Wandern durch Wald in den Kalkalpen

Wandern im Nationalpark Kalkalpen

Das Reichramiger Hintergebirge und das Sengsengebirge im Südosten Österreichs bilden den Nationalpark Kalkalpen. Zusammen mit dem Größtenberg zählt das Sengsengebirge zu den Nördlichen Kalkalpen und erstreckt sich zwischen dem Steyrtal und dem Ennstal. Nordöstlich von dem Größtenberg liegt das überwiegend bewaldete Reichramiger Hintergebirge. Insgesamt umfasst der Nationalpark Kalkalpen 20.850 Hektar, womit er zu den größten Waldschutzgebieten Österreichs zählt und zudem eines der längsten Bachsysteme Österreichs besitzt.

Die tiefsten Täler des Parks liegen auf einer Seehöhe von 480 Metern, während seine höchste Erhebung der der Hohe Nock auf 1.963 Metern ist. Der Hauptkamm des Sengsengebirges besteht hauptsächlich aus Wettersteinkalk und besitzt zahlreiche, große Höhlen wie die Klarahöhle mit einer Gesamtlänge von mehr als 23 tausend Metern.

Als Lebensraum und Rückzugsort vieler seltener Tier- und Pflanzenarten ist die Natur des Nationalparks Kalkalpen sehr vielfältig. Zahlreiche Wanderwege führen durch wald- und wasserreiche Landschaften, die von tiefen Schluchten und Almen geprägt ist, wobei die Nationalpark-Themenwege eine tolle Möglichkeit bieten, um Wissenswertes über den Wald zu erfahren und ungestört die Wildnis zu erkunden. Ein besonderes Erlebnis ist auch eine geführte Tour durch den Nationalpark, bei der Du Park-Ranger bei ihrer Arbeit begleiten und Interessantes über die Lebensweisen vieler Wildtiere, wie den Luchs, erfahren kannst. 

Touren in der Region Nationalpark Kalkalpen

1

Von der Wurzeralm zur Bärenalm Karstplateauwanderung durch Lärchen-Zirbenwälder

gratis
23,8 km
09:00 h
900 hm
1700 hm
Südlich des Warschenecks entfaltet sich eine märchenhafte Plateaulandschaft mit Karstdolinen, Grasmatten und Urwäldern. Seit der letzten Eiszeit hat sich die Landschaft hier wenig verändert. Das Plateau ist vom Norden her gar nicht und vom Süden nur wenig erschlossen. Eine Besonderheit ist der ausgedehnte Lärchen-Zirbenwald. Die Zirbe verträgt kein feuchtes Klima. Ihr bekommt daher der von Spalten, Ritzen und Dolinen übersäte Kalkboden, weil hier das Wasser sofort in das Berginnere versiegt. Verbreitet werden die Samen der Zirbe durch die Tannenhäher. Während im östlichen Teil des Plateaus an Quellen und Wasser großer Mangel herrscht, findet man im westlichen Teil des Plateaus viele kleine Gewässer. Das Wasser und ein tiefgründiger Boden schaffen in diesem Teil die Voraussetzung für Almwirtschaft. Ausgehend vom Plateau kann man vielen aussichtsreichen Berggipfeln wie dem Warscheneck, Angerkogel und Hirscheck einen Besuch abstatten. Nur die bewirtschaftete Hochmölblinghütte und die Liezener Hütte als Selbstversorgerhütte sind Stützpunkte in dieser Landschaft. 
 
2

Gamsstein Auf den Hausberg der Gschwendtalm

6,5 km
03:15 h
630 hm
630 hm

Auf der Gschwendtalm werden von Anfang Mai bis Ende September 40 Jungrinder und einige Milchkühe aufgetrieben. Beim Eintritt in die Almhütte spürt man noch einen Hauch der Geschichte. Schon einige hundert Jahre befindet sich an dieser Stelle ein Almgebäude. Vor 250 Jahren war hier das Vieh vor Wölfen und Bären nicht sicher und der Schaden für die der Obrigkeit verpflichteten Bauern war groß, weiß die Ortschronik zu berichten. Leider gibt es keine Bären und Wölfe mehr, doch manches hat sich nicht verändert: So wie damals wird heute noch Milchgeschirr blank gerieben, Topfen gemacht und werden die Böden geschrubbt.
 

3

Schwarzkogel Der Blumenberg im Nationalpark Kalkalpen

4,3 km
02:00 h
540 hm
540 hm
Das Hengstpass-Gebiet in der Nationalpark Gemeinde Rosenau ist landschaftlich beeindruckend und daher ein lohnendes Wandergebiet. Die Almregion um die Hengstpass-Höhe wird von grünen Bergkuppen und den schroffen Felsen der Haller Mauern überragt. Es ist ein Gebiet, das man am besten zu Fuß entdeckt. Die im Sommer bewirtschafteten Almhütten sind für ihre Gemütlichkeit bekannt und haben sich zu Genussalmen entwickelt. 
 
Auf der Hengstpass-Höhe befindet sich eine Informationsstelle des Nationalpark Kalkalpen mit Nationalpark Shop. Im Obergeschoss sind komfortable Matratzenlager, Küche und Stube untergebracht, wo man sich einmieten kann. Ein öffentliches WC und ein Parkplatz machen diese Einrichtung zum idealen Ausgangspunkt der Wanderung auf den Schwarzkogel. 
 
4

Von Brunnbach zur Anlaufalm Sonnig gelegene Alm im Waldmeer des Nationalpark Kalkalpen

11,7 km
04:30 h
580 hm
580 hm

Brunnbach erreicht man auf einer 10 km langen und schmalen Straße von Großraming aus. Noch heute merkt man dieser kleinen Ortschaft ihre Vergangenheit als Holzfällersiedlung an. Eine Lokomotive und einige Holzwaggons der legendären Waldbahn, mit der bis 1971 Holzbloche aus dem Hintergebirge befördert wurden, kann man am öffentlichen Parkplatz im Bereich des Brunnbachstadels noch besichtigen.
 

5

Almenweg am Hengstpass Almromantik im Nationalpark Kalkalpen

4,9 km
02:00 h
200 hm
200 hm
Almen sind ein unverzichtbares Element alpiner Landschaftsvielfalt. Eingebettet zwischen den Gipfeln von Kampermauern, Hexenturm und Kreuzmauer liegen die Hengstpass-Almen. Die Almen schmiegen sich an die weit hinauf bewaldeten Berge. Hier, wo sich der Übergang vom Gebirge zur Kulturlandschaft vollzieht, ergibt sich eine wunderbare Artenvielfalt. Seltene Orchideen lassen sich entdecken und Falken machen Jagd auf Mäuse, die sich auf den Grasmatten wohlfühlen. Im felsigen Gelände findet man das gelbe Petergstamm, auf den Almen verschiedene Enzianarten und in den schattigeren Bereichen das Jagablut. Die mageren Wiesen und extensiv genutzten Weiden sind auch für die Schmetterlinge besonders attraktiv. Auf der Suche nach Nektar sorgen sie gemeinsam mit Wildbienen für die Bestäubung der Blütenpflanzen. Die saftigen Almgräser und Kräuter sind es auch, die dem Vieh zu guter Gesundheit und Vitalität verhelfen.
 
6

Auf den Scheiblingstein Auf einen oberösterreichisch-steirischen Grenzberg

12,6 km
05:15 h
1290 hm
1290 hm
Laglalm, Lagl- und Eiskar gehören zum Naturschutzgebiet Haller Mauern. Dieses liegt zwischen den Nationalparken Kalkalpen und Gesäuse. Es ist ein wichtiger Trittstein für Wildtiere, die immer mehr an Lebensraum verlieren. Um einen nachhaltigen Schutz der Wildtierpopulationen herzustellen wäre die Vernetzung dieser Schutzgebiete wünschenswert. Farbenfrohe Alpenblumen im Frühjahr und ein goldgelber Lärchenwald im Herbst lassen die Herzen der Naturliebhaber im Laglkar höher schlagen.
 
7

Zur Rinnenden Mauer Besuch beim Naturdenkmal in der Steyrschlucht

7,5 km
02:30 h
180 hm
180 hm

Die bis zu 50 m tiefe Konglomeratschlucht der grünen Steyr entführt in eine andere Welt, einem Rückzugsort für seltene Pflanzenarten. Wer genau beobachtet, entdeckt in den Schluchtwänden Pflanzen aus dem Hochgebirge wie z. B. die Zwergalpenrose, das Petergstamm und das Jagablut. Das Naturdenkmal „Rinnende Mauer“ ist eine prächtige Quellflur. Aus dem sonst trockenen Konglomeratgestein tritt Wasser auf einer Strecke von etwa 60 m aus der Schluchtwand aus. Aus
5 bis 7 m Höhe fließt und tropft es aus unzähligen Öffnungen des porösen Gesteins. Wie ein grüner Teppich überziehen verschiedene Moose, Sumpfdotterblumen und Bitteres Schaumkraut die wasserspendende Schotterwand. Das einmalige Naturerlebnis lässt sich mit einem Besuch beim Maultrommelmacher Wimmer (Schaubetrieb) kombinieren.
 

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Highlights in der Region Nationalpark Kalkalpen

Benediktinerstift Kremsmünster
Benediktinerstift Kremsmünster

Offene Türen
Glaube und Kunst bilden im Stift Kremsmünster eine faszinierende Einheit.
Mit dem Gruß „Dieses Tor soll jedem offen stehn, der ehrbar will durch selbes gehen!“, drückt das Stift Kremsmünster seine benediktinische Gastfreundschaft aus. Seit dem Jahr 777 verbinden die Mönche ihren Glauben mit lebendigem Wirken in Kultur und Wissenschaft.
Durch die Barockbauten des 17. und 18. Jahrhunderts zählt Kremsmünster zu den größten und bedeutendsten Klosteranlagen Österreichs.Seine Kunstsammlungen bergen Werke von Weltruf: Tassilokelch, Tassiloleuchter und Codex Millenarius. Vom kulturellen Schaffen vergangener Zeiten zeugen Bildergalerie, Kaisersaal, Waffensaal, Wunderkammer sowie Bibliothek und Fischkalter. In der Sternwarte von 1758– einem Kosmos im Kleinen – können das paläontologische, mineralogische, physikalische, botanische, zoologische, anthropologische und astronomische Kabinett besichtigt werden.
Bei einer Kostümführung erfahren die Besucher zudem Bekanntes und Unbekanntes aus dem Leben von Bayernherzog Tassilo III, dem Letzten in der Reihe der Agilolfinger.
Der Adventmarkt von 2. bis 4. Dezember bietet mit über 100 Ausstellern erlesene Handwerkskunst sowie ein vielfältiges weihnachtliches Rahmenprogramm.
Spannend wird auch das Jahr 2017 im Stift Kremsmünster,wenn die OÖ. Landesgartenschauvon 21. April bis 15. Oktober mit dem „Dreiklang der Gärten/ Stift-Markt-Schloss“ durch zauberhaft blühende Gärten führt.