• Refuge de Petra Piana
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Refuge de Petra Piana - Wandertour

Am Fuße des Monte Rotondo

21 km
07:00 h
1150 hm
1150 hm
Start | Canaglia, kleine Ortschaft am Ausgang des Manganellotales, von der N 193 über eine 6 km lange Nebenstraße zu erreichen [GPS: UTM Zone 32 x: 511.456 m y: 4.667.688 m]
Charakter | Gehtechnisch einfache, jedoch sehr lange Bergtour auf Waldwegen und Bergpfaden, die Orientierung ist einfach und die Route durchgehend markiert.
Zwei Abschnitte von Weitwanderwegen ermöglichen es, tief in die Bergwelt im Zentrum Korsikas vorzudringen, ohne den GR 20 in seiner Gesamtheit absolvieren zu müssen. Die lange, aber von der Wegbeschaffenheit einfache Tour kann sogar teilweise zu einer Rundwanderung ausgebaut werden, wenn wir der Alpinvariante des GR 20 folgen und zwei Tage mit Übernachtung auf der Refuge de Petra Piana einplanen. Unweit des Col de Vizzavona zweigt bei Tattore eine schmale Nebenstraße nach Canaglia ab, ein kleiner Weiler im Agnonetal. Knapp danach mündet der Manganello ein, dem wir durch die herrliche Talung bis zur Quelle folgen.


Peter Mertz

Tourenverlauf

Tourenbeschreibung

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720 m, Canaglia

Die öffentliche Fahrstraße endet in Canaglia , hier stehen ein paar Parkplätze zur Verfügung, setzt sich aber als Forstweg fort, der an der Südseite des Manganellotales verläuft. Gleich hinter dem Ort beginnt der Forstweg mit einem Fahrverbotsschild und Hinweistafeln auf den GR 20 bzw. auf eine Variante des Weitwanderweges Mare a Mare Nord, dem wir eine Weile folgen. Nach einem Kilometer auf dem Forstweg und dem Passieren eines Eisengatters zweigt die Wanderroute in einer Linkskurve nach rechts ab und verläuft zunächst noch als breiter Weg zum Bachlauf hinunter. Wir wandern stets durch lichten Kiefernwald und haben das herrliche Bachbett mit zahlreichen Felsbecken und Gumpen im Blickfeld. Ab und zu sind Wegabschnitte durch Bachschutt verlegt, im Wesentlichen folgen wir aber stets dem rechten Ufer des Manganello. Dann führt die Trasse einige Meter über nackten Fels, ehe in einem Seitental der Ruisseau de Meli mit einem schleierförmigen Wasserfall über eine Felswand herabfließt und mehrere Kaskaden bildet. Wenig später erreichen wir die Weggabelung, bei der wir auf die Route des GR 20 treffen. Der Weitwanderweg kommt aus dem Manganellotal und verläuft nun entlang dem Ruisseau de Grottaccia aufwärts zur Refuge de L’Onda.
Wir folgen dem GR 20 nach rechts und überqueren den Ruisseau de Grottaccia knapp vor dessen Mündung in den Manganellobach auf der Tollabrücke

02
942 m, Tollabrücke

. Unterhalb der Brücke sind herrliche türkisblaue Felsbecken ausgebildet. Durch bewaldetes Gelände gelangen wir am Eingang des oberen Manganello-Tals nach 1:15 Std. Gehzeit zur Bergeries de Tolla

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1011 m, Bergeries de Tolla

(1011 m), einer ehemaligen Alm, die zu einer Jausenstation umgebaut worden ist. Das einstige Wiesengelände ist dicht mit Adlerfarn verwachsen, dennoch weiden hier ein paar Pferde und ein Esel. Danach führt der breite Weg am linken Manganelloufer entlang in den herrlichen Kiefernwald hinein. Die bequeme Route steigt eine ganze Weile nur unmerklich an und kommt immer wieder an Bachgumpen und Kaskadenbecken vorbei. Nach etwas mehr als einer Stunde ab der Bergerie tritt rechts des Weges eine kleine Quelle

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1067 m, Quelle

hervor, die in einem kleinen Steinbecken gefasst wird. Ab hier beginnt die Steigung zuzunehmen und die Route schwenkt im Verlauf des Tales nach Nordwesten. Der Wald tritt zurück, das Gelände wird felsiger und ist von Felsblöcken durchsetzt. Wir passieren eine kleine Steinhütte, danach müssen seichte Seitenbäche gequert werden.
Wir befinden uns im Talschluss

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1200 m, Talschluss

des Manganellotals, das mit mächtigen einzelnen Kiefern bestanden und von blanken Granitfelsen umgeben ist. Der Weg führt nach rechts aufwärts, um einen Seitenbach zu überqueren, und beginnt anschließend mit dem Aufstieg über eine steile Geländestufe bis zur Bergerie de Gialgo

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1609 m, Bergerie de Gialgo

(1609 m). Die Trasse ist mit Steintreppen und zahlreichen Serpentinen ausgebaut, zuletzt ist in dichtem Grünerlengestrüpp ein Bach zu queren. Die Alm von Gialgo dient im Sommer als Ausweichquartier, wenn die Refuge de Petra Piana zu überfüllt ist. Nun steht noch der letzte Aufstieg zur Hütte an, der durch felsiges Gelände steil aufwärtsführt und fast 250 Höhenmeter überwindet. Bis zuletzt ist die Hütte, die auf einer Felsterrasse hoch über dem Manganellotal und zu Füßen des Monte Rotondo liegt, nicht einzusehen. Hat man die Geländeterrasse erreicht, führt ein Quergang durch Grünerlen zur Refuge de Petra Piana

07
1842 m, Refuge de Petra Piana

(1842 m) hinüber. Diese besteht aus einem Hauptgebäude mit dem Bettenlager, einem Dienstgebäude, das einer Alm gleicht und in dem die Verpflegung zubereitet wird sowie einem Dusch- und WC-Gebäude, natürlich nur mit Kaltwasser. Die Hütte dient als beliebter Aufenthaltsort für Wanderer auf dem GR 20, aber auch zur Besteigung des Monte Rotondo. Der Rückweg erfolgt auf derselben Route.
Wer auf der Hütte übernachtet, kann der Alpinvariante des GR 20 folgen, die dem Kamm westlich des Manganellotals entlangführt. Dabei sind zweimal Anstiege zu Gipfeln wie der Punta Murace (1921 m) oder dem Pinzi Corbini (2027 m) zu überwinden. Die Route trifft bei der Refuge de L’Onda auf die Hauptroute des GR 20, der man durch das Grottacciatal abwärts bis zur Tollabrücke folgt und über die Variante des Mare a Mare Nord nach Canaglia zurückkehrt.

©  KOMPASS-Karten
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