Zu jeder längeren Wanderung gehört auch eine gute Vorbereitung dazu. Nicht nur die perfekte Route muss gefunden werden, auch die Ausrüstung muss stimmen. Diese Dinge solltet ihr bei der Tourenplanung beachten:

Einige Tage vor der Wandertour sollte man sich über die aktuelle Wettervorhersage im Wandergebiet informieren. Ist kühles Wetter oder Regen angesagt, muss die Wanderkleidung angepasst werden – wetterfeste Hosen und Jacken gehören dann auf jeden Fall ins Gepäck. Kurz vor Tourbeginn wird nochmals ein Blick auf die aktuelle Wetterlage vor Ort geworfen. Wird eine hohe Gewitterwahrscheinlichkeit prognostiziert, solltet ihr in Erwägung ziehen, die Tour anzusagen oder zu verschieben, denn Unwetter können in den Bergen schnell gefährlich werden. Egal, ob bei Wanderungen oder Mountainbike-Touren: Generell solltet ihr in den Bergen immer für jede Wetterlage gerüstet sein, da das Wetter in den Höhenlagen schnell umschlagen kann.

Neben wetterfester Kleidung sind auch gute Wanderschuhe essentiell. Damit man sich keine Blasen läuft und die Wandertour nicht zur Tortur wird, müssen die Schuhe richtig passen. Um die richtige Passform zu ermitteln, lasst ihr euch am besten im Fachhandel beraten. Kauft die Schuhe lieber eine halbe Nummer größer – so haben eure Füße beim Abstieg noch ein wenig Spielraum. Es empfiehlt sich außerdem, die Wanderschuhe am späteren Nachmittag oder am Abend zu kaufen. Dann sind die Füße breiter und „eingelaufener“ als noch am Morgen. Sind die Schuhe dann noch wasserdicht und verfügen über ein gute Profil, steht dem Wandervergnügen eigentlich nichts mehr im Wege.

Wichtig bei der Tourenplanung ist auch, dass man seine eigenen Kräfte und die Kondition richtig einschätzt und eine entsprechend leichte oder schwere Tour plant. In den meisten Tourenbeschreibungen ist angegeben, ob Schwindelfreiheit oder Trittsicher benötigt wird. Seid ihr noch nicht ganz so geübte Wanderer, plant lieber eine einfache Wanderroute. Beginnt mit kurzen, weniger anspruchsvollen Touren und steigert euch langsam.

Zu lang und zu anspruchsvoll sollte die Wandertour nie sein – die eigene Grenze ist natürlich bei jedem Wanderer unterschiedlich und von der individuellen Fitness sowie dem Gewicht des Rucksacks abhängig. Der Rucksack sollte übrigens immer mit System gepackt werden. Lasst alle überflüssigen Dinge zuhause und nehmt wirklich nur das mit, was ihr wirklich während der Tour braucht. Der Schwerpunkt des Rucksacks sollte dicht am Rücken liegen, das heißt, dass alle schweren Ausrüstungsgegenstände im Hauptfach so dicht wie möglich am Tragesystem verstaut werden. Leichte Dinge kommen ins Bodenfach oder außen ins Hauptfach. Kleinigkeiten wie Taschenmesser, Sonnenbrille oder Taschentücher sind am besten im Deckelfach aufgehoben. Finden eure Trinkflaschen in den Seitentaschen Platz, achtet immer darauf, dass das Gewicht in eurem Rucksack gleichmäßig verteilt ist und der Rucksack euch nicht nach hinten zieht. Im Idealfall lastet das Gewicht auf eurem Hüftgurt und entlastet damit die Schulter.

Man sollte nach Möglichkeit nie alleine in den Bergen wandern. Daher sind die richtigen Wanderpartner genauso wichtig wie die Suche nach der idealen Route. Am besten legt ihr den Streckenverlauf gemeinsam mit euren Wanderpartnern fest, um sie so auf die Bedürfnisse und Kondition aller Wanderer anzupassen.

Mit dem praktischen Tourenplaner von KOMPASS könnt ihr völlig kostenlos und mit nur wenigen Klicks eure nächste Wanderung oder Radtour zusammenstellen und planen. Meldet euch bei KOMPASS an, um eure geplante Tour als PDF-Datei auszudrucken oder als praktische GPX-Datei herunterzuladen und auf eure Wanderung mitzunehmen. Ihr wisst noch nicht so richtig, wo es hingehen soll? Dann lasst euch von den zahlreichen KOMPASS-Touren und Routen anderer User inspirieren.

Veröffentlicht am 23. Mai 2016