Wandern im Stubaital

Wandern im Stubaital

Es gibt nur wenige Täler in den Alpen, die sich so frei überblicken lassen wie das Stubai. Das zentralste der Tiroler Zentralalpentäler bietet eine nahezu durchgehende Sicht auf seine höchsten Gipfel. Das mag den Blick auf Einzelheiten mitunter etwas überstrahlen. Dabei ist das Stubai wirklich nicht arm an landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten – von den Dörfern im Tal, die trotz ihrer rasanten Tourismusentwicklung noch Tiroler Dörfer geblieben sind, über die uralten Bergbauernhöfe, von denen sich etliche in unglaublich steile Hänge krallen, bis hin zu den zauberhaften Almen und den Bergen, die darüber aufragen.

Viele kennen das Stubai als Skidestination. Doch darüber hinaus ist das Tal ein ideales Ganzjahresziel für alle Menschen, die gern wandern und Gipfel erklimmen, die am Rodeln, Skitouren- und Schneeschuhgehen ebenso Freude finden wie am Klettern und Klettersteigen. Am Ufer der Ruetz kann man schon im Winter und im zeitigen Frühjahr genussvoll dahinspazieren; bis zum Sommerbeginn steigt der „Tourenhorizont“ dann auf die Höhe der zahlreichen Almhütten an. In der Folge laden zwei oder drei Monate zu hochalpinen Erlebnissen ein, wobei traditionsreiche Schutzhütten auch mehrtägige Touren ermöglichen. Der Herbst ist wiederum die Zeit der „kleineren“ Gipfel und der Lärchenmähder.

Wandern im Stubaital bietet also viele Möglichkeiten, all diese Pracht zu erlebe - zahlreiche Tourenvorschläge haben wir hier für Dich zusammengestellt.

Deine Wanderführer in der Region

Touren in der Region Stubaital

1

Zu den Kartnallhöfen Leben am Steilhang

gratis
8,5 km
02:45 h
400 hm
400 hm
Kartnall ist einzigartig: Fast 300 m über Neustift stehen zwei Bauernhöfe auf sonnseitigen, aber unglaublich steilen Wiesenhängen, die bis heute mühevoll gepflegt und gemäht werden. Gegründet wurden diese Anwesen im 13. Jahrhundert als sogenannte Schwaighöfe. Der Landesherr ließ diese Gebäude auf hoch gelegenen, aber oft schon seit Urzeiten als Weiden genützten Flächen anlegen. In den klimatisch exponierten Höhenlagen zwischen 1200 m und 1700 m war meist nur Viehzucht und Milchwirtschaft möglich; auf Kartnall gedieh jedoch sogar etwas Getreide. Darauf deutet auch der Name Quartinal, der 1288 erstmals in einer Urkunde aufschien und wohl auf das romanische Getreidemaß quartinas (= Viertel) zurückgeht (und auf das Wort quartinale, das die dafür notwendige Ackerfläche bezeichnet). Heute laden auf Korschtnol, wie die Einheimischen sagen, zwei gemütliche Jausen­stationen zur Einkehr ein. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, hausgemachte Stubaier Köstlichkeiten vor einem Traumpanorama von der Serles bis zum Zuckerhütl zu genießen – vom "Flugzeugblick" zum Talboden mit den spielzeugkleinen Häusern ganz zu schweigen!
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2

Schafgrübler Ein stiller Berg mit großer Aussicht

gratis
6,7 km
04:30 h
773 hm
773 hm
Dieser eher unscheinbar wirkende und ein wenig unter der 3000-Meter-Marke bleibende Berg im Norden des Alpeiner Tals ist ein großartiger Aussichtsberg. Natürlich stiehlt ihm die riesige, düster-drohende Südwand der nordöstlich benachbarten Hohen Villerspitze (3087 m) ein wenig die Show, doch das wunderbare Gipfelpanorama mit Blick auf die vielen höheren (Gletscher-)Spitzen der Umgebung – Lüsener Fernerkogel, Habicht, See- und Ruderhofspitze – belohnt die Aufstiegsmühen auf jeden Fall!



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3

Über das Peiljoch Ein Prachtweg zu Gletschereis und Wasserfällen

gratis
10,9 km
05:15 h
370 hm
1.150 hm
Kleine Scharte, große Wirkung: Wenn man das Peiljoch zwischen der Dresdner und der Sulzenauhütte im Norden des Stubaier Alpenhauptkammes erklommen hat, stehen "Ah!" und "Oh!" an der Tagesordnung. Der Blick zum zerklüfteten Sulzenauferner, zum 2507 m hohen Zuckerhütl und zum Wilden Pfaff (3456 m) ist atemberaubend schön. Wer hatte angesichts dieser Szenerie eigentlich so viel Muße zum Aufschichten der unzähligen Steinmanndln in der Scharte? Wer die schweren Steinplatten so akkurat zu bequem begehbaren Stufen zurechtgerückt hat, ist allerdings bekannt: Es waren hauptsächlich bergbegeisterte Herrn der Alpenvereinssektion im fernen Dresden, die 1875 die erste Schutzhütte in den Stubaier Alpen finanziert und erbaut haben. Wie historische Darstellungen zeigen, reichte damals der Fernauferner noch bis zum Karboden herab – und auch der Sulzenauferner jenseits des Peiljochs war noch um 2 km länger als heute. Sein klimabedingter "Rückwärtsgang" ließ sich in den letzten zehn Jahren nicht nur vom Peiljoch aus, sondern im ganzen Stubaital mitverfolgen: Zunächst aperte eine kleine Felsinsel auf etwa 2800 m Seehöhe aus, die Sommer für Sommer größer wurde. 2013 rissen die Firnzungen an den beiden Rändern endgültig ab – und der berühmte "Eisfall" des Gletschers war Geschichte. Unterhalb der freigelegten Felsabstürze blieb nur ein flaches "Toteisfeld" übrig. Mangels Eisnachschub schmilzt es rasant ab, hinterläst aber einen milchig-trüben Gletschersee, in dem kleine Eisschollen treiben. Dieses Naturschauspiel ist das Ziel des WildeWasserWeges (siehe auch Tour 42), auf dem man neben den Wasserfällen des "neugeborenen" Gletscherbachs zur Sulzenauhütte absteigt und mit unvergesslichen Eindrücken ins Tal zurückkehrt.
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4

Klausäuele und Mischbachfall "Wasserwandern" im Tal

pro
9,5 km
02:45 h
250 hm
250 hm
​In der Nacht vom 7. auf den 8. August 2015 riss der Mischbach so unglaublich große Gesteinsmassen in die Tiefe, dass der Talboden zwischen Gasteig und Volderau bis zu 7 m hoch verschüttet wurde. Der Grund dafür: heftige Gewitter, die sie das Stubaital schon mehrmals verwüstet haben. Doch auch bei Sonnenschein zeigen sich auf dem hier vorgestellten Talweg viele Spuren elementarer Unwetter. Sogar der idyllisch gelegene See im Erholungsgebiet Klausäulele geht auf Vermurungen zurück.


5

Der Stubaier Höhenweg Die Königsroute hoch über dem Tal

pro
77,5 km
39:30 h
4.650 hm
5.760 hm
Der gut 75 km lange Stubaier Höhenweg zählt zu den schönsten Panoramarouten der Alpen. Allerdings täuscht der Begriff "Weg", denn es handelt sich dabei um eine hochalpine Route in Höhenlagen zwischen 2100 und 2900 m, die absolute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Bergerfahrung voraussetzt. Sie führt durch steiles Gras-, Fels- und Schuttgelände; einige ausgesetzte Passagen wurden mit Stahlseilen gesichert. Bis weit in den Juli hinein liegt in nordseitigen Karen noch Schnee; steile Rinnen können vereist sein. Mit den ersten Schneefällen im Herbst ist die Saison des Stubaier Höhenweges wieder vorbei; in manchen Jahren sorgen hochsommerlicher Wetterstürze für ein temporäres "no-go". Weitere Infos finden Sie auf www.stubaier-hoehenweg.at, aktuelle Infos über die Verhältnisse und Live-Bilder bietet die Website www.franzsennhuette.at.

Acht Alpenvereinshütten geben den Zeitrahmen für die Begehung des Stubaier Höhenweges vor. Der tatsächliche Zeitbedarf hängt dann natürlich vom Wetter ab, aber auch von der Frage, ob man unterwegs Gipfel "mitnehmen" möchte. Der Hohe Burgstall (Tour 13), die Rinnenspitze (Tour 28) oder der Habicht (Tour 18) lohnen einen zusätzlichen Tourentag auf jeden Fall. Zeit einsparen kann man dagegen, indem man die relativ kurzen Etappen Nr. 5 und 6 an einem Tag geht. Außerdem lässt sich der Stubaier Höhenweg über die Zugangswege der Schutzhäuser in beliebig lange Teilabschnitte "zerlegen". Auf jeden Fall sollten Sie nach Möglichkeit nicht am Wochenende starten – unter der Woche ist der Andrang in den Hütten meist etwas geringer.

Die einzelnen Abschnitte:Kreuzjoch – Starkenburger Hütte: 3,5 km, 1:30 h – 2:00 h, Aufstieg 200 m, Abstieg 80 m
Starkenburger Hütte – Franz-Senn-Hütte: 15,5 km, 6:30 h, Aufstieg 500 m, Abstieg 580 m
Franz-Senn-Hütte – Neue Regensburger Hütte: 9,5 km, 4:30 h, Aufstieg 700 m, Abstieg 550 m
Neue Regensburger Hütte – Dresdner Hütte: 12,5 km, 6:30 h, Aufstieg 980 m, Abstieg 900 m
Dresdner Hütte – Sulzenauhütte: 5 km, 3:00 h, Aufstieg 370 m, Abstieg 550 m
Sulzenauhütte – Nürnberger Hütte: 4,5 km, 3:00 h, Aufstieg 500 m, Abstieg 400 m
Nürnberger Hütte – Bremer Hütte: 6 km, 4:00 h, Aufstieg 550 m, Abstieg 400 m
Bremer Hütte – Innsbrucker Hütte: 10,5 km, 7:00 h, Aufstieg 850 m, Abstieg 900 m
Abstieg nach Neder im Stubaital: 10,5 km, 3:00 h, Abstieg 1400 m
6

Zur Bacherwandalm Ein ganz besonderes Almwanderziel!

pro
6 km
03:00 h
400 hm
400 hm
"Wenn man den Weg verloren hat, lernt man ihn kennen." Mit Sprüchen wie diesen hat der Ander, der frühere, leider schon verstorbene Senner der Bacher­wand­­alm, die Zugangswege zu seinem Reich bestückt. Da und dort tut ein wenig Zuspruch gut: Die Pfade zur Bacherwandalm sind alpinen Zuschnitts und erfordern im steilen "Waldwurzelgelände" einen sicheren Tritt. Doch der Lohn ist groß: Von der Terrasse vor der urigen Hütte, die hoch über einer Schlucht mit Wasserfall thront, genießt man eine spektakuläre Schau bis zum Sulzenauferner und den Gletscherbergen im Talschluss. Dazu gibt’s im Brunnentrog gekühlte Getränke, während Hansl, der jetzige Hüttenwirt, bodenständige Köstlichkeiten auf den Tisch zaubert.
7

Der Franz-Senn-Weg Auf den Spuren des "Gletscherpfarrers"

pro
5,2 km
02:00 h
100 hm
100 hm
Das Grab des „Gletscherpfar­rers“ Franz Senn ist der Ausgangspunkt für diese beschauliche Rundwanderung. Die Route bietet interessante Details und Einblicke in die Struktur des alten Bauerndorfes und heutigen Tourismus­ortes.
 

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