Rathen – Bastei – Amselgrund - Wandertour

Klassiker über den schönsten Panoramafelsen der Sächsischen Schweiz

7 km
02:30 h
200 hm
200 hm
Start | S-Bahnhof Kurort Rathen (120 m) an der Straße "Oberrathen" im linkselbischen Ortsteil Oberrathen. Großparkplatz am Elbweg nahe des Fähranlegers. [GPS: UTM Zone 33 x: 435.320 m y: 5.645.360 m]
Charakter | Abwechslungsreiche Panorama- und Felswanderung, teils auf Steig­anlagen.

Tourenverlauf

Tourenbeschreibung

01

Die Elbe teilt den Luftkurort Ra­then in das autofreie Nieder­ra­then auf der Nationalparkseite und den linkselbischen Ortsteil Oberrathen 01

02

mit dem S-Bahnhof und den Parkplätzen. Die Verbindung für Gäste zu Fuß und mit dem Rad besorgt eine historische Gierseilfähre, die mit großartigem Bastei-Aufblick von 4.30 Uhr morgens bis ca. Mitternacht über den Strom pendelt. Das unter Denkmalschutz stehende Transportmittel wird durch ein stromaufwärts in der Mitte des Flusses verankertes Stahlseil auf konstanter Höhe gehalten, der Antrieb erfolgt durch die Strömung, die Fahrtrichtung ergibt sich aus der Stellung des Steuerruders. Wird die Ruderstellung geändert, drückt das Wasser verstärkt auf eine Seite der Fähre und setzt sie in Bewegung. Nur bei Längsverkehr können sich längere Wartezeiten ergeben. Die Fähre muss warten, bis ein vorbeifahrendes Schiff passiert hat. Für die Wartezeit entschädigt ein wundervoller Aufblick in das Basteigebiet, markanteste Punkte sind Burg Altrathen, der Tiedgestein, der Mönchfelsen mit der Wetterfahne, die Steinschleuder und die Basteikanzel sowie elbaufwärts der Lilienstein. Nach der Überfahrt mit der Gierseilfähre geht es im autofreien Kurort Niederrathen kurz geradeaus auf der von Einkehrmöglichkeiten gesäumten Straße Am Grünbach längs des gleichnamigen Bachs.Am Gasthof "Sonniges Eck" (www.sonnigeseck.de) führt der Wanderweg Richtung "Bastei" links hinauf (Amselgrund) und gleich darauf wiederum links, zunächst aussichtsreich mit Blick auf den monumentalen Talwächter-Felsen, dann in schönem Laubwald. Schon bald ist der erste fantastische Aussichtspunkt erreicht, der nach dem Romantikdichter Christoph Tiedge benannte Tiedgestein (Rosenbettfels). Über die Elbe hinweg schweift der Blick auf die höchsten Berge und markantesten Steine (von links: Lilien-, Paffen- und Königstein) des Elbsandsteingebirges, am markantesten ist ganz links der Basaltkegel des Rosenbergs. Dieses Panorama zeigt sich im weiteren Verlauf der Wanderung bis hinauf zur Bastei aus immer höherer Perspektive.
Beim Tiedgestein passiert der Wanderweg den ehemaligen Pferdestall des einstigen unteren Zugangs der Felsenburg Neurathen und strebt zwischen mächtigen Felsen aufwärts. Von der bald erreichten Kanapee-Aussicht sind über das Tiedgepanorama hinaus die Bastei sowie der von einer als Wetterfahne fungierenden Mönchsfigur bekrönte Mönchfels-turm in Sicht. Wenig oberhalb der Kanapee-Aussicht erreicht der Wanderweg den Eingang des Freilichtmuseums Felsenburg Neurathen.
Vom Neurathener Felsentor, das auf zahlreichen Gemälden und Radierungen der Romantik dargestellt ist (C. D. Friedrich, Ludwig Richter), führt die 76,5 m lange Basteibrücke über die Felsschlucht der Martertelle zur Basteihochfläche. Am basteiseitigen Ende der Basteibrücke lohnt rechts der kurze Abstecher zum auf Leitern erreichbaren Ferdinandstein, auf dem der österreichische Kaiser gleichen Namens den prachtvollen Blick auf die Felsenburg mit der Großen Steinschleuder, zum Großen Wehlturm, zur Kleinen Gans und hinab in den Wehlgrund genoss.
Nach dem Abstecher zum Ferdinandstein geht es hinauf zur Felskanzel der Bastei 02

03

(305 m), einem der schönsten Aussichtspunkte des Elbsandsteingebirges.
Von der Bastei geht es an den Gastronomieeinrichtungen vorbei und dann rechts auf dem Gansweg Richtung Amselsee. Während der Promenade auf dem Gansweg lohnen die Abstecher zum Wehlgrundblick (Pavillonaussicht) auf der Kleinen Gans und zur Höllenhundaussicht (Tiefblick in den Raaber Kessel zwischen Kleiner und Großer Gans) auf der Großen Gans, dann beginnt der Abstieg durch die Schwedenlöcher-Schlucht in den Amselgrund.
Im wildromantischen Amselgrund geht es wenige Minuten talaufwärts zum Gasthaus Amselfallbaude am Amselfall 03

04

.
Vom Amselfall führt der Weg durch den Amselgrund am Amselsee und am Zugang zur Felsenbühne im Wehlgrund vorbei zurück nach Niederrathen und zum Anleger der Gierseilfähre, die zurück nach Oberrathen 01

05

fährt.

©  KOMPASS-Karten