Radeln inmitten verstopfter Straßen mit dem permanenten „Duft“ von Abgasen in der Nase – macht das wirklich Spaß? Wer jetzt heftig den Kopf schüttelt, ist bereit für Neues: Willkommen in der fabelhaften Welt des Mountainbikens. Aller Anfang ist zwar schwer, aber mit den richtigen Tipps und Tricks werdet auch ihr in Kürze flammende Fans dieser angesagten Trendsportart.

Sportliche Herausforderungen vor imposanter Kulisse

Mountainbiken ist ein vielseitiger Sport mit unzähligen Pluspunkten. Ihr übt ihn an der frischen Luft in intakter Natur aus, weit weg von Verkehrslärm und Motorengestank. Mountainbiken ist abwechslungsreich, benötigt Kraft, Ausdauer, Geschick, eine gute Balance und eine Portion Unerschrockenheit. Auf einer Biketour wird es niemals langweilig, weil die stets wechselnden Terrains unterschiedliche Fahrtechniken erfordern. Wer das Glück hat, im Herzen der Alpen zu biken, wird durch die atemberaubende Landschaft von den Strapazen des Pedalens abgelenkt und mit Glücksgefühlen belohnt.

Die Qual der Wahl: das richtige Mountainbike

Einige Einsteiger werden sich von der gigantischen Auswahl an Mountainbikes überfordert fühlen: Ob vollgefedert oder ohne Federung am Heck, in Carbon, Alu, Stahl oder Titan, puristisch zum Rennfahren, robuste Allrounder oder Enduro – für ein cooles Mountainbike könnt ihr locker mehrere tausend Euro hinblättern. Anfänger überlegen sich vorab, welche Ziele sie mit ihrem neuen Hobby verfolgen, und lassen sich danach von einem Fachmann gründlich beraten. Denn Mountainbiken macht nur dann richtig Spaß, wenn ihr den Allerwertesten auf das für euch optimale Bike drückt. Einsteiger werden vermutlich am ehesten mit einem Allrounder glücklich.

Ohne einen guten, optimal sitzenden Bike-Helm geht gar nichts – zu eurer eigenen Sicherheit. Hier ist Geiz keinesfalls geil. Funktionale Bikehosen, –Shirts und -Jacken, Radschuhe, Handschuhe, Trinkflasche und Sonnenbrille, eventuell Armlinge und Beinlinge komplettieren die Grundausrüstung beim Mountainbiken. Wer auf der Straße Fahrrad gefahren ist, wird Klamotten besitzen, die er auch auf dem Mountainbike tragen kann. Jene, die hoch hinaus wollen – also ins Gebirge – denken daran, dass es da bitterkalt werden kann oder plötzliche Wetterumschwünge jederzeit möglich sind. Also benötigt ihr warme und wasserdichte Kleider mit Windstopperfunktion.

Das Zubehör für Anfänger

Ihr müsst nicht gleich zum Bikemechaniker mutieren. Doch beim Mountainbiken sind Pannen gar nicht so selten. Daher solltet ihr lernen, wie ihr einen Schlauch wechselt. Luftpumpe, Ersatzschlauch und Minitools solltet ihr möglichst immer in Griffweite haben. Auch wenn der Schmutz am Bike ein Gradmesser für die Coolness eurer Tour ist, ist es unumgänglich, dass ihr euer Gefährt danach gründlich reinigt und durchcheckt.

Mountainbiken ist technisch anspruchsvoll und benötigt etwas Mut. Anfänger tun gut daran, vor der ersten Tour Balanceübungen und Bremsmanöver durchzuführen, sich Techniken zur Vermeidung von Stürzen anzueignen oder das schnelle Rauskommen aus den Klickpedalen zu üben. Viele gute Bikeläden bieten Technikkurse für Anfänger an, solche Angebote solltet ihr nutzen. Sie machen Spaß, ihr trefft auf Gleichgesinnte – und meist bekommt ihr zusätzlich Basiskenntnisse für kleinere Reparaturen vermittelt.

Endlich in die Pedale treten

Mit dem funkelnagelneuen Mountainbike, optimal ausgerüstet und einigen Technikübungen in den Beinen brennt ihr sicher darauf, erste Touren zu unternehmen. Wichtig ist, dass ihr Routen auswählt, die euch nicht gleich überfordern – weder technisch noch konditionell. Das betrifft vor allem Anfänger. Sonst ist’s mit dem Spaß schnell vorbei. Ihr müsst nicht gleich bei der ersten Tour 1.000 Höhenmeter überwinden oder haarige Singletrails ansteuern. Einsteiger sammeln auf verwurzelten und steinigen Waldpfaden oder kiesigen Feldwegen Erfahrungen, bevor sie zu größeren Touren aufbrechen. Technisch abwechslungsreiche Routen findet ihr oft schon in den Wäldern vor eurer Haustür. Wichtig ist – in den heimischen Wäldern oder im Gebirge – die Rücksichtnahme auf andere Wegbenutzer. Fußgänger haben stets Vorrang. Das heißt, ihr müsst euch bemerkbar machen und das Tempo drosseln. Auch wenn dadurch der anvisierte Rekord flöten geht. Querfeldeinfahren ist ein No-Go. Und nicht zuletzt: Wahre Mountainbiker respektieren Flora und Fauna. Bedingungslos.