Wandertouren durch die kanadische Wildnis

Endlose Weite und stille Natur – Kanada ist ein absolutes Outdoor-Paradies, dessen ausgedehntes Wegenetz beste Voraussetzungen für Wanderungen bietet.

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Egal, welche Outdoor-Aktivitäten im Urlaub auf dem Plan stehen sollen – in Kanada findet sich für jeden das passende Angebot. Vor allem auf Wanderer wartet ein große Tourenvielfalt durch die unterschiedlichsten Landschaften: Endlose Wälder, weite Tundra, hohe Berge und einsame Küstenlandschaften wollen zu Fuß entdeckt werden. Wer vor einer facettenreichen, imposanten Kulisse wandern möchte, ist in Kanada genau richtig.

Rund elf Prozent aller Wälder der Welt befinden sich in Kanada. Die insgesamt rund vierzig Millionen Hektar Wald bieten zusammen mit den hohen Gebirgsketten, den grünen Flusstälern, den imposanten Seen, tiefen Canyons und der abwechslungsreichen und endlosen kanadische Wildnis ideale und vielfältige Möglichkeiten für Wandertouren. Gut ausgebaute Wanderwege, von kurzen Ausflügen in die Natur bis hin zu anspruchsvollen, mehrtägigen Touren, gibt es in Kanada zu Genüge. Die größte Auswahl an angelegten und ausschilderten Trails finden Wanderer in den National- und Provinzparks – außerhalb der Parks ist das Wandern aufgrund der weglosen Wildnis meist schwierig. Wir haben einige der schönsten Wandertouren durch die kanadische Natur für euch zusammengestellt.

Wandern rund um den Lake Louise

Der Lake Louise zu Füßen des Mount Victoria ist das Postkartenmotiv schlechthin: Der türkisblaue See wird umrahmt von den imposanten, schneebedeckten Gipfeln der Rocky Mountains. Nicht verwunderlich, dass das Gebiet im Banff-Nationalpark zu den mit Abstand beliebtesten Wanderregionen Kanadas zählt. Die meisten der klassischen Wanderrouten beginnen direkt am Lake Louise sowie am benachbarten Moraine Lake.

Wanderungen am Lake Louise im bekannten Banff-Nationalpark sind besonders beliebt
Canadian Tourism Commission

Eine kurze und beliebte Tagestour führt vom Chateau Lake Louise am Mirror Lake vorbei zum Lake Agnes Tea House hoch über dem See. Das rustikale Teehaus wurde bereits 1901 errichtet und dient seitdem als Einkehrmöglichkeit für Wanderer, die sich dort mit Tee und Kuchen vom Anstieg erholen können. Wer die Tour noch ein wenig verlängern möchte, kann von dort weiter bergauf bis zum Big Beehive laufen, einem spektakulären Aussichtspunkt mit Blick auf den majestätischen Lake Louise und die umliegenden Berge des Banff-Nationalparks.

Um den Victoria Glacier zu sehen, müssen Wanderer den Plain of Six Glaciers Trail einschlagen, der auf wenigen, leicht zu bewältigenden Kilometern zum gleichnamigen Teehaus und der Gletscherzunge führt.

Vom nur wenige Kilometer entfernten Moraine Lake starten einige Wanderungen durch das wunderschöne Larch Valley – das Lärchental – welches vor allem im Herbst einen Besuch wert ist. Dann färben sich die Blätter bunt und das Tal versprüht einen ganz besonderen Zauber. Eine anstrengende Tageswanderung führt durch das Larch Valley bis zum Sentinal Pass und belohnt die Wanderer für den schweißtreibenden Anstieg mit einem überragenden Blick auf den Mount Temple (3.453 Meter) und die umliegenden Dreitausender.

Entlang der rauen kanadischen Küste

Wer das gemütliche Wandern entlang der Küste bevorzugt, findet auf dem East Coast Trail die passenden Tourenmöglichkeiten. Der rund 540 Kilometer lange Weg beginnt in der historischen Stadt St. John’s und führt bis in das kleine Fischerdörfchen Cappahayden. Auf dem East Coast Trail entlang Neufundlands Küste zeigt sich Kanadas wilde Schönheit – verträumte Fischerdörfer, steile Felsklippen, einsame Buchten und tiefe Schluchten machen den Wanderweg zu einer abwechslungsreiche Strecke, auf der sich die neufundländische Natur in vollen Zügen genießen lässt.

Die zerklüfteten Küsten Neufundlands versprühen ihren ganz eigenen Charme
Benjamin Heath

Auch an der Westküste gibt es einen spannenden Fernwanderweg: Auf sechs bis acht Etappen führt der West Coast Trail entlang des rauen Meeres über Vancouver Island. Einst diente der Wanderweg als Rettungspfad für Schiffsbrüchige, heute lassen sich auf der Tour die Steilküste, Regenwälder und Sümpfe entdecken.

Sehr empfehlenswert ist auch der Wild Pacific Trail an der Westküste Vancouver Islands. Der einfache, aber wunderschöne Wanderweg verläuft meist flach am Meer entlang, steilere Stellen können immer auch auf einer Alternativroute umgangen werden. Im Vergleich zum West Coast Trail ist der Wild Pacific Trail wesentlich kürzer und kann an einem Tag bewältigt werden, ohne die Naturschönheit der rauen Küstenlandschaft auszusparen.

Ontario, eines der besten Wandergebiete Nordamerikas

Die Bruce-Halbinsel im Süden Ontarios, die gerne auch einfach nur „The Bruce“ genannt wird, ist eine Kalkstein-Felsnase, die rund neunzig Kilometer in den Huronsee hineinragt. Mit ihren grünen Wäldern und der zerklüfteten Felsküste ist sie Teil des Bruce-Peninsula-Nationalparks, der sich dem Schutz dieser rauen, unberührten Landschaft verschrieben hat. Die von Klippen umgebenen Strände sind nicht immer leicht zugänglich und das Baden ist dadurch nicht überall möglich, dafür eignet sich die Bruce-Halbinsel aber umso mehr zum Wandern.

Der Bruce-Peninsula-Nationalpark erwartet Wanderer mit seinen dichten Wäldern, steilen Felsen und türkisfarbenem Wasser
istockphoto.com/benedek

Der Bruce Trail ist nicht nur der älteste Wanderweg Kanadas, sondern auch der längste des Landes. Der Fernwanderweg zieht sich auf mehr als 880 Kilometern von der Niagara-Halbinsel im Süden Ontarios bis zur Bruce-Halbinsel am Huronsee. Der gut ausgebaute Wanderweg bietet hauptsächlich einfache Etappen, es gibt jedoch hier und da auch einige anspruchsvollere Abschnitte. Dank zahlreicher Zugänge können auch einzelne Tagestouren auf dem Bruce Trail gewandert werden. Wanderern, die die gesamte Tour laufen, stehen vor Ort viele Campingplätze und Unterkünfte zur Übernachtung zur Verfügung. Übrigens: Wer Kanada im Winter besucht, kann während der kalten Jahreszeit auf dem Bruce Trail auch tolle Touren mit Langlaufskiern oder Schneeschuhen unternehmen.

Aussichtsreiche Wandertour durch den Jasper Nationalpark

Der vierundvierzig Kilometer umfassende Skyline Trail im Jasper Nationalpark ist für seine atemberaubenden Aussichten bekannt. Der Wanderweg, der größtenteils oberhalb der Baumgrenze verläuft, bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Berge und Täler. In der Regel werden für die Strecke vom Maligne Lake zum Fuße des Signal Mountain zwei Tage benötigt. Wer es jedoch gemütlicher angehen möchte, kann sich die Tour auch in drei bis vier Tagesetappen einteilen. Da der Skyline Trail während der Hauptsaison zu den beliebtesten Wanderwegen der Region gehört, sollten die Übernachtungen auf den Campingplätzen entlang der Strecke im Voraus reserviert werden. Außerdem ist der Trail für seine extremen Wetterumschwünge bekannt – ein Blick auf den aktuellen Wetterbericht und eine gute Ausrüstung sind für eine Wanderung im Jasper Nationalpark also ein Muss.

Herausfordernde Gipfeltouren auf Kanadas höchste Berge

Wer hoch hinaus und sich nicht nur mit gemütlichen Wandertouren durch das Tal begnügen möchte, findet auch anspruchsvollere Touren. Ein bei Bergsteigern besonders beliebter Gipfel ist der Mount Victoria, der am Lake Louise imposante 3.464 Meter in die Höhe ragt. Noch höher hinauf geht es auf dem Gipfel des Mount Assiniboine, der aufgrund seiner verblüffenden Ähnlichkeit oft als das Matterhorn Kanadas bezeichnet wird. Der 3.618 Meter hohe Berg liegt an der Grenze zwischen British Columbia und Alberta im Banff Nationalpark.

Ambitionierte Bergsteiger können sich im Yukon am Mount Logan (5.959 Meter), dem höchsten Berg Kanadas, versuchen. Für die Besteigung sollten aber einige Wochen Zeit eingeplant werden, denn um überhaupt zum Berg zu gelangen, müssen Gipfelaspiranten zunächst 180 Kilometer durch den Kluane-Nationalpark zurücklegen. Abgesehen von der zeitintensiven Anreise zum Fuße des Berges gilt der Mount Logan als sehr schwer zu besteigender Gipfel. Seine extremen klimatischen Bedingungen, schwere Stürme und enorme Kälte machen ihn sogar zu einem anspruchsvolleren Berg als den Denali, dem höchsten Berg des nordamerikanischen Kontinents.

Der Blick auf den Mount-Assiniboine-Provinzpark
istockphoto.com/aufzehengehen

Weniger gefährlich, aber dennoch anspruchsvoll und landschaftlich reizvoll ist der Mount Edith Cavell in den kanadischen Rocky Mountains. Der schneebedeckte 3.363 Meter hohe Gipfel thront südwestlich der Stadt Jasper über dem Jasper Nationalpark. Auch der Mount Robson (3.954 Meter) – nach dem Mount Waddington der zweithöchste Berg in British Columbia – ist aufgrund seiner schwierigen Routen nur erfahrenen Bergsteigern vorenthalten.

Die ganz große Herausforderung stellt der Trans Canada Trail dar, dessen Fertigstellung für 2017 – passend zur 150-Jahr-Feier der Staatsgründung Kanadas – geplant ist und der auf unglaublichen 18.078 Kilometer von der Ostküste durch alle Provinzen bis zur Pazifikküste führen wird. Mit dieser enormen Strecke durch das gesamte Land ist der Trans Canada Trail der längste Wanderweg der Welt. Natürlich können auch nur Teilstrecken gewandert werden, zudem steht der Trail auch Radfahrern offen.

Noch mehr Wandertouren gibt es auf Keep Exploring:
https://de-keepexploring.canada.travel/

 


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