Mecklenburg-Vorpommern

Deutschlands grüner Nordosten: Komm mit an die Küste

TMV/Gänsicke

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Herzlich willkommen im wilden Nordosten Deutschlands!

Wir befinden uns in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Hauch von Wildnis liegt in der Luft. Kein Wunder: Das Bundesland hat nicht nur tausende von Gewässern und das kleinste Weltmeer der Erde im Angebot, sondern auch drei Nationalparks, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparks. Grandiose Naturlandschaften warten auf Naturliebhaber, Erholungssuchende und Outdoor-Enthusiasten. Ambitionierte Wanderer und Radfahrer werden hier ebenso glücklich wie Spaziergänger und Kultur-Interessierte.

Wir nehmen Dich heute mit an die Küste und führen Dich zu den drei Klimazonen der Rostocker Heide, erkunden die Highlights der Binzer Bucht auf Rügen, schwingen uns aufs Rad für eine Tour durch die Küstenwälder und genießen die Aussicht vom Adlerhorst.

Einzigartiges Klima in der Rostocker Heide​

Blick aus dem Wald auf's Meer in der Rostocker Heide
Blick aus dem Küstenwald bei Rostock auf den Sonnenuntergang. © TMV / Tiemann

Östlich von Warnemünde liegt Deutschlands größter zusammenhängender Küstenwald – die Rostocker Heide. Sie ist ein echter Geheimtipp für Wanderer und Radler, denn sie überzeugt nicht nur mit traumhaften Kulissen, sondern mit einem einzigartigen Klima, das Körper, Geist und Seele gut tut.

Auf 6.000 Hektar erstreckt sich das seit 1996 ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet entlang der Ostseeküste zwischen dem Breitling bei Warnemünde und Wiederort bei Graal-Müritz. Nur einen Katzensprung von der Großstadt Rostock entfernt ist die Rostocker Heide ein beliebtes Ausflugsziel, das mit ihrer einzigartigen Landschaft und vieler, vom Wind verwehter Bäume beeindruckt.

Drei Klimazonen

Vom Strand aus sind es nur wenige Meter in den Wald, der mal von Laub- und mal von Nadelbäumen geprägt ist. Die Brandung rauscht, eine angenehme Brise weht von der Seeseite herüber – da wundert es einen nicht, dass der Küstenregion bei Rostock positive und erholsame Effekte auf Körper und Geist nachgesagt werden. Denn vereint sorgen das Meer, der Wind und der Wald nicht für ein oder zwei – sondern gleich für drei verschiedene Klimazonen, in denen es durch die Temperaturunterschiede zu einem intensiven Austausch der Luft auf engstem Raum kommt.

Wie kann das sein? Der kühle Wind trifft von der Ostsee auf die Küste, wo er von den Bäumen abgefangen wird und sich mit der Waldluft vermischt. Der Bereich auf der Waldrückseite ist dadurch vom Wind geschützt und auch die Temperaturen sind deutlich höher. Der Meteorologe Stefan Kreibohm erklärt das Phänomen anschaulich:

Entdeckerpfad Biologische Vielfalt: Flora & Fauna der Rostocker Heide

An den Stationen des Entdeckerpfads Biologische Vielfalt lernen Gäste die Flora und Fauna der Rostocker Heide kennen. © TMV / Tiemann

Die Rostocker Heide bietet mit ihren naturgeschützten Bereichen seltenen Tier-und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum, wo unter anderem auch Eisvögel und Seeadler in Ruhe nisten. Der Entdeckerpfad Biologische Vielfalt bringt den Besuchern die spannende Fauna und Flora der Region auf spielerische Art näher. Er führt auf etwa drei Kilometern durch die Rostocker Heide und bietet auf zehn Stationen einen guten Mix aus Aktivitäten und wissenswerten Infos über die Natur.

Ein Ort der Ruhe und aktiven Erholung

Doch nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch der Mensch findet in der Natur die ersehnte Ruhe und Entspannung. Durch die Filterfunktion der Bäume ist die Luft mit Spurenelementen und Mineralstoffen aus dem Meer angereichert und darüber hinaus sehr pollenarm, was insbesondere Allergikern zu Gute kommt. Nicht umsonst gilt die Rostocker Heide als idealer Ort für aktive Erholung, in dem besonders Thalasso-Anwendungen hoch im Kurs stehen. Thalasso, abgeleitet von dem altgriechischen thálassa (=Meer), macht sich das salzige Meerwasser sowie Algen, Schlick, Sand und die besonderen klimatischen Bedingungen zu Nutze, um Beschwerden und Krankheiten zu behandeln. Insgesamt sechs Thalasso-Kurwege führen durch das Gebiet, die auf eigene Faust erkundet werden können.

Binzer Bucht, ein Sehnsuchtsort für Urlauber

Mecklenburg-Vorpommern: Panorama der Binzer Bucht von oben
Die Binzer Bucht, der Schmachter See und die Ostsee von oben – ein beeindruckendes Panorama. © TMV / Gänsicke

Wir springen von der Rostocker Heide weiter östlich – nach Rügen. Hier befinden wir uns nicht nur auf der größten Insel Deutschlands, sondern auch auf einem unglaublich vielseitigen Fleckchen Erde, das Besucher mit seiner unberührten Natur und seiner sonnenverwöhnten Lage verzaubert. 

Im Osten der Insel liegt die Binzer Bucht. Zu ihr gehören

  • das berühmte Ostseebad Binz mit seinem puderzuckerfeinen Sandstrand, der eleganten Bäderarchitektur, eingebettet zwischen den Buchenwäldern der Granitz und dem Naturschutzgebiet Schmachter See
  • der Erholungsort Prora auf der Schmalen Heide mit dem Naturerbe Zentrum Rügen und seinem beeindruckenden Baumwipfelpfad sowie den einzigartigen Feuersteinfeldern bei Mukran

Von fürstlichen Bauten bis zu modernem Beton – die Binzer Bucht beweist, dass gerade aus dem Kontrast von Vergangenheit und Moderne ein unvergleichlicher Charme hervorgeht. Weiße, herrschaftliche Villen, die Binzer Stadtpromenade, die Seebrücke und das Kurhaus, Wahrzeichen des Ostseebades versprechen ein vielseitiges kulturelles wie gastronomisches Angebot, welches diesen einzigartigen Ort auf der Insel Rügen so reizvoll macht.

Binz selbst sticht mit seinen reich verzierten, schneeweißen Villen im Stil der Bäderarchitektur hervor, in denen sich vom Jugendstil, Klassizismus, Barock bis zur Renaissance die unterschiedlichsten Baustile wiederfinden. Um 1900 entstand in dem Ort, der ursprünglich von Landwirtschaft und Fischfang geprägt war, eine einzigartige Bäderkultur, die bei einem ausgiebigen Spaziergang auf der über vier Kilometer langen Strandpromenade erkundet werden kann. Hier darf ein Abstecher zu der 370 Meter langen Binzer Seebrücke nicht fehlen, die eine tolle Sicht auf das gesamte Binzpanorama bietet.

Neben Kultur und Architektur ist es vor allem aber das Naturerlebnis der Binzer Bucht, dessen Vielfalt immer wieder erstaunt, überrascht und inspiriert.

Blick aus der Luft auf Schmachter See und die Ostsee
Blick vom Kleinen Jasmunder Bodden zum Baumwipfelpfad im Naturerebe Zentrum Rügen. © TMV/Gänsicke

Abseits des geschäftigen Ostseebades Binz finden sich mehrere grüne Oasen, in welchen man wunderbar in die Natur der Insel eintauchen kann. Zwei Parks, der Kurpark im Ortskern und der Park der Sinne am Ufer des Schmachter Sees, laden zum erholsamen Verweilen ein.

Nur wenige hundert Meter vom quirligen Binzer Treiben entfernt, bietet die Granitz mit ihren uralten Buchen, verwunschenen Mooren und abwechslungsreichen Höhenwegen viele Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren inmitten geschützter Natur.

Entdecke Proras wilde, grüne Seite

Nlick auf Proras Küstenlinie von oben
Proras Küstenlinie – kilometerlang nur Sand, Meer und Traumstrände. © TMV / Gänsicke

Keine zehn Minuten von der Binzer Strandpromenade entfernt, direkt am Schmachter See, beginnen die DBU-Naturerbeflächen, ein knapp 2000 Hektar großes Naturschutzgebiet zwischen Ostsee und Kleinem Jasmunder Bodden.

Viele schauen sich diese Landschaft bloß vom Aussichtsturm des Baumwipfelpfades des Naturerbe Zentrums an. Ein großer Fehler: Prora gehört zu jenen Landschaften, in die man hineinläuft und beinahe augenblicklich den Eindruck hat, die Welt habe einen verschluckt. Die Laubwälder stehen tief, man hört nur die eigenen Schritte und ab und zu einen Vogel.

Laubwald mit großen Felsen
In die Natur eintauchen – dichte Laubwälder und steinzeitliche Hünengräber zwischen Binz und Prora. © TMV / Tiemann

Nicht zu übersehen ist allerdings der „Koloss von Rügen“, eine Reihe von baugleichen Häuserblocks aus dem Jahr 1936, die sich über viereinhalb Kilometer entlang der Küste erstrecken. Einst waren diese von den Nationalsozialisten im Rahmen eines Monumentalprojektes als Ferienanlage geplant, die jedoch nie richtig vollendet wurde.

Die gemeinnützige Naturerbe-Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat heute ein Auge auf weite Teile der Schmalen Heide, die durch Sowjetarmee und Nationale Volksarmee jahrelang als Trainingsgelände für Infanterie und Panzer genutzt wurden. Sie kümmert sich darum, dass aus der malträtierten Landschaft Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen entstehen. Dabei hat sie zuverlässige Helfer: damit die Heidelandschaften, und damit wichtige Biotope, nicht zuwachsen, grasen hier Wasserbüffel- und Schafherden.

 

Die Feuersteinfelder bei Mukran

Magisch und ein wenig wundersam wirken die Feuersteinfelder bei Mukran, die auf den ersten Blick nicht so ganz in die sonst so grüne Umgebung passen wollen.

Blick von oben auf die Feuersteinfelder von Mukran
Magischer Ort – die Feuersteinfelder bei Mukran sind ein Ort mit ganz besonderer Ausstrahlung. © TMV / Gänsicke

Die wissenschaftliche Erklärung für das ungewöhnliche „Steinerne Meer“ findet sich schnell: Vor 3.500 bis 4.000 Jahren wüteten Sturmfluten in der Region, die mit ihrer gewaltigen Kraft kilometerweit Feuersteine heranschleuderten. Ein Stück faszinierende Natur – ganz nah bei Binz und doch aus einer anderen Welt. Die Feuersteinfelder sind jederzeit begehbar und lassen sich wunderbar mit einer kleinen Wanderung durch das Gebiet erkunden.

 

Baumwipfelpfad auf Rügen: Aussicht vom Adlerhorst

Eine ungewöhnliche Perspektive auf die Naturerbefläche Prora bietet der 1.250 Meter lange, barrierearme Baumwipfelpfad, der sich durch die Baumkronen des jahrhundertealten Buchenwaldes windet.

Blick vom Aussichtsturm im Naturerbe Prora auf Wälder und das Meer
Der Adlerhorst bietet einen atemberaubenden Blick über das Naturschutzgebiet. © TMV / Kirchgessner

In vier bis siebzehn Metern über dem Waldboden finden sich Besucher auf Augenhöhe mit der Natur wieder und können besondere Einblicke in die fantastische Tier- und Pflanzenwelt erhaschen. In der Mitte des Baumwipfelpfades befindet sich ein 40 Meter hoher Aussichtsturm, der einem Adlerhorst nachempfunden ist.

Seine architektonische Form ist dabei einzigartig, denn der Turm umschließt eine mächtige Buche, deren Krone den Weg zu der Aussichtsplattform freigibt. Von hier aus lässt sich eine spektakuläre Sicht über die Insellandschaft von Rügen genießen, bei gutem Wetter sind sogar die Kirchturmspitzen von Stralsund am Horizont zu sehen. Nicht selten können auch die heimischen Seeadler dabei beobachtet werden, wie sie in majestätischen Zirkeln über die Insel gleiten. Mit einer Steigung von maximal sechs Prozent ist die Aussichtsplattform auch für Kinderwagen und Rollstühle befahrbar.

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