Wanderkarte Niederösterreich

Wie viele Touristen besuchen wohl die österreichische Bundeshauptstadt Wien, ohne einen Fuß auf das sie umgebende Bundesland Niederösterreich zu setzen? Dabei bietet es als Kernland Österreichs im Bereich Wandern die vielfältigsten Möglichkeiten. Im Süden lockt das Alpenvorland mit Gipfeln bis über 2.000 Metern Höhe, im Norden das Wald- und Weinviertel und die Mitte durchzieht die viel besungene Donau mit ihrem Prunkstück, der Wachau. Jedes der vier Vierteln Niederösterreichs hat seinen eigenen Charme. Viele Wanderwege sind vorbildlich markiert und erleichtern die Orientierung mit der Wanderkarte. Wer Gratwanderungen liebt, kommt beim Rauhen Kamm ganz auf seine Kosten. Vom Nordosten aus zieht er sich auf den Gipfel des Ötschers und erlaubt es, mit dem Berg auf Tuchfühlung zu gehen. Für trittsichere und sportliche Wanderer ist dies der ansprechendste Weg nach oben. Doch auch am Fuße des Ötschers tut sich ein wahres Wanderparadies auf: Die Schluchten der Ötschergräben sind ein beliebtes Ausflugsziel für Schulklassen und Touristen weit über Niederösterreichs Grenzen hinaus. Enge, gewundene Pfade, Felshänge und Wasserfälle treiben ihr Spiel und laden zum Wandern ein. Im Herzen Niederösterreichs liegt entlang der Donau zwischen Melk und Krems das vom Klima begünstigte und seiner landschaftlichen Schönheit wegen beliebte Gebiet der Wachau. Zu beiden Seiten des Flusses erstreckt sich ein 180 Kilometer langes Wandernetz, das dem Einfallsreichtum keine Grenzen setzt und in allen möglichen Varianten durchwandert werden kann. Um die in vierzehn Etappen unterteilten Wege optimal zu nutzen, ist eine Wanderkarte sehr zu empfehlen. Von sonnenbeschienenen Weinterrassen über Aussichtsfelsen bis hin zu den zahlreichen Burgen und Ruinen jagt ein Augenschmaus den nächsten und dazwischen laden malerische Weinbaudörfer zur Einkehr ein. Im äußersten Nordwesten Niederösterreichs an der Grenze zu Tschechien liegt die Blockheide, die seit 1979 als Naturpark geführt wird. Das über hundert Hektar große Gebiet lässt sich auf verschiedenen Themenwegen durchwandern, die die Besonderheiten dieser Heidelandschaft hervorkehren. Vorbei geht es an Biotopen, einem See und einem Aussichtsturm, dessen Plattform den Blick auf das Umland und die nahe Bezirkshauptstadt Gmünd freigibt. Die Wege sind besonders für das gemütliche Wandern gedacht und für Leute, die sich gerne von den bizarren Granitblöcken und ihrer reichen Mythologiewelt verzaubern lassen. Mit seinen 2.076 Metern ist der Schneeberg der höchste Berg Niederösterreichs. Auf guten Wanderkarten ist die Vielzahl der Wege und Steige, die auf den Schneeberg führen, ersichtlich und es wird klar, dass sich der Berg seine Geheimnisse nicht an einem einzigen Tag alle entlocken lässt. Kletterfans, die beim Wandern nichts gegen einen Schuss Adrenalin einzuwenden haben, können unter Klettersteigen der verschiedensten Schwierigkeitsgrade wählen. Wer nicht von ganz unten starten möchte, kann auch die Seilbahn oder die berühmte Zahnradbahn von Puchberg benutzen und das Wegenetz von den Bergstationen aus in Angriff nehmen.