Cabo Girão gilt als eines der meistbesuchten Ausflugsziele auf Madeira. Das 580 m hohe, frei ins Meer abfallende Kap gehört zu den höchsten Klippen Europas und gewährt von der überstehenden Plattform einen im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubenden Tiefblick, der nicht jedem möglich ist. An den Hängen links und rechts des Kaps siedeln seit Jahrhunderten Menschen und haben die Steilhänge zu kühnen Terrassenlandschaften verwandelt. Diese werden von der Levada do Norte durchquert, die ­eine gute Gelegenheit gibt, diese uralten Kulturlandschaften zu erkunden und zu Fuß zum Kap zu gelangen.Die Levada do Norte transportiert das Wasser vom Encumeada-Pass herab an die dicht besiedelten Hänge zwischen den Ortschaften Boa Morte Câmara de Lobos etwa 10 km westlich von Funchal. An diesen Hängen befinden sich die ältesten Kulturterrassen Madeiras, aber auch stattliche Weinberge, sodass wir entlang der Wanderung einen bunten Wechsel aus verschiedenen, vom Menschen geschaffenen Landschaftstypen erleben. Dazwischen dürfen die bunten Bauernhäuschen nicht fehlen, die sich wie Bausteine in die mosaikartig gestuften Terrassen einbetten. Immer wieder liegen diese Häuser auch direkt an der Levadastrecke, die sogar einige Male die Rolle der "Dorfstraße" übernimmt und in diesen Abschnitten mit Betonplatten verdeckt ist. Ein Großteil der Strecke wird von Holzmasten mit Straßenbeleuchtung begleitet, ein eindeutiges Indiz dafür, dass der Levadaweg nicht nur der Erhaltung des Kanals dient, sondern ­eine uralte Verbindung zwischen den Feldterrassen und den zerstreuten Weilern herstellt. Nur im Flusstal des Reibeira de Caixa wird die Szenerie wilder und ursprünglicher, aber auch hier sind immer wieder Kulturterrassen in die steilen Hänge eingearbeitet.Angebaut werden vor allem Kartoffeln, aber auch Kohl, Tomaten, Avocado, Kürbis, Zuckerrohr und vieles mehr. Daneben begeistert uns der herrliche Blütenflor aus Japanischer Liebesblume, Hortensien, Trichterwinden, Kap-Amaryllis und Nachtschattengewächsen, die links und rechts des Kanals ein regelrechtes Spalier bilden. Im Frühjahr blühen immer wieder die Kirschbäume, während der Herbst die Weinreben in ein flammendes Gelb und Rot taucht. Zuletzt verspricht diese Tour reiche Aussichten, die von der Bucht von Funchal über die Südküste bis zum Cabo Girão reichen.

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