So gelingt der entspannte Winterurlaub mit dem Hund

Mit diesen Tipps wird der Winterurlaub mit dem Hund ein entspanntes Erlebnis für alle.

Es gibt für viele vor allem eine Erwartung, sobald die kalte Jahreszeit einsetzt und die ersten Flocken vom Himmel fallen: Wintersport bzw. Winterurlaub. Damit dieses Vorhaben auch in Begleitung des geliebten Vierbeiners eine entspannte Zeit für alle Beteiligten wird, sollte man im Vorfeld allerdings besser auf einiges achten.

Die Unterbringung des Vierbeiners

Bereits bei der Planung sollte man gewisse Themenbereiche berücksichtigen, denn sowohl in der Unterkunft als auch bei den Wintersportarten ist ein Hund nicht immer gerne gesehen oder unter Umständen sogar eine Gefahr bzw. selbst gefährdet. Entspannter wird der Aufenthalt für alle Beteiligten daher, wenn man sich nach einem Quartiergeber umsieht, der Hunde nicht nur duldet, sondern bei dem die Tiere explizit erwünscht sind. Zu klären ist natürlich, ob für die Unterbringung des Hundes Extragebühren anfallen und wer genau für eventuell angerichtete Schäden haftet. Zu empfehlen sind Unterkünfte, bei denen im Umfeld ein qualifizierter Hundesitter vorhanden ist. Denn diese kümmern sich um den Vierbeiner, wenn Frauchen oder Herrchen auf der Piste unterwegs sind.

Wer einen unkomplizierten Urlaub mit seinem Tier verbringen möchte, der bucht am besten eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus. Hier kann man sich frei entfalten und muss nicht auf andere Urlauber Rücksicht nehmen bzw. könnten sich diese vom Vierbeiner gestört fühlen.

Medizinischer Checkup – welche Impfungen sind wichtig?

Neben der passenden Unterkunft, die man gut auf entsprechenden Börsen im Internet finden kann, sollte man auch den Hund auf den Urlaub vorbereiten. Dazu gehört vor allem, dass ein ausreichender Impfschutz für das Tier vorhanden ist. Je nach Reiseziel sollte man sich erkundigen, welche Schutzfristen in den jeweiligen Ländern vorgeschrieben sind. Manchmal kann es nämlich sein, dass eine Ausreise erst ab dem 21. Tag nach der erfolgten Impfung möglich ist.

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Wer seinen Winterurlaub in Ländern wie

  • Norwegen
  • Schweden
  • Frankreich
  • Schweiz
  • Österreich
  • Italien

verbringen möchte, muss für seinen Hund den EU-weit gültigen Heimtierausweis dabei haben. Dieser wird vom Tierarzt ausgestellt und dient dazu, dass eine Tollwut-Vorbeugeimpfung beim Tier nachgewiesen werden kann. Weitere Details können direkt beim Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V. nachgelesen werden.

Bei der Anreise einiges beachten

Je nach Entfernung des Urlaubszieles ist für die Anreise mit dem Hund das Auto zu empfehlen. Hier kommt es neben der richtigen Unterbringung des Tieres im Fahrzeug hauptsächlich auf die tatsächliche Vorbereitung des Vierbeiners an. Es gibt durchaus Hunde, die unter Reiseübelkeit leiden und Autofahren gar nicht gut vertragen. Hier hilft es, wenn man die Vierbeiner nicht direkt vor der Abfahrt füttert. Klar ist außerdem, dass abruptes Bremsen beim Fahren vermieden werden sollte ebenso wie zu lange Autofahrten. Hier macht es Sinn, immer wieder Pausen einzulegen und mit dem Tier an die frische Luft zu gehen. Zugluft sollte allerdings unbedingt vermieden werden, da der Hund sonst schnell eine Augenentzündung bekommen kann. Auch das beliebte „Kopf aus dem fahrenden Auto stecken“, das viele Hunde lieben, sollte daher besser vermieden werden.

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Für die winterliche Autofahrt gilt es zusätzlich einiges zu beachten. Am sichersten fährt der Vierbeiner in diesem Zusammenhang nämlich in einer Transportbox, die man im Kofferraum fixieren kann. Im Tierfachhandel gibt es entsprechende Boxen, die in fast jedes Auto passen. Damit ist nicht nur der Hund sicher unterwegs, sondern auch der Fahrer selbst. Ist der Hund den Aufenthalt in einer Box nicht gewohnt, kann man ihn auch mit entsprechenden Sicherheitsgurten oder Trennnetzen gut im Auto unterbringen. Hierbei gilt, dass diese exakt auf die Größe des Tieres angepasst werden müssen.

Auf der Piste sind Hunde nicht erlaubt

Wer im Winterurlaub Abfahrten im Pulverschnee bewältigen oder einfach die Pisten unbeschwert hinabgleiten möchte, der sollte sich rechtzeitig nach einer Lösung für das mitgebrachte Tier umsehen. Denn Hunde sind auf Skipisten absolut verboten, da sowohl das Verletzungsrisiko für sie als auch für Skifahrer viel zu groß wäre. Eine Alternative bietet die Unterbringung bei einem Hundesitter, der sich tagsüber um den Vierbeiner kümmert. Wer mit der ganzen Familie oder mit Freunden unterwegs ist, kann sich beim Skifahren ja abwechseln und in der Zwischenzeit mit dem Hund Zeit verbringen.

Alternative zu Skipisten bietet Langlaufen

Sport mit dem Hund im Winterurlaub zu betreiben, geht aber trotz des Verbotes auf Skipisten ganz gut. Denn die Alternative lautet einfach Langlaufen. Die nicht allzu schnelle Geschwindigkeit dabei ist für das Tier perfekt, um nebenher zu laufen, wobei man sich vorher erkundigen sollte, ob Hunde auf der Loipe, die man befahren möchte, auch erlaubt sind. Entsprechende Informationen gibt es beim Tourismusamt der jeweiligen Urlaubsregion.

Wer mit dem Hund Langlaufen geht, sollte ihn aber in jedem Fall angeleint haben. So ist gewährleistet, dass entgegenkommende Sportler nicht verängstigt werden oder Wild in nahegelegenen Wäldern nicht aufgescheucht wird. Gerade Wildtiere halten sich während der kalten Jahreszeit vermehrt in Tallagen auf und brauchen Ruhe, zumal viele von ihnen sich im Winterschlaf befinden. Je nach Größe und Rasse des Tieres kann auch ein Maulkorb Sinn machen. Entsprechende Vorschriften zur Leinenhaltung und zum Maulkorbzwang findet man beispielsweise beim zuständigen Tourismusbüro vor Ort. Was man aber immer dabei haben sollte, ist eine kleine Plastiktüte, um Hinterlassenschaften des Tieres einfach und rasch entfernen zu können.

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Eine hervorragende Alternative zu traditionellen Loipen oder Skatingloipen sind spezielle Hundeloipen. Dabei handelt es sich um kurze kreisförmig angelegte Loipen, die sich meist am Ortsrand der jeweiligen Urlaubsdestination befinden. Hier wird extra für Hunde und ihre Besitzer gespurt. Die Strecken sind allerdings meist eher kurz und betragen zwischen 1,5 und 6 Kilometer, womit meist mehrere Runden absolviert werden können. Der Vierbeiner kann sich auf diesen Loipen komplett frei bewegen und sich so richtig austoben.

Auch auf Strecken, auf denen Schlittenhunde unterwegs sind, kann man problemlos mit seinem Hund Runden auf Schlitten oder Skiern drehen. Allerdings nur dann, wenn gerade kein professionelles Training oder gar ein Rennen der Schlittenhunde stattfindet.

Die richtige Ausstattung für den Hund

Wer mit seinem Hund Langlaufen geht, sollte nicht nur selbst über einwandfreie Ausrüstung, Kleidung und etwas Proviant wie heißen Tee und Müsliriegel verfügen, sondern auch für seinen Vierbeiner auf die richtige Ausstattung achten. Dazu zählen vor allem:

  • Eine Flasche Wasser
  • Eine entsprechende Schüssel, woraus der Hund trinken kann
  • Anzüge für den Hund, die die Schneeball-Bildung am Fell verhindern

 

Auch Schneewanderungen sind ein Abenteuer

Neben Langlaufen bieten Schneewanderungen das perfekte Erlebnis für Hund und Herrchen bzw. Frauchen. Dabei kann man es ohne weiteres etwas ruhiger angehen lassen, wobei diese Spaziergänge auch für ältere Hunde ideal sind. In diesem Zusammenhang ist allerdings wieder eine etwaige Leinenpflicht zu beachten, die auf einigen Forststraßen gelten kann. Ohnehin gibt es diesbezüglich laut ZooRoyal mittlerweile deutlich verschärftere Maßnahmen, die Hundehalter zu beachten haben, dies gilt insbesondere für die Brut- und Setzzeit der Vögel – diese geht in Deutschland vom 1.April bis zum 15. Juli. Generell herrscht hier jedoch noch große Uneinigkeit, zumal die Bundesländer die Regelungen jeweils individuell herausgeben und etliche Hundehalter sich mittels Petitionen dagegen wehren (oder es zumindest versuchen). Für den Fall der Fälle sollten sich Urlauber daher also bestenfalls im jeweiligen Bundesland über die Leinenpflicht informieren, sofern sie Winterurlaub in Deutschland machen. Auch wenn diese nicht besteht, sollte man im Übrigen darauf achten, dass der Vierbeiner im Blickfeld bleibt. Denn Jäger haben unter Umständen das Recht auf ihn zu schießen, wenn er als wildernd oder herumstreunend eingestuft werden kann.

Auch beim Winterwandern gilt es – ebenso wie beim Langlaufen – einige Punkte zu bedenken, die das Abenteuer Schnee für den Hund einfacher machen. Zum einen wäre da das Salz, das an den Pfoten kleben bleibt. Dieses sollte unbedingt schnell abgewischt werden, da das Tier durch Ablecken Durchfall oder Erbrechen bekommen kann. Um zu verhindern, dass zu viel Schnee auf den Pfoten kleben bleibt und sich durchaus schmerzhafte Klumpen zwischen den Pfoten bilden können, kann man sein Tier im Vorfeld des Spaziergangs entsprechend schützen. Hilfreich ist ein Eincremen der Pfoten mit:

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Eine unberührte Schneelandschaft, weiße Pracht auf den Straßen – was für Winterliebhaber verlockend klingt, kann für Hunde eine echte Herausforderung darstellen. Denn ein Spaziergang im Tiefschnee löst bei einem untrainierten Vierbeiner tatsächlich starken Muskelkater aus. Am besten erkennt man das, wenn der Hund sich am nächsten Tag nur sehr langsam und vorsichtig bewegt. Wichtig ist, dass das Tier auch vor Erkältung geschützt ist, wobei hier natürlich vermieden werden sollte, dass das Fell nass wird und sich Schneeklumpen darin bilden.

WICHTIG: So sehr manche Hunde im Schnee herumtoben und ihren Spaß haben, Besitzer sollten unbedingt darauf achten, dass das Tier keinen Schnee frisst. Denn dieser ist nicht nur sehr kalt, was eine Magenschleimhautentzündung auslösen kann, sondern kann auch Streusalz oder andere chemische Mittel enthalten, die zu blutigen Entzündungen im Magen-Darm-Bereich des Tieres führen können.

Reisegepäck für den Hund

So verwunderlich es auch klingt, auch ein Hund braucht einige Dinge im Urlaub. Deshalb gilt es zu Hause entsprechende Ausrüstungsgegenstände und Papiere in die Reisetasche für den Vierbeiner zu packen. Dazu gehören in erster Linie wichtige Dokumente wie:

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Aber auch Halsband und Leine sowie ein Identifikationskärtchen sind entscheidend und dürfen im Gepäck nicht fehlen. Vor allem bei letzterem sollten Name des Hundes, Heimat- und Urlaubsadresse sowie eine Telefonnummer angegeben sein. Das ist besonders wichtig, falls der Hund im Urlaub einmal weglaufen sollte. Immerhin findet er in fremder Umgebung nicht so schnell zum Besitzer und zur fremden Urlaubsunterkunft zurück.

Neben einem Kotbeutel gehört in die Reiseapotheke außerdem ein Mittel gegen Durchfall für das Tier. Dieser kann entweder durch das Ablecken von Salz, aber auch durch die Futterumstellung oder die Folge von Stress auftreten. Nicht nur deshalb ist es wichtig, dem Hund auch in der Fremde ein Stück Vertrautes zu vermitteln. Dies kann man gut erreichen, wenn man seine gewohnte Hundedecke oder sein Körbchen dabei hat. Falls man auch sein eigenes Futter von Zuhause mitbringt, sollte man zudem den Dosenöffner nicht vergessen.