Birkenstein – Wendelstein - Wandertour

Der schönste Weg zum großen Panorama?

16,5 km
06:30 h
1.060 hm
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Start | Wanderparkplatz (ca. 850 m) in Birkenstein, Zufahrt von Fischbachau (772 m) [GPS: UTM Zone 32 x: 722.320 m y: 5.288.580 m]
Charakter | Recht ausgedehnte Höhen- und Gipfelwanderung mit felsigem Finale; großes Panorama vom Wendelstein.
Spät im Jahr, wenn das Radio meldet "Wendelstein sonnig, 15 Grad", erfreut sich der Berg ganz besonderer Wertschätzung, dann zieht’s die Münchner in Scharen aus dem Nebelgrau zum Licht, zur milden Herbstsonne. Der Parkplatz in Osterhofen ist rappelvoll, das Gedränge rund um die Sonnenterrasse vor dem Wendelsteinhaus und auf dem Gipfelsteig entsprechend. Wer’s ruhiger mag, sich Zeit lassen will für ein schönes Bergerlebnis, startet die Wanderung gleich im Tal, etwa in Birkenstein. Mit ein paar Gleichgesinnten übt man dann "langsame Annäherung": Schritt um Schritt. Da rückt dann die ebenmäßig gebaute Felspyramide allmählich näher, und nur die letzten hundert Höhenmeter muss man im Pulk zurücklegen. Das Panorama ist dann für alle gleich schön, nur die Halbe im Wendelsteinhaus schmeckt denen, die den Berg zu Fuß erklommen haben, garantiert besser...

Tourenverlauf

Tourenbeschreibung

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Vom Wanderparkplatz 01

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(850 m) bei Birkenstein folgt man zunächst dem Fahrweg, der sanft steigend in die Wiesensenke unter dem Rehbichl leitet. Hier halblinks in den Wald und auf einer Schotterpiste oberhalb des Kuttenraingrabens bergan. Oberhalb der Spitzingalm (1237 m) kommt man aus dem Wald, zeigt sich das Gipfelziel, aus dieser Perspektive eine elegante Felspyramide.

Der Weg steuert, weiter an Höhe gewinnend, die Südflanke des Bergstocks an. Unter den dicken Drahtseilen der Wendelsteinbahn (ca. 1570 m) gabelt er sich. Hier erst links, nach weniger als hundert Schritten gleich wieder rechts und über Schrofen im Zickzack hinauf zur Bergstation bzw. zur Terrasse des Wendelsteinhauses 02

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(1740 m). Auf einem schroffen Felszahn gleich nebenan thront das Wendelsteinkircherl von 1890, Deutschlands höchstgelegene Kirche (nicht Kapelle, wie der 1981 errichtete Bau auf der Zugspitze).
Die letzten hundert Höhenmeter sind asphaltiert; der meterbreite Weg schraubt sich in bequemen Schleifen und über ein paar Treppen hinauf zum arg verbauten Gipfel des Wendelsteins 03

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(1838 m) mit der Kuppel des neuen Observatoriums. Das große Windrad wurde 2007 wieder abgebaut.

Für den Abstieg empfiehlt sich der Gipfelrundweg, der in einem Rechtsbogen in das Kar unter der Zeller Scharte führt. Hier direkt hinunter zur Bahn oder mit einem kleinen Umweg über das markante Joch zwischen Wendelstein und Soinwand. An der Wegkreuzung (1418 m) unweit der Reindleralm 04

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(1429 m; Getränke) nimmt man den links abgehenden Weg, der weitgehend flach unter den Nordabstürzen des Wendelsteins nach Westen quert, nur kurz zu einer Verzweigung ansteigt. Hier geht’s links zum Wendelsteinhaus, rechts – allmählich wieder an Höhe verlierend – zur Elbachalm. Etwas tiefer liegt die Durhamer Alm (1315 m) mit Straßenanschluss, ganz in der Nähe die Aiblinger Hütte (Getränke). Der Fahrweg leitet nördlich um den Schweinsberg herum und senkt sich dann zur Kesselalm 05

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(1275 m). Auf dem Wirtschaftsweg (im Winter Rodelstrecke) hinunter zum Wanderparkplatz 01

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in Birkenstein.

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