Nichts verdirbt eine Wandertour so schnell wie Blasen oder Scheuerstellen an den Füßen. Zwar weiß jeder Wanderer, dass die Wanderschuhe immer richtig eingelaufen werden müssen, damit man sich keine Blasen läuft, doch selbst dann kann es passieren, dass während einer Tour die Füße plötzlich schmerzen.

Wie entstehen Blasen eigentlich?

Wenn der Schuh nicht richtig sitzt und über längere Zeit auf der Haut scheuert, zerstört er nach und nach die Verbindung zwischen den verschiedenen Hautschichten. Die oberste Hautschicht, die sogenannte Oberhaut, reibt dann auf den unteren Schichten und dort wo sich die Hautschichten voneinander trennen, bildet sich Wundflüssigkeit. Gehen die Verletzungen besonders tief, kann im schlimmsten Fall auch Blut in den Hohlraum einlaufen und es entsteht eine Blutblase. Die Flüssigkeit einer Blase soll das darunter liegende Gewebe schützen. Gleichzeitig bereitet sie dadurch beim Wandern aber auch Schmerzen.

Die Entstehung von Blasen kann viele Gründe haben: zu große oder zu kleine Schuhe, nicht ausreichend eingelaufene Wanderschuhe, Socken die verrutschen oder auch zu viel Feuchtigkeit im Schuh. Egal, welchen Grund es hat – sobald die Fersen brennen oder ihr merkt, dass einer eurer Zehen wund ist, solltet ihr unverzüglich eine Pause einlegen, um die wunden Stellen zu versorgen. Stecht die Blase auf keinen Fall auf, sonst können Keime in die Wunde eindringen und zu Infektionen führen. Klebt stattdessen ein gut haftendes Pflaster auf die Stelle, idealerweise ein Blasenpflaster, das über eine spezielle Gelschicht verfügt, die Wunde komplett verschließt und für ein feuchtes Milieu sorgt. So verheilt die Blase nicht nur schneller, sondern die Gelschicht nimmt ein wenig den Druck eurer Wanderschuhe und ermöglicht euch das Weiterwandern. Deshalb solltet ihr auf euren Wandertouren immer auch Blasenpflaster im Gepäck haben.

Wunde Füße vorbeugen

Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen und Blasen an der Ferse oder dem Zeh ganz zu vermeiden, tragt ihr immer perfekt passende und gut eingelaufene Schuhe. Lauft längere Touren niemals in ganz neuen Schuhen – damit verderbt ihr euch die Lust am Wandern sehr schnell. Nutzt besser kurze Wanderungen, um nagelneue Wanderschuhe einzulaufen. So kann sich der Schuh eurer Fußform anpassen und scheuert weniger. In der Regel reicht es, wenn ihr die Schuhe einige Stunden trag, Modelle aus besonders festem Leder solltet ihr jedoch am besten etwa acht Stunden tragen, damit sie schmeidiger werden. Beachtet schon beim Schuhkauf: Die Wanderschuhe müssen bequem sein! Kauft die Schuhe am besten abends, denn dann sind eure Füße ein wenig größer als noch am Morgen.

Wenn ihr euch generell schnell Blasen lauft, könnt ihr die empfindlichen Stellen auch schon vorsorglich mit einem guten Pflaster oder einem Tapeverband abkleben und so schützen. Idealerweise tragt ihr Socken aus synthetischen Fasern, die die Feuchtigkeit vom Fuß wegleiten. Auch zwei Paar Socken (dünne Synthetik-Socken unter Baumwoll- oder Wollsocken) übereinander angezogen – vorausgesetzt ihr habt ausreichend Platz im Schuh – können Blasen vorbeugen. Wenn ihr eure Füße zusätzlich regelmäßig mit Pflegecremes oder Hirschtalg pflegt, könnt ihr Verletzungen der Fußhaut minimieren.