• Erzherzog-Johann-Klause
  • Erzherzog-Johann-Klause

Erzherzog-Johann-Klause - Wandertour

Grenzgang im Mangfallgebirge

15 km
04:15 h
380 hm
380 hm
Start | Forsthaus Valepp (2016 neu eröffnet) bzw. Wanderparkplatz am Zusammenfluss der Roten und Weißen Valepp. [GPS: UTM Zone 32 x: 717.240 m y: 5.278.100 m]
Charakter | Wanderrunde, die zu mehr als der Hälfte auf Forstpisten, sonst auf schmalen, (teilweise etwas ausgesetzten) Fußwegen verläuft. Einmalig: Ende Mai/Anfang Juni Frauenschuh im Graben der Grundache!
Waldarbeit war schon immer ein gefährlicher Job, ist es auch heute noch, trotz moderner Geräte und vieler Forstpisten, über die das geschlagene Holz abtransportiert wird. Früher geschah das vor allem auf dem Wasserweg. Über die Brandenberger Ache beispielsweise wurden jährlich bis zu 40.000 Festmeter Holz ins Inntal befördert.
Erst 1966 kam die Holztrift ganz zum Erliegen, nach fast einem halben Jahrtausend. Erhalten ist die nach Erzherzog Johann (1782–1859) benannte Klause (Sperre), einst die größte in den Alpen, heute beliebtes Wanderziel von der Valepp aus mit leicht abenteuerlichem Touch. Denn der Pfad verläuft teilweise hoch über dem rauschenden Bach, quert dabei steile und felsige Hänge. Ganz anders der Hinweg, der Waldstraßen folgt, die wenig Naturromantik verströmen. Im Gegensatz zum alten Weg bieten sie aber freie Sicht auf Teile der Brandenberger Alpen, Schinder und Guffert.

Tourenverlauf

Tourenbeschreibung

01

Vom Forsthaus Valepp 01

02

(872 m) folgt man zunächst der Sandstraße, die leicht steigend zur Ochsenalm und ins Tälchen des Enzenbachs führt; rechts die Kapelle Mariahilf (Anfang 18. Jh.). Die Abzweigung zum Elendsattel bleibt links; knapp 500 Meter weiter gibt ein Wegschild die Richtung vor: Erzherzog-Johann-Klause. Auf breitem Weg leicht abwärts zum Bach, übers Wasser und kurz talauswärts. Bereits nach wenigen Metern weist ein Schild links aufwärts. Der steinigen Spur folgend, steigt man auf zu der breiten Waldstraße, die in sanftem Auf und Ab die ostseitigen Hänge hoch über der Grundache schneidet, dabei schöne Aussicht bietend. Bei der Reichsteinalm 02

03

(1050 m) beginnt der Abstieg zur Erzherzog-Johann-Klause mit einer ausgreifenden Schleife in den Graben des Marchbachs. An seiner Mündung quert man das Gewässer auf einer hohen Brücke; mit der Grundache (die weiter talabwärts Brandenberger Ache heißt) geht’s dann flach hinaus zur Erzherzog-Johann-Klause 03

04

(814 m). Man passiert die Holzbrücke und steigt kurz auf zum gleichnamigen Gasthaus.
Nach der Pflicht (Hinweg) nun die Kür: der Rückweg durch den wilden, malerischen Graben. Er steigt zunächst kurz an, hält dabei Abstand zum Wasser und senkt sich erst nach etwa anderthalb Kilometern zur Grundache. Auf einer eisernen Brücke 04

05

(809 m) wechselt man ans rechte Ufer. Über »Stock und Stein« geht’s zunächst taleinwärts; ein paar Drahtseile und solide Stege erleichtern das Weiterkommen. Dann beginn der schmale Pfad anzusteigen, gewinnt rasch etwa hundert Höhenmeter. In der Tiefe rauscht die Grundache. Der Weg verläuft nun mehr oder weniger flach; im Tälchen des Enzenbachs stößt man auf den Hinweg. Mit ihm zurück zum Forsthaus Valepp 01

06

.

©  KOMPASS-Karten