Lizumer Sonnenspitze, 2831 m

Tourdaten
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Art
Skitour
Staat / Region / Gebirgsgruppe
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
sehr lange und anstrengende Skitour; stabiler Schnee und beste Kondition sind notwendig; für die hier vorgestellte Variante über die Tarntaler Köpfe sind alpine Erfahrung im winterlichen Gebirge und viel Zeit erforderlich Hangrichtung: Nordosten bis Nordwesten
Geprüft
ja
Ausgangsort
Wattenberg
Ausgangspunkt
Lager Walchen im Wattental, 1400 m
Geh-/Fahrzeit
Aufstieg 4 h 30 (mit Taxi 3 h), Abfahrt 3 h, gesamt 7 h 30 min (mit Taxi 6 h)
Streckenlänge
20,2 km
Geh- / Fahrzeit
bis 8h
Höhenunterschied
1600 m (bei Taxibenutzung nur 1000 m)
Höchster Punkt
2831 m
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Llizumer Hütte
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
ja

Skitour: Lizumer Sonnenspitze

Große Runde in der Wattener Lizum

Die Skitourenberge der Wattener Lizum liegen mitten in einem Truppenübungsplatz des Österreichischen Bundesheeres. Manchmal wird im Mölstal oder auch andernorts scharf geschossen.
Deshalb muss man unbedingt die Schießzeiten beachten, die am Eingang zum Lager Walchen deutlich angezeigt werden.

Die meisten Tourenberge rund um die Wattener Lizum sind nicht zu den gemütlichen Skispaziergängen zu rechnen.
Die Routen sind zum Teil anspruchsvoll und bleiben erfahrenen Tourengehern vorbehalten.
Die hier vorgestellte Tour gehört zu den anspruchsvollsten im Gebiet.

Vom Parkplatz vor dem Militärlager kann man mit Ski in rund 1 h 30 min auf dem schönen Zirbenweg zur Wattener Lizum aufsteigen.
Weitaus bequemer ist es, ein Allradtaxi zu nehmen. In halsbrecherischer Fahrt braust es zur Wattener Lizum hinauf, was zwar keine Kraft, aber Angstschweiß kosten kann.

Von der Wattener Lizum, wo die Lizumer Hütte steht, spurt man auf der Westseite des Lizumbachs anfangs ziemlich flach gegen Süden durch die Lizumer Böden hinauf.
Die Route schmiegt sich an die Osthänge der Sonnenspitze und dreht allmählich nach Südwesten ab. In der breiten Hangmulde unter den Pluderlingen (mit 2778 m Höhe auch ein lohnenswertes Ziel) steigt die Spur zügig an, und kurz unter dem Sattel zwischen Pluderlingen und Geierspitze wird die viel begangene Aufstiegsroute nach rechts in das Obere Tarntal hinein verlassen.

In geringer Steigung nördlich des Geiers und des Lizumer Reckners in das offene Gelände südlich der Lizumer Sonnenspitze hinein.
Man nähert sich dem Gipfel in geringem Auf und Ab. Erst zum Schluss wird der Hang etwas steiler und die letzten Meter zum Gipfel werden meistens zu Fuß überwunden.

Wer es sich leicht machen will und das Auf und Ab im Oberen Tarntal nicht scheut, fährt entlang der Aufstiegsroute ab.
Ein besonderes Schmankerl ist aber die Abfahrt durch das Untere Tarntal. Sie fällt nach Norden ab und steigt zur Tarntalscharte auf.
Aus der Tarntalscharte gibt es durch steile Rinnen eine Abfahrtsmöglichkeit zur Wattener Lizum oder man besteigt noch den höchsten Punkt der Tarntaler Köpfe mit 2757 m Höhe.

Von dort stehen gleich zwei rassige Abfahrten zur Auswahl. Vom Gipfel kann man gegen Osten sehr steil abfahren und dann nach Norden hinaus in die Sonntagsrinne schwingen, durch die man zur Wattener Lizum hinausfährt.

Man kann aber auch vom Gipfel der Tarntaler Köpfe ein Stück gegen Süden absteigen, nach Westen, ein paar Meter in eine schmale Scharte aufsteigen, um mit Freude durch den ideal geneigten Nordwesthang im Pulverschnee ins Klammjoch hinunterzufedern.
Bogen an Bogen zeichnet man in diesen prächtigen Hang seine Spuren hinein.

Unter der Mölser Sonnenspitze werden zum dritten Mal die Felle aufgezogen, um etwa 20 Minuten in den Sattel westlich der Mölser Sonnenspitze aufzusteigen.

Wer gar nicht mehr genug kriegt, kann in ein paar Minuten auch noch die Mölser Sonnenspitze besteigen, doch lohnt sich das kaum.
Die weitere Abfahrt verläuft im Wesentlichen gegen Norden, auf den Westhängen des Mölser Bergs zur Militärstraße, der man durch das Mölstal und hinaus zum Lager Walchen folgt.


Auf den Geier, 2857 m

Deutlich weniger Anstrengung als die oben geschilderte, lange runde kostet die Tour auf den Geier.
Er ist relativ einfach erreicht, wenn man unter den Pluderlingen nicht rechts abzweigt, sondern im Hochtal bleibt und geradewegs gegen Südwesten zu seiner breiten Gipfelkuppe aufsteigt.

Die Abfahrt verläuft entlang der Aufstiegsroute, wobei man nur bei sehr guten Bedingungen die verwegene Variante dem Lizumbach entlang bis Walchen riskieren darf.

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