Der Europäische Fernwanderweg E5 ist neben dem Traumpfad München-Venedig wohl die beliebteste Variante über die Alpen. Und auch wenn der Fernwanderweg eigentlich ja von der Atlantikküste Frankreichs in der Bretagne startet und auf insgesamt 3200 Kilometern über die Alpen bis nach Verona führt, so sind die bekanntesten Etappen sicherlich diejenigen von Konstanz nach Verona. Besonders beliebt ist auch die Variante von Oberstdorf nach Meran, für viele die erste Wahl, wenn es um eine möglichst „schnelle“ Alpenüberquerung geht.

Fernwanderweg E5: In 32 Etappen von Konstanz nach Verona

Los geht’s in Konstanz am Bodensee – und dann geht es auf rund 600 größtenteils gut markierten Kilometern in Nord-Süd-Richtung über die Alpen bis nach Verona. Dabei durchquert ihr

  • vier Länder (Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien) und
  • unterschiedlichste Landschaften und Vegetationszonen: Das saftig-grüne Alpenvorland, den felsigen Alpenhauptkamm mit seinen mächtigen Gletschern, die entzückenden italienischen Bergdörfer und schließlich die mediterrane Umgebung Veronas.

Seid ihr in Verona angekommen, so habt ihr nicht nur rund 20.000 Höhenmeter hinter euch, sondern auch unzählige Geschichten im Gepäck. Geschichten der Sorte, die man noch seinen Enkeln erzählen wird… i

Fernwanderweg E5 in Teiletappen

Aber auch abschnittsweise lohnt sich der Europäische Fernwanderweg:

  • Der Nordteil des Fernwanderwegs E5 führt vom flachen Bodenseeufer über die Hügel des Bregenzerwalds ins Allgäu. In Oberstdorf beginnt die Überschreitung der west-ost-verlaufenden Gebirgskämme, dazwischen die Abstiege ins Lechtal, ins Inntal, ins Pitztal, ins Ötztal und ins Passeirtal.
  • Für erfahrene Bergwanderer werden alpine Varianten über die Nagelfluhkette, den Kaunergrat und über den Alpenhauptkamm nach Meran vorgestellt.
  • Südtirol zählt zu den beliebtesten Wanderregionen weltweit. Der E5 durchquert einen Großteil dieses gastfreundlichen Landes, angefangen von den Eisriesen des Alpenhauptkamms bis hinunter zu den sanften Hügeln des Naturparks Trudner Horn. Immer wieder begeistern die Blicke auf die nahen Dolomiten.
  • Das Trentino ist für seine schroffen Berge, die vielen schönen Seen und den guten Wein bekannt. Auch hier sprechen viele Menschen Deutsch, doch mit einem besonders netten, italienisch angehauchten Akzent.
  • Die ehemalige österreichisch-italienische Front war über viele Jahre besonders umkämpft. In den aussichtsreichen Bergen an der Grenze zwischen Trentino und Venezien befinden sich unzählige Relikte aus dieser Zeit. Zum Beispiel das Forte Cherle mit seinem Panoramablick über das Tal oder der Dente Italiano, ein Felsbrocken, der mitsamt seinen italienischen Soldaten vom K. u. K.-Heer einfach gesprengt wurde.

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Europäischer Fernwanderweg E5

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