Schindertor, 1650 m

Tourdaten
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Art
Skitour
Staat / Region / Gebirgsgruppe
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
sehr beliebte, rassige Frühjahrsskitour in eindrucksvoller Voralpenlandschaft Hangrichtung: Norden Beste Zeit: Frühjahr (ab Mitte April)
Geprüft
ja
Ausgangsort
Enterrottach
Ausgangspunkt
Enterrottach, Parkplatz vor der Brennerklamm, 900 m
Parkmöglichkeiten
Parkplatz vor
der Brennerklamm, 900 m
Geh-/Fahrzeit
Aufstieg 2 h, Abfahrt 45 min, gesamt 2 h 45 min
Streckenlänge
3,3 km
Geh- / Fahrzeit
bis 3h
Höhenunterschied
750 m
Höchster Punkt
1650 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
auf der Route keine Möglichkeit
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein

Skitour: Schindertor

Der Schinder, wie eigentlich nur der Bayerische der beiden Gipfel heißt, bildet mit seinem Österreichischen Nachbarn, dem Trausnitzberg, ein markantes Gipfelduo.
Im Sommer wird der Trausnitzberg oft von Wanderern besucht. Zu Zeiten, als die Fahrstraße vom Spitzingsee in die Valepp noch mit dem Auto befahren werden durfte, wurde die Tour bei sicheren Verhältnissen schon im Hochwinter durchgeführt, was heute kaum noch möglich ist.
Die Fahrstraße vom Spitzingsee in die Valepp ist nämlich für den Autoverkehr gesperrt, und die alternative Zufahrtsroute auf der Mautstraße von Enterrottach ist im Winter nicht frei.

Deshalb kann man die Tour erst ab etwa Mitte/Ende April durchführen, wenn die Straße frei ist, und das ist für den Schinder eigentlich zu spät im Jahr. Sinnvoll ist auf jeden Fall nur noch der Anstieg durchs Kar, denn wer über die Trausnitzalm aufsteigt, wird die Ski fast immer über den Gipfel und bis ins Schindertor hinab tragen müssen.

Vom kleinen Parkplatz bei der Bushaltestelle vor der Brennerklamm steigt man erst einmal über eine Wiese nach Süden an und stößt auf einen Fahrweg. Ihm folgt man nach Südwesten, geht an der Schlagalm vorbei und nach einem Linksknick allmählich in den Wald hinein.
Zunächst geht es noch relativ flach durch den bewaldeten Talgrund, doch je mehr man sich dem Schinderkar nähert um so lichter wird der Wald, und auch der Hang schwingt sich allmählich auf. In den freien Hängen des langen Schinderkars lassen sich Spitzkehren nicht vermeiden, bis sich der Steilhang zusammenschnürt und am Schindertor endet.

Normalerweise ist die Tour dort zu Ende, denn im Felsentunnel des Schindertors liegt meist meterhoch der Schnee, und es gibt kein Durchkommen.
Nur verwegene Tourengeher schultern dort ihre Brettel und tragen sie den extrem steilen Aufschwung rechts neben dem Schindertor bis an den oberen Karrand heran, wo sich eine grandiose Aussicht öffnet.

Die Abfahrt verläuft entlang der Aufstiegsspur.
Die allererste Etappe vom oberen Karrand bis zum Schindertor verlangt zuverlässige Beherrschung der Ski, denn ein Sturz in die Felsen könnte fatale Folgen haben.

Bayerischer Schinder

Wenn trotz hoher Schneelage die Lawinenbedingungen gut sind, kann man einen Exkurs riskieren, der leider nur selten möglich ist.
Bevor sich das Kar steil zum Schindertor aufschwingt zweigt diese Alternative rechts ab und quert steil ansteigend den westlichen Karbereich zu einer Scharte zwischen dem Bayerischen Schinder und dem Rotkogel.
Hat man die Scharte überwunden, was bei Überwechtung manchmal ziemlich aussichtslos sein kann, steigt man nach Norden zu einem netten, unbenannten, ca. 1700 m hohen Gipfel etwas nördlich des Bayerischen Schinders auf, bevor man entlang der Aufstiegsvariante wieder abfährt.

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