Wanderkarte Kärnten

Ein Wanderurlaub in Kärnten führt in eine reizvolle Region mit vielen landschaftlichen Höhepunkten, die zum gemütlichen Wandern oder zu ausgedehnten Touren mit Rucksack und Wanderkarte einladen. Als südlichstes Bundesland Österreichs wird Kärnten von hohen, schneebedeckten Bergketten umgeben, wie etwa den Hohen Tauern, den Karnischen Alpen, und den Karawanken. Zwischen den Alpengipfeln liegen stille Täler, weite Almflächen und mehr als tausend stehende Gewässer, wovon vierundvierzig als kontrollierte Badeseen ausgewiesen sind. Durch die hohe Sonnenscheindauer von rund zweitausend Stunden pro Jahr Jahr können sich die Seen bis auf 28 Grad erwärmen. Aufgrund der günstigen klimatischen Verhältnisse auf der Südseite des Alpenhauptkammes erhielt Kärnten die Beinamen „Sonnenterrasse“ und auch „Badewanne“ Österreichs, die vielfältigen Möglichkeiten zum Wandern machen die Region aber auch zu einem beliebten Wanderland. Neben einer guten Wanderkarte stellt die gemütliche Unterkunft einen wichtigen Faktor beim Wandern dar. Dafür sorgt die regionale Einrichtung der Kärntner Wandergastgeber, die für Wanderer spezielle Angebote und Leistungen bereithalten. Viele Wandergastgeber bieten zusätzlich besondere Wandererlebnisse wie Fastenwandern oder Wandern in Verbindung mit Wellness an, denn Kärnten ist auch eine bekannte Wellness- und Wohlfühlregion.

Seen, Almen und Berge – die Kärntner Wandergebiete

Das Urlaubsland Kärnten setzt sich aus dreizehn Ferienregionen mit unterschiedlichen Landschaften und Eigenheiten zusammen, sodass die Gäste beim Wandern aus einer großen Bandbreite an Wanderwegen und Bergtouren auswählen können. Die Wanderkarte ist dabei ein guter Begleiter, um auch die Naturschönheiten abseits der Wege zu erkunden. Auf drei Höhenstufen können Urlauber erlebnisreiche Wanderungen genießen – das Tourenangebot reicht vom leichten Mühlenweg am Millstätter See über die Rundwanderung auf der Koralpe bis zur hochalpinen Tour auf den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner (3.798 m ü. NN). Für einen Familienurlaub mit Wandern sind die Ferienregionen Katschberg-Rennweg und Lieser-/Maltatal am besten geeignet. Wildromantische Landschaften und Herausforderungen für Outdoor-Fans bieten die Carnica-Region Rosental, der Outdoor-Park Oberdrautal, die Kärntner Naturarena und die Region Südkärnten-Klopeiner See (Karawanken). Einmal rund um den bekanntesten See Kärntens führt der Wörthersee-Rundwanderweg (55 km, 1.900 Höhenmeter), Erholung vom Wandern bietet dann die benachbarte Ferienregion Ossiacher/Faaker See mit dem Warmbad Villach als Kärntner Wellnesshauptstadt. Die beliebtesten Wandergebiete in Kärnten sind die Regionen Bad Kleinkirchheim-Nockberge und Lavanttal. Das Wandergebiet Nockberge weist ein Wegenetz von rund 1.000 km Länge auf. Der intensive, aromatische Duft der seltenen Speikpflanze begleitet die Wanderer auf vielen Touren, unterwegs bieten zahlreiche Hütten von Mai bis September wohltuende Bäder für beanspruchte Füße. Das fruchtbare Lavanttal mit rund 500 Kilometern Wanderwege ist eine Genussregion und gilt als das Paradies Kärntens. Besonders zu empfehlen sind die Mostwanderungen oder eine Tour zu den Heilquellen von Bad St. Leonhard, die bereits der Arzt Paracelsus gekannt und genutzt hat.

Wandertouren für Grenzgänger – Kärntner Wanderhighlights

Die Kärntner Wanderkarte enthält auch Touren für einen längeren Wanderurlaub wie die Weitwanderwege Via Alpina oder die Römerstraße Via Julia Augusta von Oberdrauburg nach Dellach. Auf der 7-tägigen Glockner-Runde im Nationalpark Hohe Tauern müssen Wanderer nicht nur über 7.000 Höhenmeter bewältigen, sie überqueren auch die Grenze Kärnten-Osttirol. Als Entschädigung für die Mühen gibt es grandiose Panoramablicke und Kärntner Spezialitäten auf den Hütten. Die reine Gehzeit der einzelnen Etappen beträgt drei bis acht Stunden, das Wandern auf der Glockner-Runde verlangt deshalb neben einer guten Wanderkarte und Kondition auch alpine Erfahrung und Trittsicherheit. Ein weiteres Highlight ist der Karnische Höhenweg entlang der österreichisch-italienischen Grenze auf dem Kamm der Karnischen Alpen. In acht bis elf Tagesetappen erleben Wanderer eine abwechslungsreiche Hochgebirgslandschaft mit beeindruckenden Erinnerungen an die Zeiten des Ersten Weltkriegs. Heute verläuft die rund 150 km lange Route auf beiden Seiten des früheren Grenzverlaufs, weshalb der Karnische Höhenweg auch einen zweiten Namen trägt – Friedensweg.