Klettern, Wandern, Mountainbiken, Skitourengehen, Trailrunning, Bouldern, Geocaching – Natursportarten gibt es zahlreiche, und jede hat ihren ganz eigenen Reiz. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Man bewegt sich in Natur und Landschaft und trifft dort zum einen auf andere Natursportler, zum anderen natürlich auch auf andere Gruppen aus Landwirtschaft, Naturschutz, Waldeigentum und Tourismus. Das führt nicht selten zu Konflikten und Herausforderungen.

Herausforderungen für Outdoor-Sportler

Genau damit beschäftigt sich aktuell der Deutsche Wanderverband (DWV) in seinem Projekt „Natursport.Umwelt.Bewusst“. Dazu führt er eine Online-Befragung durch, mit der er mehr zum Kommunikationsverhalten von Natursportlern erfahren möchte:

  • Die Umfrage behandelt Fragen zu deiner Natursportart, deinem Informationsverhalten, das Verwenden von Geräten und Apps, die Probleme mit anderen oben genannten Gruppen und die Bedeutung der Natur für den jeweiligen Sport.
  • Sie richtet sich an alle Menschen die draußen in der Natur Sport treiben – egal auf welche Weise.
  • Die Umfrage nur rund 8-10 Minuten und ist natürlich anonym.



Hier geht es zur Umfrage:
» natursport-umwelt-bewusst.de 

 

Was ist das Ziel der Umfrage?

Die Umfrage dient dazu herauszufinden, wie Natursporttreibende miteinander kommunizieren und sich organisieren. Mithilfe dieser Umfrage will der DWV das Miteinander aller am Natursport beteiligten Akteure verbessern und Möglichkeiten und Hilfestellungen erarbeiten, um Konflikte bei der Ausübung von Natursportarten zu vermeiden und sicherzustellen, dass alle ihren Hobbys in Natur und Landschaft auch in Zukunft mit möglichst wenig Einschränkungen nachgehen können.

 

Was passiert mit den Ergebnissen?

Nach dem Ende der Befragung am 31. Mai 2018 wertet ein speziell dafür zusammengestelltes Team des DWV-Projektes „Natursport.Umwelt.Bewusst“ die Antworten aus. Projektreferent Jan Fillisch: „Im Idealfall wissen wir anschließend, welche Sportler für welche Art von Information welche Kommunikationskanäle nutzen. Damit hätte man die Möglichkeit, verschiedene Akteure genau auf den Kanälen anzusprechen, die sie tatsächlich nutzen. Die Kommunikation liefe nicht ins Leere.“

Alle Untersuchungsergebnisse werden voraussichtlich Anfang September 2018 im Rahmen eines großen Symposiums während der Messe TourNatur in Düsseldorf vorgestellt.

 

Podiumsdiskussion auf der ISPO München

Ebenfalls im Rahmen des Projektes „Natursport.Umwelt.Bewusst“ veranstaltet der Deutsche Wanderverband bereits am 30. Januar in München während der Internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode (ISPO) eine Podiumsdiskussion zur Frage „Wie sieht Verantwortung im Natursport aus?“

Auf dem Podium werden Vertreter von Ausrüstungsherstellern sowie aus Natursport, Naturschutz und Verbänden darüber diskutieren, was Nachhaltigkeit im Natursport konkret bedeutet. Dabei wird u.a. die Frage behandelt, inwieweit Unternehmen Einfluss haben auf das Verhalten ihrer Kunden in der Natur und inwieweit sich daraus eine Verantwortung ableiten lässt. Außerdem werden die Kommunikationsweise und Ansprechbarkeit von Natursporttreibenden diskutiert und daraus erwachsene Strategien zu deren Erreichbarkeit erörtert.

Mit dabei sein werden der Geschäftsführer von Marmot, Andy Schimeck, Dr. Olaf Tabor, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Alpenvereins, Ute Dicks, Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes, Michael Frank, Head of Marketing bei Lowa sowie Stefan Taft, Head of Marketing bei MaierSports. Moderiert wird die Diskussion vom Journalist und Autor Uli Pramann.

Die Veranstaltung findet am 30. Januar von 14.00 bis 15.00 Uhr in Halle A4 (Fläche A4.20A) der Messe München statt.

 

Mehr über das Projekt
„Natursport.Umwelt.Bewusst“

Sowohl die Online-Befragung als auch die Podiumsdiskussion sind Teil des Projektes „Natursport.Umwelt.Bewusst“ des Deutschen Wanderverbandes. Das Ziel des Projektes ist es, Erreichbarkeits- und Kommunikationsstrategien für nicht klassisch organisierte Natursportarten zu entwickeln. Am Beispiel des Geocaching soll gezeigt werden, wie es möglich sein kann, die Ausübenden neuer Natursporttrends für die Bedürfnisse anderer Naturnutzender zu sensibilisieren, und umgekehrt. Das Projekt wird vom Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.