Rotwand, 1884 m

Tourdaten
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Art
Skitour
Staat / Region / Gebirgsgruppe
Schwierigkeit
mittel
Charakter der Tour
sehr beliebte Vorgebirgsskitour für konditionsstarke Tourengeher; zahlreiche Varianten und „Nebengipfel“; bei der Abfahrt etliche mühsame Gegenanstiege Hangrichtung: alle Richtungen Beste Zeit: Hoch- und Spätwinter
Geprüft
ja
Ausgangsort
Spitzingsee
Ausgangspunkt
Spitzingsee, Parkplatz der Taubensteinbahn, 1085 m
Parkmöglichkeiten
Parkplatz der
Taubensteinbahn, 1085 m
Geh-/Fahrzeit
Aufstieg 4 h, Abfahrt 2 h 30 min, gesamt 6 h 30 min
Streckenlänge
13,6 km
Geh- / Fahrzeit
bis 7h
Höhenunterschied
je nach Routenwahl 1070 bis 1600 m
Höchster Punkt
1884 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Rotwandhaus, Taubensteinhaus
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
ja

Skitour: Rotwand

Die Rotwandreibe mit vielen Varianten

Seit Jahrzehnten kommen hauptsächlich die bergverbundenen Tourengeher aus München zum Spitzingsee herauf, damit sie wenigstens einmal im Jahr die Rotwandreibe unternehmen können.
Doch ist sie nicht ganz ohne Risiken, was leider oft unterschätzt wird. Denn unter dem Rotwandgipfel, auf der langen Querung zum Rotwandhaus, können bei hoher Schneelage über die Sonnenhänge durchaus gefährliche Lawinen abgehen, und wer auf die vielen Varianten ausweicht, beispielsweise auf die absolut rassige Abfahrt durch die Nebelrinne, braucht eine hohe und stabile Schneelage und muss die Ski absolut sicher beherrschen.

Von der Talstation der Taubensteinbahn trägt man die Ski erst einmal auf der Straße durch den Tunnel und geht zur alten Mautstelle. Dort links auf die gesperrte Asphaltstraße abzweigen, gleich darauf wieder nach links und auf eine asphaltierte Bergstraße.
Ihr nun lange etwas eintönig durch dichten Fichtenwald folgen.
Bei der Winterstube rechts abbiegen und auf einem breiten, meist gespurten und ausgetretenen Weg in leichter Steigung hinauf.
Auf der Höhe von etwa 1500 m lichtet sich unter dem Geiselstein der Wald etwas. Dort links abdrehen um eine ausholende Straßenschlaufe abzukürzen. Man kann auch auf der Straße weitergehen, bis sich die beiden Varianten wieder vereinen.

Weiter oben an der Wildfeldalm vorbei und ein wenig rechts haltend unter dem langen Gipfelkamm der Rotwand dahin (Lawinen) und nach links in die Gipfelhänge hinein. Über sie immer steiler hinauf und zum Schluss über den Grat (auf Wechten achten!) zum Gipfel der Rotwand.
Normalerweise fährt man vom Gipfel über den weiten Hang zum Rotwandhaus ab.
Von dort, wieder auf die Wechten achtend, durch eine der beiden steilen Rinnen und unter der Nebelwand in eine weite Senke.
Dort Felle wieder aufziehen und eine Dreiviertelstunde zum Auerspitz,
1811 m, ansteigen.

Anschließende Abfahrt nach Norden in die Kümpflscharte und durch die schöne und lange Mulde zwischen Sebaldstein und Ruchenköpfen bis fast zur Großtiefentalalm hinab.
Dort links halten und mühsam gegen Nordwesten zum Miesingsattel aufsteigen.
Vom Sattel in schöner Abfahrt zur Kleintiefentalalm und Gegenanstieg, hinauf zum Taubensteinhaus.
Auf kurzem Wanderweg zur Bergstation der Taubensteinbahn und auf der Skipiste zum Spitzingsee hinunter.

Nebelrinne und Hochmiesing

Die Nebelrinne

Eine sehr spannende Abfahrtsvariante führt vom Gipfel der Rotwand kurz am Grat entlang und nach links in die steile Rinne neben der Nebelwand.
Wenn dort die Schneeverwehungen etwas mächtig ausfallen, muss man entweder beherzt über die Wechte in den Graben springen (und sicher aufkommen) oder man verzichtet auf den Adrenalinstoß.
Wenn es die Schneesituation zulässt kann man sich aus der Nebelrinne möglichst weit links halten und damit den Gegenanstieg in den Miesingsattel verkürzen.

Auf den Hochmiesing, 1883 m

Aus dem Miesingsattel bietet sich ein schöner Anstieg zum Hochmiesing an (40 min).
Dabei muss man dem Sommerweg folgen und nicht zu weit rechts gehen, um den lawinenbedrohten Hängen über dem Tiefental auszuweichen.
Vom Hochmiesing fällt gegen Westen eine breite, aber steile Hangmulde in das Kleintiefental ab, wo man wieder anfellt, zum Taubensteinhaus aufsteigt und den Rest der oben beschriebenen Route hinter sich bringt.

Ein ganz besonders aufregendes skifahrerisches Schmankerl wäre die extreme, nordseitige Steilabfahrt vom Hochmiesing durch die felsige Miesingrinne, die allerdings nur bei allerbesten Verhältnissen von hervorragenden Ski- und Snowboardfahrern riskiert werden darf.
Dabei kommt man in Geitau ins Tal, also weitab des Ausgangspunkts.

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