Wandern im Stubaital

Wandern im Stubaital

Es gibt nur wenige Täler in den Alpen, die sich so frei überblicken lassen wie das Stubai. Das zentralste der Tiroler Zentralalpentäler bietet eine nahezu durchgehende Sicht auf seine höchsten Gipfel. Das mag den Blick auf Einzelheiten mitunter etwas überstrahlen. Dabei ist das Stubai wirklich nicht arm an landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten – von den Dörfern im Tal, die trotz ihrer rasanten Tourismusentwicklung noch Tiroler Dörfer geblieben sind, über die uralten Bergbauernhöfe, von denen sich etliche in unglaublich steile Hänge krallen, bis hin zu den zauberhaften Almen und den Bergen, die darüber aufragen.

Viele kennen das Stubai als Skidestination. Doch darüber hinaus ist das Tal ein ideales Ganzjahresziel für alle Menschen, die gern wandern und Gipfel erklimmen, die am Rodeln, Skitouren- und Schneeschuhgehen ebenso Freude finden wie am Klettern und Klettersteigen. Am Ufer der Ruetz kann man schon im Winter und im zeitigen Frühjahr genussvoll dahinspazieren; bis zum Sommerbeginn steigt der „Tourenhorizont“ dann auf die Höhe der zahlreichen Almhütten an. In der Folge laden zwei oder drei Monate zu hochalpinen Erlebnissen ein, wobei traditionsreiche Schutzhütten auch mehrtägige Touren ermöglichen. Der Herbst ist wiederum die Zeit der „kleineren“ Gipfel und der Lärchenmähder.

Wandern im Stubaital bietet also viele Möglichkeiten, all diese Pracht zu erlebe - zahlreiche Tourenvorschläge haben wir hier für Dich zusammengestellt.

Deine Wanderführer in der Region

Touren in der Region Stubaital

1

Der Neustifter Besinnungsweg "Ihr Felsen und Bäche lobet den Herrn!"

gratis
8,3 km
03:15 h
400 hm
400 hm
1996/97 entstand durch den Arbeitskreis "Kirche und Tourismus" unter der Leitung von Friedl Stern im vorderen Bereich des Pinnistals ein einzigartiger Besinnungsweg. Unter den schroffen Zacken des Elfer-Massivs (2505 m) und den wilden Dolomitbergen um die Kirchdachspitze (2840 m) führt die Route durch den vorderen Talbereich – auf einer ohne technische Hilfsmittel angelegten Trasse mit insgesamt 540 Stufen. Der Rückweg durchs untere Pinnistal passiert einen besonders schönen Platz: Die alten Steinhütten der Herzebenalm (die eigentlich eine "Hirschebenalm" ist) zählen zu den besonderen Stubaier Schätzen.Zur Issenangeralm: Von der Appartpension Zegger bzw.
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2

Zu den Almen der Kalkkögel Mini-Trekking am Fuß der "Nordtiroler Dolomiten"

gratis
30,5 km
12:30 h
2.000 hm
2.000 hm
Der Bergschriftsteller Dieter Seibert brachte es in seinem Buch "Stubaier Alpen" auf den Punkt: "Durch das Gebiet der Kalkkögel zu rennen, wäre ebenso unsinnig wie etwa der Besuch einer Galerie im Eilschritt." Auf der hier vorgestellten Drei-Tages-Tour lassen sich alle Landschaftsbilder dieser Gebirgsgruppe in Ruhe betrachten, und zwar aus der "mittleren" Höhenlage der Almen zwischen 1500 m und 2000 m Seehöhe. Den ersten Höhepunkt bildet ein Waldhügel namens Salfeins, auf dem sich der wahrscheinlich bekannteste Foto-Standpunkt der Kalkkögel befindet. In seinem kleinen Almsee spiegelt sich die gesamte Bergkette. Noch näher kommt man den Gipfeln auf der Kemater Alm und in der Axamer Lizum, die 1964 vom Weidewinkel zur Austragungsstätte der Olympischen Winterspiele mutierte (die Wettkämpfe fanden dort 1976 ein zweites Mal statt). Oberhalb des Skigebiets führen uralte Pfade über das Halsl, eine sagenumwobene  Scharte, auf die Stubaier Südseite. Dort gewährt der Höhenweg von der Pfarrach- zur Kreither Alm weiteren Panorama- und Talblickgenuss, bis man schließlich unten in Telfes in die Stubaitalbahn einsteigt. Die Fahrt über die Telfer Wiesen rundet drei unvergessliche Wandertage "im grünen Bereich" der Kalkkögel ab.
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3

Vordere Sommerwand Ein "schneidiger" Gipfel über der Franz-Senn-Hütte

gratis
3,5 km
02:45 h
530 hm
530 hm
Im Süden der Franz-Senn-Hütte erhebt sich die dunkle Felsschneide der Sommerwand. Die Route auf ihren vordersten Gipfel weist drei unterschiedliche Abschnitte auf: einen Pfad durch Almwiesen bis ins Vorfeld des Sommerwandferners, den Steilanstieg auf die Grathöhe und ein kurzes, aber luftiges Kletterabenteuer bis zum Gipfelkreuz. Der Ausblick reicht vom spitzen Schrandele über die Hohe Villerspitze bis zu den Gipfeln der Kalkkögel.Zur Franz-Senn-Hütte: siehe Tour 26.
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4

Zu den Kartnallhöfen Leben am Steilhang

pro
8,5 km
02:45 h
400 hm
400 hm
300 m über Neustift stehen zwei Bauernhöfe auf sonnseitigen Steilhängen, die bis heute mühevoll gepflegt und gemäht werden. Gegründet wurden die Anwesen im 13. Jahrhundert als "Schwaighöfe", die der Landesherr damals in klimatisch exponierten Höhenlagen zwischen 1200 m und 1700 m anlegen ließ. Dort war meist nur Viehzucht und Milchwirtschaft möglich – auf Kartnall gedieh jedoch sogar Getreide, worauf auch der Name Quartinal deutet. Er erschien 1288 erstmals in einer Urkunde und bezog sich auf das romanische Getreidemaß quartinas (= Viertel) bzw. auf das Wort quartinale, das eine entsprechend große Ackerfläche bezeichnete. Heute laden auf Korschtnòl, wie die Einheimischen sagen, zwei gemütliche Jausen­stationen zur Einkehr ein.
5

Großer Trögler Aug’ in Aug’ mit dem Zuckerhütl

pro
4,6 km
03:30 h
600 hm
600 hm
Es gibt nicht viele Aussichtswarten wie den Großen Trögler. Der Gipfelblick zum Sulzenauferner unter dem Zuckerhütl ist einmalig. Der Rest des Gipfelpanoramas umfasst u. a. die Berge um das Stubaier Gletscherskigebiet und die Ruderhofspitze, die Kalkkögel, das ferne Karwendel und den Habicht, aber auch die Bergwelt um den Pflerscher Tribulaun.
6

Serles Tirols "heiliger Berg"

pro
14,6 km
07:00 h
1.150 hm
1.150 hm
Als ebenmäßige "Dreifaltigkeit" aus scharfen Kalkzacken prägt die Serles die südliche Gebirgssilhouette von Innsbruck und die Bergumrahmung des Stubaitals. Daher wurde der Dolomitgipfel auch in den Reigen der Stubaier Seven Summits aufgenommen. Sein Name geht vermutlich auf den romanischen Begriff serrula (Weidezaun) bzw. auf das lateinische Wort serra (Säge) zurück. Um 1400 nannte man die Grenze zwischen Mieders und Matrei "auf Sörls". Dieser Name "wanderte" dann auf den Gipfel und verdrängte die alte Bezeichnung "Sunnstain" (Sonnenstein) auf einen nördlichen Vorgipfel. Jedenfalls bietet die Serles eine großartige Rundsicht, die bei klarem Wetter von den Kalkkögeln und den Stubaier Gletschergipfeln über die Dolomiten, die Zillertaler Alpen und das Karwendelgebirge bis zu den Allgäuer Alpen reicht. Der oberste Bereich der Aufstiegsroute ist jedoch recht abschüssig. Sie beginnt in Maria Waldrast, das von Matrei im Wipptal auf einer 5 km langen Mautstraße erreichbar ist. Aus dem Stubaital kann man die Serles auch über Wildeben erklimmen (siehe Tour 15), was aber Kondition für gut 1700 Höhenmeter voraussetzt. Viel bequemer geht’s mit der Hochserles-Gondelbahn, die den Zusatz-Fußmarsch erheblich reduziert.
7

Von Fulpmes nach Maria Waldrast Tolersteig und Fulpmer Kreuzweg

pro
13 km
05:00 h
800 hm
800 hm
Der Tolersteig ist der "wildeste" Wallfahrtsweg zum Kloster Maria Waldrast – und der kürzeste Zugang aus dem inneren Stubai, dessen Bewohner im vorderen Talbereich etwas abschätzig die "Toler" genannt wurden. Diese Route beginnt schon südlich von Fulpmes – in einer Gegend, die ihrem Namen "Medrazer Stille" noch vor Jahrzehnten durchaus gerecht wurde. Heute befindet sich dort eine Wohnsiedlung, doch bei der oberhalb davon gelegenen Blutschwitzerkapelle ist es nach wie vor ganz still. Dort beginnt ein schmaler Waldpfad mit kleinen Kreuzwegstationen, der durch die Abhänge des Serlesmassivs zum Griesbachgraben ansteigt. Das "Gries" – das Geröll, in das sich das Wildwasser tief eingegraben hat – ist sehr labil und erfordert bei der Überquerung einige Vorsicht. Nach starken Regenfällen sollte man den nahe gelegene Alpengasthof Sonnenstein überhaupt besser auf der Forststraße ansteuern. Der weitere Aufstiegsweg quert auch die beiden Schuttströme unter dem großen Felskar "Im Echo", ist aber meist problemlos. Herrlich ist der Blick zu den bizarren Dolomitzacken der Serles und des nördlich vorgelagerten Sonnensteins. Für den Abstieg vom Gasthof Sonnenstein empfiehlt sich schließlich der alte Kreuzweg nach Fulpmes, dessen Holzbildstöcke kürzlich renoviert wurden.Zum Gasthof Sonnenstein: Vom Bahnhof in Fulpmes (937 m) spazieren Sie zunächst auf der Riehlstraße ins Dorf und links auf der Kirch- bzw.

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