Frühlingswanderungen: Der Insider-Tipp La Palma

La Palma, auch La Isla Bonita – die schöne Insel – genannt, ist ein begehrtes Wanderziel: Grund dafür sind die sagenhaften Landschaften, beeindruckende Vulkane und ein einmalig klarer Sternenhimmel.

Das Naturparadies La Palma ist die nordwestlichste Kanarische Insel im Atlantik und geologisch betrachtet noch gar nicht so alt: Zahlreiche Krater und Lavaströme gibt es noch heute auf einer Wanderung zu bestaunen – etwa auf der „Vulkanroute“ auf dem Cumbre Vieja oder auf einer Wanderung durch den großen Krater Caldera Taburiente.

La Palma ist die regenreichste Insel der Kanaren und Wälder bedecken rund vierzig Prozent der Insel. Deshalb nennen einige La Palma auch Isla Verde, die „grüne Insel“. Diese könnt ihr vom Massentourismus unberührt auf knapp 1.000 Kilometer ausgeschilderten Wanderwegen entdecken. Ein ganzjährig mildes Klima machen wandrungen und Trekking auf La Palma besonders im Frühling zum wahren Vergnügen. Beim Frühlingswanderungen zeigt sich La Palma von seiner schönsten Seite.

Die ganze Insel ist seit 2002 von der UNESCO als Biosphärenreservat deklariert. Hier können Wanderer eins werden mit der Natur und zwischen Vulkanen und Schluchten wandern und von den Gipfeln den Blick auf das Meer und die Nachbarinseln Teneriffa und La Gomera genießen.

Aufgrund der wenigen städtischen Lichtquellen strahlt der Sternenhimmel über La Palma besonders hell und zählt zu den saubersten Himmelslandschaften der Welt. Deshalb wurde die Insel 2012 als erstes UNESCO-Starlight Reserve der Welt ausgezeichnet. Besonders nah ist man dem Himmel auf dem 2.420 hohen Roque de los Muchachos, auf dem sich eines der modernsten Teleskope der Welt befindet – ein guter Grund, auch nachts den Rucksack zu packen und zu einer Nachtwanderung auf die höchste Erhebung der Insel aufzubrechen.

Wandern und Entspannen

La Palma bietet viele interessante Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten. Der Lorbeerwald von Los Tilos ist der größte zusammenhängende Lorbeerwald der Kanaren. Auf einer Wanderung erlebt ihr den Zauber und die Magie der tausende Jahre alten, bis zu dreißig Meter hohen Bäume. Los Tilos wurde vor einigen Jahren von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt .

Auch die Salinen von Fuencaliente liefern ein beliebtes Fotomotiv: Weißes Salz trocknet auf schwarzem Boden vor dem schillernden Blau von Meer und Himmel. Die Saline ist schon seit langer Zeit die einzige Meersalzgewinnungsanlage der kanarischen Inseln, die noch in Betrieb ist.

Ideal für einen Entspannungstag ist der schwarze Sandstrand Puerto Naos. Hier kann man die Füße und Beine in das kühle Nass tauchen und in den Restaurants, Cafés und Hotels auf der Promenade das Leben genießen. Die bezaubernde Altstadt von Santa Cruz de la Palma besticht mit pittoresken Häusern im Kolonialstil, kleinen Gassen und Plätzen und entführt in eine andere Epoche. Die Hauptstadt La Palmas eignet sich mit ihrem maritimen Charme gut zum Ausruhen.

Die schönsten Wandertouren auf La Palma

Eine Wanderung durch den Nationalpark Caldera de Taburiente sollte auf keinem Urlaubsprogramm fehlen. Zahlreiche Wandertouren für alle Altersstufen und Schwierigkeitsgrade führen durch schroffe Schluchten, vorbei an unterirdischen Quellen und Wasserfällen, durch dichte Pinienwälder und vorbei an einem riesigen Kreis vulkanischer Felsspitzen.

Die Vulkanroute ist der Klassiker unter den Wandertouren La Palmas. Die Wanderung verläuft auf einem ehemaligen Verbindungsweg zwischen dem Refugio El Pilar und dem Winzerort Los Canarios und gilt als eine der schönsten Touren weltweit. Auf neunzehn Kilometern geht es zwischen bizarren Lavalandschaften, grünen Pinien und gelbem Hornklee, die im Frühjahr mit der dunklen Vulkanerde kontrastieren, hinauf bis auf den 1.949 Meter hohen Vulkan Deseada II.

Der Wanderweg zum Cubo de la Galga führt durch den Lorbeer-Urwald im Nordosten der Insel. Der Urwald ist ein kleiner Teil des riesigen Barranco La Galga. Neben einem Rundweg könnt ihr auch einen längeren Wanderweg wählen. Die Tour verbindet den Berg Montaña de La Galga mit dem Aussichtspunkt Mirador de San Bartolomé.

An einem Kanal entlang, der das Quellwasser sammelt, führt die Wanderung Nacientes de Marcos y Cordero. Der sieben Kilometer lange Rundwanderweg verläuft durch die Caldera Marcos y Cordero mit Schluchten, Kiefern und endemischen Pflanzen und bietet einen Einblick in die einzigartige Pflanzenwelt La Palmas.

Im Osten der Insel verbindet der Camino de la Faya die Kiefernwälder des Landessinneren mit der Küste und gewährt im Frühling spektakuläre Panoramaausblicke. Von seinem höchsten Punkt auf 1.530 Metern führt der Wanderweg auf Meeresniveau hinab.

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