Hohe Wilde, 3480m 
Tourdaten
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Art
Bergtour
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
2 Tages Bergtour auf einen hohen Dreitausender direkt am Alpenhauptkamm mit entsprechend toller Aussicht, langer Hüttenzustieg (12km, 1200Hm), Gipfelanstieg kurz aber knackig (2h 650Hm) mit kurzen versicherten Stellen die den ersten Klettergrad nicht übersteigen. Der Gipfelanstieg erfordert Schwindelfreiheit und Trittsicherheit und aufgrund der Steinschlaggefahr vorsichtiges Steigen um nachfolgende Bergsteiger nicht zu gefährden. Einen Helm zu tragen wäre in der Ostflanke der Hohen Wilde sicher nicht verkehrt. Bei Schnee und Eis schnell heikel, dann sind sogar Steigeisen notwendig.
Geprüft
ja
Ausgangsort
Vorderkaser im Pfossental
Ausgangspunkt
Parkplatz Vorderkaser
Zufahrt
In den Vinschgau, zwischen Kastelbell und Naturns weiter ins Schnalstal, nach ca. 9km rechts ins Pfossental abbiegen, weiter nach Vorderkaser (1693m)
Parkmöglichkeiten
Vorderkaser (gebührenpflichtig, Konsumation in der Gaststätte nach der Tour ersetzt die Parkgebühr)
Geh-/Fahrzeit
Hüttenzustieg zur Stettinerhütte 4h, Gipfelanstieg 2h
Streckenlänge
Vorderkaser bis Hütte 12km, Hütte bis Gipfel 2km
Höhenunterschied
Hüttenzustieg 1200Hm, Gipfelanstieg 650Hm
Höchster Punkt
3480m
Auskunft
Stettinerhütte Tel.: 0039 / 347 874 28 05
Einkehrmöglichkeit/Unterkunft
Eishof im Pfossental,
Übernachtungsmöglichkeit: Stettinerhütte 2875m
Übernachtungsmöglichkeit: Stettinerhütte 2875m
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein
Bergtour: Hohe Wilde
Über 3000m Höhe, ohne Gletscherberührung zu erreichen, maximal einfache Kletterei, gemütliche Hütte auf halbem Wege… so lauten die Vorgaben für eine Bergtour die das Siegel „Uro-Alpin“ tragen darf.
Vor mehr als 10 Jahren hat mein Chef Bernhard G. zusammen mit Karl S. die Idee einer gemeinsamen zweitägigen Bergtour geboren. Seither trifft sich das Team der urologischen Station des Krankenhauses Hall i. Tirol jeweils im August zur gemeinsamen Tour. Viele Dreitausender wurden bestiegen und die Erlebnisse sowie Erfahrungen die dabei gesammelt wurden, wird wohl niemand so schnell vergessen.
„Hohe Wilde“ lautet das eindrucksvolle Ziel für das Jahr 2011.
+3°C, Sturmböen und Regen, der auf der Windschutzscheibe schon fast wie Schnee aussieht - so empfängt uns der 1507m hoch gelegene Reschenpass. Missmutig schauen wir aus dem warmen Auto auf die weiß angezuckerten Berge ringsum. Wie sollen wir heute bloß auf die 2875m hohe Stettinerhütte kommen? Wir motivieren uns gegenseitig - sehen schon blaue Flecken am Himmel, wo doch alles noch so grau und regenverhangen ist - und sagen uns wohl nun schon zum zwanzigsten Male den Wetterbericht vor – dieser verspricht uns nämlich eine Schönwetterperiode – mit Beginn genau heute Nachmittag.
Unsere Reise geht weit hinein in den Vinschgau, also ist genug Zeit für eine Wetterbesserung. Und gerade rechtzeitig als wir unsere Bergschuhe schnüren, reißt der Himmel auf.
Motiviert starten wir ins Pfossental, vorbei am Rableidhof, direkt zum fast schon kitschig schön gelegenen Eishof – perfekt für eine erste Rast. Weiter geht es scheinbar endlos weit in Richtung Eisjoch. Hierbei versteht es die traumhaft schöne „Hohe Weiße“, die sich im Talschluss auftürmt, uns immer wieder zu motivieren. Am Eisjoch schweift unser Blick in die Ferne auf schneeweiße Zillertaler und Stubaier Alpen.
Auch unser Ziel für den nächsten Tag baut sich linkerhand auf und auch die Hohe Wilde ist ziemlich eingeschneit.
Das hat aber auch seine positive Seiten! Wir hoffen darauf, dass die Morgensonne den Schnee in der Ostflanke – unser Anstiegsweg verläuft hier – zum Schmelzen bringt. Deshalb verspricht uns Bernhard eine lange Nacht mit spätem Aufstehen und ebenso spätem Aufbruch. Zufrieden hüllen wir uns in die Schlafsäcke und träumen von einer langen Nacht.
Punkt sieben Uhr begrüßt uns der Chef dann mit einem bestimmten „Guten Morgen“…. soviel zum Thema „Ausschlafen“.
Der Schnee ist noch hart gefroren und eine Gruppe Bergsteiger, die schon zum Sonnenaufgang auf der Hohen Wilde gewesen sind, treffen schon wieder bei der Hütte ein und erzählen uns von schwierigen Bedingungen und: „Dass sie ohne Steigeisen dort wohl nicht nochmal aufsteigen würden“. Egal, wir frühstücken lange, wir diskutieren ausgiebig und entscheiden uns dann doch für einen Versuch. Die Sonne schein mit voller Kraft schon einige Zeit in die Ostflanke, weshalb dies verantwortbar erscheint.
Zu Beginn noch trocken, ändern sich die Verhältnisse aber schnell – es liegt doch einiger Schnee am Weg. Gott sei Dank ist er schon weich und erlaubt somit ein sicheres, stetiges Vorankommen. Trittsicherheit ist auf jeden Fall erforderlich, zumal aus dem Weg bald nur mehr ein Steig wird und zwischenzeitlich mutiert dieser sogar zu einem Mini-Klettersteig.
Bei einem so viel begangenen Berg sollte man auch die Steinschlaggefahr beachten. Sicher wären wir bei einem früheren Aufbruch in Anbetracht der hart eingefrorenen Steine und der geringeren Anzahl an Bergsteigern sicherer unterwegs gewesen… aber man kann nicht alles haben. Wir sind froh über den weichen Schnee auf dem wir gut stapfen können und kommen ohne Steinberührung von oben auf den Gipfel und ergötzen uns an der Fernsicht, welche durch den vorangegangenen Regen wirklich herausragend ist. Großglockner, Ortler, Wildspitze oder Bernina… alle sind sie da und wir erweisen ihnen die Ehre.
Der Abstieg verlangt nochmals volle Konzentration. Sehr darauf bedacht, keinen der losen Steine abzutreten steigen wir sicher zurück zur Hütte.
Die Tour war bis jetzt schon ein einziger Leckerbissen – aber der Tupfen auf dem >> i << erfolgt auf halbem Weg durch das Pfossental. Schon von weit oben erspähe ich einen fast schon unwirklich schön gelegenen Bergsee und nichts hindert mich daran den Weg zu verlassen um direkt dorthin zu wandern. Gottseidank haben wir heute keinen Zeitdruck, weshalb ich mir den Luxus eines Mittagsschläfchens auf einer saftig-grünen Wiese, inmitten einer gewaltigen Bergwelt genehmige. Auch unser Karl S. hat ein gutes Auge, erkennt den See von weitem, gesellt sich bald darauf zu mir und spricht von einem „archaischem, mystischen Ort“. Achtung: der GPS Track führt nicht bei diesem See vorbei, aber wer beim Abstieg vom Eisjoch die Augen offen hält, wird reich belohnt.
Der weitere Abstieg ist zwar sehr lange aber durch die vielen Almen die am Weg liegen auch recht kurzweilig. Im kleinen Ort Vorderkaser wo unsere Autos geparkt sind, stärken wir uns und machen uns anschließend mit einem Rucksack voll schöner Erinnerungen auf den Weg nach Hause.
Vor mehr als 10 Jahren hat mein Chef Bernhard G. zusammen mit Karl S. die Idee einer gemeinsamen zweitägigen Bergtour geboren. Seither trifft sich das Team der urologischen Station des Krankenhauses Hall i. Tirol jeweils im August zur gemeinsamen Tour. Viele Dreitausender wurden bestiegen und die Erlebnisse sowie Erfahrungen die dabei gesammelt wurden, wird wohl niemand so schnell vergessen.
„Hohe Wilde“ lautet das eindrucksvolle Ziel für das Jahr 2011.
+3°C, Sturmböen und Regen, der auf der Windschutzscheibe schon fast wie Schnee aussieht - so empfängt uns der 1507m hoch gelegene Reschenpass. Missmutig schauen wir aus dem warmen Auto auf die weiß angezuckerten Berge ringsum. Wie sollen wir heute bloß auf die 2875m hohe Stettinerhütte kommen? Wir motivieren uns gegenseitig - sehen schon blaue Flecken am Himmel, wo doch alles noch so grau und regenverhangen ist - und sagen uns wohl nun schon zum zwanzigsten Male den Wetterbericht vor – dieser verspricht uns nämlich eine Schönwetterperiode – mit Beginn genau heute Nachmittag.
Unsere Reise geht weit hinein in den Vinschgau, also ist genug Zeit für eine Wetterbesserung. Und gerade rechtzeitig als wir unsere Bergschuhe schnüren, reißt der Himmel auf.
Motiviert starten wir ins Pfossental, vorbei am Rableidhof, direkt zum fast schon kitschig schön gelegenen Eishof – perfekt für eine erste Rast. Weiter geht es scheinbar endlos weit in Richtung Eisjoch. Hierbei versteht es die traumhaft schöne „Hohe Weiße“, die sich im Talschluss auftürmt, uns immer wieder zu motivieren. Am Eisjoch schweift unser Blick in die Ferne auf schneeweiße Zillertaler und Stubaier Alpen.
Auch unser Ziel für den nächsten Tag baut sich linkerhand auf und auch die Hohe Wilde ist ziemlich eingeschneit.
Das hat aber auch seine positive Seiten! Wir hoffen darauf, dass die Morgensonne den Schnee in der Ostflanke – unser Anstiegsweg verläuft hier – zum Schmelzen bringt. Deshalb verspricht uns Bernhard eine lange Nacht mit spätem Aufstehen und ebenso spätem Aufbruch. Zufrieden hüllen wir uns in die Schlafsäcke und träumen von einer langen Nacht.
Punkt sieben Uhr begrüßt uns der Chef dann mit einem bestimmten „Guten Morgen“…. soviel zum Thema „Ausschlafen“.
Der Schnee ist noch hart gefroren und eine Gruppe Bergsteiger, die schon zum Sonnenaufgang auf der Hohen Wilde gewesen sind, treffen schon wieder bei der Hütte ein und erzählen uns von schwierigen Bedingungen und: „Dass sie ohne Steigeisen dort wohl nicht nochmal aufsteigen würden“. Egal, wir frühstücken lange, wir diskutieren ausgiebig und entscheiden uns dann doch für einen Versuch. Die Sonne schein mit voller Kraft schon einige Zeit in die Ostflanke, weshalb dies verantwortbar erscheint.
Zu Beginn noch trocken, ändern sich die Verhältnisse aber schnell – es liegt doch einiger Schnee am Weg. Gott sei Dank ist er schon weich und erlaubt somit ein sicheres, stetiges Vorankommen. Trittsicherheit ist auf jeden Fall erforderlich, zumal aus dem Weg bald nur mehr ein Steig wird und zwischenzeitlich mutiert dieser sogar zu einem Mini-Klettersteig.
Bei einem so viel begangenen Berg sollte man auch die Steinschlaggefahr beachten. Sicher wären wir bei einem früheren Aufbruch in Anbetracht der hart eingefrorenen Steine und der geringeren Anzahl an Bergsteigern sicherer unterwegs gewesen… aber man kann nicht alles haben. Wir sind froh über den weichen Schnee auf dem wir gut stapfen können und kommen ohne Steinberührung von oben auf den Gipfel und ergötzen uns an der Fernsicht, welche durch den vorangegangenen Regen wirklich herausragend ist. Großglockner, Ortler, Wildspitze oder Bernina… alle sind sie da und wir erweisen ihnen die Ehre.
Der Abstieg verlangt nochmals volle Konzentration. Sehr darauf bedacht, keinen der losen Steine abzutreten steigen wir sicher zurück zur Hütte.
Die Tour war bis jetzt schon ein einziger Leckerbissen – aber der Tupfen auf dem >> i << erfolgt auf halbem Weg durch das Pfossental. Schon von weit oben erspähe ich einen fast schon unwirklich schön gelegenen Bergsee und nichts hindert mich daran den Weg zu verlassen um direkt dorthin zu wandern. Gottseidank haben wir heute keinen Zeitdruck, weshalb ich mir den Luxus eines Mittagsschläfchens auf einer saftig-grünen Wiese, inmitten einer gewaltigen Bergwelt genehmige. Auch unser Karl S. hat ein gutes Auge, erkennt den See von weitem, gesellt sich bald darauf zu mir und spricht von einem „archaischem, mystischen Ort“. Achtung: der GPS Track führt nicht bei diesem See vorbei, aber wer beim Abstieg vom Eisjoch die Augen offen hält, wird reich belohnt.
Der weitere Abstieg ist zwar sehr lange aber durch die vielen Almen die am Weg liegen auch recht kurzweilig. Im kleinen Ort Vorderkaser wo unsere Autos geparkt sind, stärken wir uns und machen uns anschließend mit einem Rucksack voll schöner Erinnerungen auf den Weg nach Hause.
Bilder


Wetter
Wetter heute in Bormio (1125m)
Temp. min: 5°
Temp. max: 17°

Temp. max: 17°
Der Tag beginnt freundlich, aber es zieht langsam zu und bis zum Abend regnet es leicht.
© ZAMG






