Hainich

Im Nordwesten des Bundeslandes Thüringen, zwischen den Städten Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza, liegt ein bewaldeter Höhenrücken - der Hainich. Mit einer Fläche von ca. 16.000 ha ist er der größte „Urwald“ Deutschlands. Seit 2011 steht er zusammen mit anderen alten Buchenwäldern auf der UNESCO-Welterbeliste. Den südlichen Teil des Höhenrückens nimmt seit 1998 der Nationalpark Hainich ein.

Dem Besucher bieten sich einzigartige Möglichkeiten, diesen mitten in Deutschland gelegenen Urwald näher zu erkunden. An den Rändern des Nationalparks liegen sechs Natur- und Erlebnispfade: der Naturpfad Thiemsburg, der Urwaldpfad, der Germanische Kultpfad, der Märchennaturpfad Feensteig bei Weberstedt, der Erlebnispfad Silberborn und der Erlebnispfad Brunstal. Die drei letztgenannten sind barrierefreie Wanderwege, die auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden können. Auf all diesen Pfaden, die nicht nur für Kinder interessant sind, kann die Natur spielerisch entdeckt, erforscht, ertastet und begriffen werden. Im 530 m langen Baumkronenpfad am Forsthaus Thiemsburg gibt es einen Baumturm mit einem Baumhaus. Der mutige Besucher kann von dort oben den Hainich und das Thüringer Becken überblicken.
Durch den Hainich führen 11 Rundwanderwege sowie zwei Fernwanderwege: der Rennsteigweg und der Waagebalkenweg. Der Süden des Nationalparks lässt sich hoch zu Ross auf einem Reiterweg erkunden. Die Anzahl der Kremserwege ist nahezu unbegrenzt. Auf einem Kremserwagen finden 10 Personen, durch ein Dach vor Sonne und Regen geschützt, Platz.

Mehr als 35 km Radwanderwege sind mit Holzschildern markiert. Die gelbe Route führt in Ost-West-Richtung und die rote Route in Nord-Süd-Richtung durch den Nationalpark. Im Karstgebiet Hainich fließen die Niederschlagswässer unterirdisch ab und treten an den östlichen Rändern in sogenannten Quelltöpfen zutage. Bei Oberdorla können zwei solche Karstquellen, der „Kainspring“ und der „Melchiorbrunnen“, besichtigt werden. Am geografischen Mittelpunkt Deutschlands, in der Gemarkung Niederdorla, wird in jedem Jahr ein Mittelpunktsfest gefeiert.

Bei Kammerforst, direkt am Rand des Naturparks Hainich, befinden sich Waldgasthof und Hotel „Hainich Haus“. Hier kann der Besucher die herrliche Panoramaaussicht genießen und den mystischen Klängen aus dem 65 m tiefen Klingbrunnen lauschen. Der ungeschützte Name Hainich wird auch als Marke verwendet, beispielsweise für ein Bier aus Großengottern (Hainich Export) und von einem Holzverarbeitungsbetrieb aus Heyerode (Hainich-Holz).

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