Wanderkarte Hunsrück

Der Höhenzug Hunsrück erstreckt sich über knapp hundert Kilometer und liegt überwiegend in Rheinland-Pfalz, ein kleiner Teil ragt in das Saarland hinein. Rhein, Mosel, Saar und Nahe umschließen das durch bewaldete Höhenzüge, saftige Wiesen und malerische Bachläufe geprägte Wanderparadies. Ob ihr auf einem Fernwanderweg unterwegs seid oder eine Tagestour plant – eine gute Wanderkarte sollte dabei nicht fehlen.

Fernwanderwege im Hunsrück

Der Saar-Hunsrück-Steig führt über 410 Kilometer von Perl an der Mosel nach Boppard am Rhein und ist auf der Wanderkarte in siebenundzwanzig Etappen eingeteilt, vier davon liegen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Unterwegs entdeckt ihr Sehenswürdigkeiten wie die Grimburg, die Felsenkirche in Idar-Oberstein und die Wildenburg mit dem Wildfreigehege, der Aufstieg auf den Erbeskopf – mit 816 Meter höchster Berg der Region – wird mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Unberührte Natur, Einsamkeit und Ruhe verspricht der Soonwaldsteig auf einer Länge von fünfundachtzig Kilometern. Der Weg führt durch das reizvolle Hahnenbachtal, vorbei an Burgruinen und Schlössern. In der Gegend trieb einst der berüchtigte Räuberhauptmann Schinderhannes sein Unwesen. Heute verbindet der Schinderhannes-Pfad den Soonwaldsteig mit dem Saar-Hunsrück-Steig. Abwechslungsreich, mit vielen Steigungen, atemberaubenden Aussichten und wildromantischen Tälern präsentiert sich der Hunsrückhöhenweg über 166 Kilometer auf neun Etappen. Neben den Naturschönheiten säumen mit der Burgstadt Kastellaun, der imposanten Burgruine Schmidtburg und Schloss Wartenstein zahlreiche kulturhistorische Stätten euren Weg.

Wandern auf den Traumschleifen

Alle Traumschleifen im Hunsrück sind als Rundwanderwege angelegt und eignen sich als Halbtages- oder Tagestouren. Ob für euch das Wandern mit der ganzen Familie, die sportliche Herausforderung oder der Einklang mit der Natur im Vordergrund steht – mit der Wanderkarte findet sich für jeden das Passende. Märchenhaftes Wandern verspricht die Traumschleife Frau Holle: Wer genau hinsieht, kann am Beginn der Wanderung bei Reinsfeld in einem Felshang die Augen der Frau Holle entdecken. Gelingt euch das nicht, seid nicht enttäuscht, die herrliche Landschaft des Schwarzwälder Hochwaldes wird euch in jedem Fall verzaubern. Die Traumschleife Domblick führt durch das wildromantische Simmerbachtal, schon von weitem grüßt hoch über Ravengiersburg der Hunsrückdom. Ein Stück weiter schweift euer Blick über den Naturpark Soonwald und malerische Hunsrückdörfer. Ambitioniertes Wandern über teils schmale Pfade und schroffe Felsen bietet die Traumschleife Baybachklamm. Die Tour erfordert einiges an Kondition und Trittsicherheit, belohnt euch aber mit atemberaubenden Aussichten in wildromantischer Kulisse. Wandern auf den Spuren der Kelten und Römer? Auch das ist im Hunsrück möglich. Der Römer-Keltenpfad ist nicht nur kulturhistorisch wertvoll – wer kein Interesse an frühkeltischen Hinkelsteinen, einer römischen Wasserleitung oder einer alten Römerstraße hat, erfreut sich an der ursprünglichen Landschaft samt atemberaubenden Panoramablicken. Ein besonderes Highlight beim Wandern im Hunsrück hält die Geierley-Schleife bereit. Die Überquerung des Mörsdorfer Bachtals auf der mit 360 Metern längsten Hängeseilbrücke Deutschlands erfordert allerdings ein wenig Mut und viel Schwindelfreiheit. Weniger Wagemutige gelangen über eine Abkürzung zurück zum Ausgangspunkt.