Schönbichler Horn, 3133

Tourdaten
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Art
Bergtour
Staat / Region / Gebirgsgruppe
Schwierigkeit
leicht
Charakter der Tour
leichte aber weite Bike & Hike Tagestour
Geprüft
ja
Ausgangsort
Zemmgrund, Ginzling
Ausgangspunkt
Parkplatz Gasthof Breitlahner (1256m)
Zufahrt
Ausfahrt Zillertal A12, ins Zillertal, nach Mayerhofen rechts Richtung Ginzling
Parkmöglichkeiten
Alpengasthof Breitlahner (1256m)
Geh-/Fahrzeit
ca. 8 Stunden (Auf- und Abstieg)
Streckenlänge
40 km
Geh- / Fahrzeit
bis 8h
Höhenunterschied
1950
Höchster Punkt
3133
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Furtschaglhaus (2293m)
Alpengasthof Breitlahner (1256m)
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein

Bergtour: Schönbichler Horn

Die Besteigung eines 3000ers beschert vielen Menschen ein außergewöhnliches Glücksgefühl. Doch leider bleibt so manch hoher Gipfel nur dem geübten Bergsteiger und Kletterer vorbehalten. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. Das Schönbichler Horn misst stolze 3133 Meter und kann von jedem konditionsstarken und trittsicheren Abenteurer an nur einem Tag in Angriff genommen werden. Nicht zuletzt deshalb zählt das Horn zu den meistbestiegenen 3000ern der Ostalpen. Seinen Namen trägt der Gipfel übrigens zu Recht.

Am frühen Morgen machen wir uns auf den Weg ins hinterste Zillertal. Vorbei am Bergsteigerdorf Ginzling schlängelt sich die Straße durch die ewigen Jagdgründe, dem bekannten Klettergebiet. Bald schon erreichen wir den Alpengasthof Breitlahner. Hier startet unsere geplante Bike & Hike Tour. Eine offizielle MTB-Route führt uns bis an den Fuß der mächtigen Staumauer des Schlegeisspeichers. Von dort geht es über die Mautstraße hinauf bis zum See. Hier eröffnet sich zum ersten Mal der Blick auf die entfernten Gletscher. Wer seine Kamera zu Hause vergessen hat, kann sich hier am Aussichtspunkt von einer Webcam mit Selbstauslöser ablichten lassen. Die Bilder kann man später vom Internet herunterladen. Die Zillertaler waren schon immer sehr um ihre Touristen besorgt.

Wir persönlich suchen die Ruhe und lassen die Autotouristen schnell hinter uns. Nach dem Parkplatz Zamsgatterl biegen wir in den westlichen Uferweg ein und biken gemütlich dem See entlang am südöstlichen Ende vorbei bis zur Materialseilbahn des Furtschaglhauses. Dort versperren wir unsere Bikes und machen uns zu Fuß auf den Weiterweg. Gekonnt ignorieren wir die Zeitangabe von 4 ½ Stunden für das Schönbichler Horn und steigen zunächst 400 Höhenmeter hinauf zum Furtschaglhaus. Der Steig ist in einem guten Zustand und die Kulisse atemberaubend. Gegenüber liegt das spaltige Schlegeiskees mit der bekannten Nordwand des Hochfeiler. Die Luft ist klar und die umliegenden 3000er scheinen zum Greifen nah, doch unser eigentliches Ziel liegt noch weit entfernt.

Nach der Hütte marschieren wir dem Berliner Höhenweg entlang. Bald schon erreichen wir leichtes, aber gut markiertes Blockgelände, ehe der Pfad steil und felsig empor zur Schönbichler Scharte führt. Die wenigen heiklen Stellen sind mit Stahlseilen versichert, dennoch sollte man auf den letzten Metern konzentriert bleiben. Als wir das Gipfelkreuz erreichen, stellt sich das unbeschreibliche Gefühl der vollkommenen Zufriedenheit ein. Im Schatten des gegenüberliegenden Möseler und umringt von den spaltigen Gletschern des Schlegeis- und Waxeggkees möchte man diesen Ort nur ungern wieder verlassen. Nach so einem fulminanten Gipfelsieg fällt der Abstieg umso leichter. Bevor die letzten Kraftreserven jedoch verbraucht sind kehren wir im Furtschaglhaus ein. Als wir später am Schlegeisspeicher ankommen freuen wir uns über unsere Bikes. Anders wären die verbleibenden 650 Höhenmeter und 13,5 Kilometer doch etwas anstrengend.

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