Einzigartige Naturerlebnisse: Wandern auf Island

Island, das Land der Konstraste, ist ein echter Abenteuerspielplatz für Outdoorfans und Wanderer.

Island ist die perfekte Wanderdestination und wegen der fantastischen abwechslungsreichen und oft unberührten Natur, die vielfältiger nicht sein kann, nicht nur bei Wanderern beliebt. Auf der größten Vulkaninsel der Welt gibt es Wälder, Berge, Seen, Vulkane und Lavaflächen, Wasserfälle, schwarze Strände, Gletscher, Geysire und Thermalquellen. In diesen wunderschönen Landschaften ist es besonders reizvoll, Wanderungen zu unternehmen. Und oft lässt sich auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit in die Wandertour einbinden.

Was sollte man beachten?

Vor allem bei längeren Wanderungen sollte man auf Island ein paar Besonderheiten beachten. So schlägt etwa das Wetter oftmals innerhalb kürzester Zeit um. Einfache Tagestouren können bei schlechtem Wetter deutlich anstrengender sein als bei schönem Wetter. Daher solltet ihr euch vor jeder Wanderung stets über die aktuelle Wetterlage informieren und wetterfeste Kleidung mitnehmen, damit ihr bei einen spontanen Wetterumschwung ausgerüstet seid.

Im Vergleich zu anderen Wandergebieten gibt es auf Island nicht überall Hütten entlang der Wanderwege. Informiert euch vorher, ob und welche Unterkunftsmöglichkeiten es auf eurer Strecke gibt und auch darüber, wie diese Hütten ausgestattet sind. Gibt es beispielsweise Kochgeschirr und eine Kochstelle? Auch Zeltplätze findet man nur vereinzelt und wildes Campen ist in der Regel verboten. Für Anfänger empfehlen sich daher auch geführte Touren, die Übernachtungsmöglichkeiten, Essensmöglichkeiten, etwaige Gepäckmitnahme und alles weitere regeln. Ohne Führung muss man selbst alles einkalkulieren – auch die Verpflegung – und seine komplette Ausrüstung alleine in einem Rucksack transportieren.

Island ist relativ teuer. Wenn man auf eigene Faust Wandern geht, sollte man ausreichend Geld für Übernachtung, Verpflegung und Transport einkalkulieren. Die Ausrüstung unterschiedet sich hingegen nicht von anderen nördlichen Wanderdestinationen. Wer noch Platz im Rucksack hat, kann ein zusätzliches Paar Sandalen einpacken, um beim Durchqueren von Flussläufen keine nassen Wanderschuhe zu riskieren. Auch Badesachen gehören ins Gepäck, wenn man zwischendurch in einer der zahlreichen heißen Quelle baden möchte. Wetterfeste Kleidung und gute Kondition sind vor allem bei längeren Touren unabdinglich.

Traumhafte Wanderrouten mit unterschiedlichen Anforderungen

Bei der Planung einer aufregenden Wandertour auf Island sollte man sich – neben dem Wetter und der Organisation – vorher überlegen, wo man wandern möchte, ob und welche Sehenswürdigkeiten man besichtigen will und wie lange die Tour gehen soll. Je nach Kondition, Zeit und Lust, gibt es auf Island diverse Möglichkeiten für mehrtägige Wanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Wer nicht ganz so weit wandern möchte, kann aus zahlreichen Tagestouren die passende auswählen.

Eine der schönsten Wandertouren und sicherlich die beliebteste Tour der Insel ist die Laugavegur-Route. Auf rund 55 Kilometern führt die Strecke in drei bis vier Tagen von Landmannalaugar nach Þórsmörk – vorbei an imposanten Gletschern, durch wilde Vulkangebieten, entlang heißer Quellen und wunderschöner Seen. Alternativ kann die Tour auch über die Hochebene Fimmvörðuháls bis zum altertümlichen, sehenswerten Ort Skogar mit dem 60 Meter hohen Wasserfall Skogafoss verlängert werden.

Weitere tolle Wandertouren gibt es im Jökulsárgljúfur-Nationalpark, der eines der vielseitigsten Wandergebiete Islands darstellt. Eine zweitägige Tour führt entlang der schönsten Schlucht des Landes, vorbei an bizarren Vulkanschloten und über weite Lavafelder bis zum Wasserfall Dettifoss. Ausgangspunkt für die Tour ist die Schlucht von Ásbyrgi. Von hier aus sind auch einige andere Touren möglich.

Für kürzere Ausflüge bietet sich unter anderem die Blaue Lagune, in der Landessprache Bláa Lónið genannt, an. Wer sich nach einem entspannenden Bad im mineralreichen Wasser der Lagune noch die Beine vertreten möchte, kann auf den zahlreichen Wanderwegen durch die umliegenden Lavafelder kurze Touren unternehmen.

Ein wenig anspruchsvoller ist die etwa fünf- bis siebenstündige Besteigung des 1.446 Meter hohen Snæfellsjökull-Gletschers. An klaren Tagen ist der Berg sogar aus 100 Kilometern Entfernung sichtbar – entsprechend gut ist die Aussicht auch vom Gipfel aus. Die alpine Gletschertour sollte man jedoch nur mit entsprechender Erfahrung oder einem lokalen Bergführer machen.

Die beste Zeit zum Wandern auf Island

Das Klima auf Island ist nicht zuletzt aufgrund des warmen Golfstromes in weiten Teilen des Landes gemäßigt, mit durchwachsenen bis warmen Sommern und kühlen bis kalten Wintern. Im Hochland fällt regelmäßig Schnee, oft schon ab September. In manchen kalten Jahren bleibt der Schnee in den höheren Lagen sogar bis in den Juni liegen. Daher eignen sich vor allem die Monate Juli und August für Wanderungen im Hochland. In weniger hohen Regionen Island kann es im Hochsommer auch mal 25 Grad Celsius warm werden, die ideale Wanderzeit liegt hier zwischen Mai und September. Auch der Herbst eignet sich teilweise noch sehr gut für einen Wanderurlaub, etwa im Myvatn-Gebiet (Nordosten) oder im Þingvellir-Nationalpark bei Reykjavik. Mit Wind und Niederschlag muss man aber zu jeder Jahreszeit rechnen.

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