Wandern in der südlichsten Ecke Deutschlands: Die Allgäuer Alpen

Die Allgäuer Alpen gehören zum größten Teil zu Bayern (Regierungsbezirk Schwaben), kleinere Teile des Gebirges zählen zu Baden-Württemberg und zu Österreich. Der höchste Gipfel ist der Große Krottenkopf mit 2.658 m. Wir möchten euch hier ein paar Informationen über dieses herrliche Urlaubsgebiet geben und ein paar Wandervorschläge anfügen. Für weitere Infos sowie tolle Touren in der Region, empfiehlt sich unser Wanderführer zum Allgäu.

Die Faszination einer Alpenregion

Das Allgäu begeistert Touristen seit jeher wegen seiner gesunden Luft und der abwechslungsreichen Landschaft. In den Allgäuer Alpen finden sich felsige Gipfel, Gletscher, Höhlen und Wasserfälle genauso wie sanfte Wiesen und idyllische Gebirgsbäche. Die Gipfel der Allgäuer Alpen sind teilweise einfach zu ersteigen, teilweise stellen sie auch Herausforderungen für geübte Wanderer dar. Alle Touristen werden hier ihre Lieblingstouren finden können, Senioren genauso wie Familien mit Kindern oder Gruppen von erfahrenen Bergwanderern. Ja, manche Wanderwege sind sogar für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet! Überall aber wird der Wanderer begeistert sein von der alpinen Flora und Fauna. In den höheren Regionen des Allgäus wachsen Edelweiß und Enzian. Wer auf seinen Wanderungen die Augen offen hält, kann Steinadler, Gämsen und Murmeltiere antreffen! Auch das traditionsreiche Brauchtum fasziniert den Besucher. Denkt nur an den Alpauftrieb im Frühling! Und der Alpabtrieb im Herbst wird auch ganz besonders gefeiert. Was auch sehr für diese Wanderregion spricht: Die Infrastruktur mit Berggasthöfen und bewirtschafteten Hütten, gepflegten und gut ausgeschilderten Wanderwegen ist vorbildlich. Nicht zuletzt wird euch das Essen im Allgäu sehr gut schmecken: Bayrische Brotzeiten, frisches Bier, sehr gute Milchprodukte, der Einfluss der Tiroler Küche (Speckknödel) – all das lässt einen Aufenthalt in dieser südlichsten Region Deutschlands zum Traumurlaub werden!

Dreiländereck und südlichster Punkt: eine Wanderung zu markanten Plätzen

Wie wäre es mit einer Wanderung zum Dreiländereck Bayern – Tirol – Vorarlberg? Dieser Punkt ist von Oberstdorf aus zu erreichen! Von der Gemeinde Oberstdorf aus sind zunächst rund zwölf Kilometer in Richtung Süden zurückzulegen, bis zum Weiler Einödsbach. Der Weiler mit seiner Gastwirtschaft gehört zu Oberstdorf und ist der südlichste bewohnte Ort Deutschlands. Er liegt auf 1.113 m Höhe. Von Einödsbach aus geht die Wanderung zum Haldenwanger Eck, dem südlichsten Punkt des Landes, und zum „Grenzstein 147“, der das Dreiländereck markiert. Der Grenzstein ist wie ein Leuchtturm gestaltet und bildet ein hübsches Fotomotiv.

Einer der schönsten Gipfel der Alpen: das Nebelhorn (2.224 m)

Das Nebelhorn, einer der bekanntesten Gipfel des Allgäus, trägt seinen Namen nicht ganz zu Unrecht. Wer von unten hinaufschaut, sieht den Gipfel oft in Nebel gehüllt. Aber wenn ihr einen sonnigen Tag für den Ausflug zum Nebelhorn wählt, werdet ihr von dem wunderbaren Ausblick, der sich vom Gipfel aus darbietet, begeistert sein. Eine Seilbahn bringt euch fast bis zum Gipfel. Wer eine größere Strecke wandern möchte, steigt einfach auf der Mittelstation Höfatsblick aus und steigt zum Gipfel auf! Eltern mit Kindern könnten auch an der Station Seealpe aussteigen und sich dort auf den drei Kilometer langen Naturlehrpfad „Uff d’r Alp“ begeben (der Weg ist sogar rollstuhlgerecht!). Unterwegs finden sich interessante Informationstafeln zur Tier- und Pflanzenwelt des Allgäus.

Ganz oben unterwegs: der Heilbronner Weg

Auf dem zentralen Hauptkamm – sozusagen im Herzen der Allgäuer Alpen – zu wandern, erfordert Kondition und Erfahrung! Auf der dreitägigen Tour zu Füßen der 2.646 m hohen Mädelegabel kommen abenteuerlustige Alpinisten auf ihre Kosten. Ihr beginnt die Wanderung im Oberstdorfer Ortsteil Einödsbach und wandert bis zur Rappenseehütte. Dort wird übernachtet. Am zweiten Tag steht der Höhepunkt der Wanderung auf dem Programm, nämlich der 3.027 m lange Heilbronner Weg. Er ist teilweise sehr steil, der Wanderer muss unterwegs über eine Leiter steigen und eine Leiterbrücke überwinden. Übernachtet wird dann in der Kemptner Hütte, bevor am dritten Tag der Abstieg in Angriff genommen wird.

Und im Winter? Schneeschuhwandern!

Auch im Winter ist die Region ein Wanderparadies. Bringt eure Schneeschuhe mit und unternehmt herrliche Touren, beispielsweise in der Gegend um das Riedberger Horn. Der Berg ist 1.786 m hoch. Eine Schneeschuhwanderung zum Gipfel dauert ungefähr drei Stunden. Start ist beim Skigebiet Grasgehren. Wer eine solche winterliche Wanderung nicht allein unternehmen möchte, schließt sich einfach einer Gruppe mit Wanderführer an.

 

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