Westerberg, 925 m

Tourdaten
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Art
Wandertour
Staat / Region / Gebirgsgruppe
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
Längerer mittelsteiler Aufstieg zur Albhöhe. Meist gut bezeichnete Wald- und Feldwege sowie Fahrspuren, kurze Pfade und Sträßchen
Geprüft
ja
Ausgangsort
Nusplingen
Ausgangspunkt
Nusplingen, Bushaltestelle am Marktplatz
Parkmöglichkeiten
Nusplingen, Bushaltestelle am Marktplatz (Parkplatz), 723 m
Geh-/Fahrzeit
Westerberg 1 Std., Geologischer Steinbruch ¾ Std., Rückweg 1 Std., gesamt 2¾ Std.
Geh- / Fahrzeit
bis 3h
Höhenunterschied
202 m
Höchster Punkt
925 m
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
ja

Wandertour: Westerberg

Wo sich einst Krokodile tummelten

Bevor unsere geologische Exkursion beginnt, müssen wir vom Marktplatz in Nusplingen erst mal die Höhe des Großen Heubergs erkämpfen.
Der Wanderwegweiser »Reichenbach« leitet durch den Ort bergan. An dessen Ende weist der gelbe Dreiblock auf eine steile Fahrspur, die den unteren Bereich eines Waldhangs überlistet.
Sie geht bald in einen Waldweg über, der wenig später in einen angenehmen Pfad wechselt. Auf der Albhöhe nimmt uns der nur noch sanft steigende, zum Westerberg beschilderte geologische Lehrpfad auf. Dieser passiert, anfangs als geteerter Forstweg, nach der ersten Lichtung eine Miniaturhöhle. Gleich darauf geht's Richtung Tannenfelsen auf einem Feldweg über die Hochfläche des Naturschutzgebietes Westerberg mit seinen Kräuterwiesen sowie eingestreuten Hecken- und Gebüschreihen.
Wir folgen stets dem ausgeschilderten Rundwanderweg über Lichtungen zu einem Aussichtspunkt auf einem Riff-Felsen. Dort genießt man einen prächtigen Tiefblick auf das Dorf im Tal der oberen Bära. Wer mag, kann einen kleinen Abstecher hinunter zum Bergsporn des Tannenfelsens einlegen.

Ein leicht fallender Waldweg führt nun am Hochrand entlang. Bald nach dem etwas abseits liegenden geologischen Klopfplatz mündet der Entdeckungskurs im Laisental in ein asphaltiertes Sträßchen. Geologischer Steinbruch nennt sich die nächste Station, zu der uns ein Feldweg bringt. Man folgt daraufhin der Fahrspur hinter dieser Erdwunde vorbei zum Westrand der einstigen Lagune, bevor sich auf wieder deutlichem Weg der geologischeRundgang schließt.

Auf bekannter Route wandern wir zurück nach Nusplingen.


Im Reich der Meerengel

Der geologische Lehrpfad »Ins Reich der Meerengel« auf dem Westerberg führt durch die ehemalige Insellandschaft um die Nusplinger Plattenkalklagune, die den Seychellen oder Malediven der heutigen Tropen glich. Vor 150 Millionen Jahren begegneten sich in dieser von Palmen geschmückten Inselwelt Haifische und rochenartige Meerengel, Krebse und Tintenfische. Der geologische Steinbruch des »Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart« zeigt ein Zeitfenster der Erdgeschichte. Hier kommen Versteinerungen vor, die es sonst auf der Schwäbischen Alb nicht gibt. Unter anderem entdeckte man ein Meereskrokodil und einen Flugsaurier.

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