Hocheck-Watzmann-Mittelspitze, 2713 m

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Art
Bergtour
Staat / Region / Gebirgsgruppe
Schwierigkeit
schwer
Charakter der Tour
Stellenweise sehr ausgesetzte und luftige Gratkletterei (Drahtseilversicherungen, Tritthilfen); Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Bergerfahrung werden vorausgesetzt; in der Hochsaison ist mit regem Verkehr zu rechnen.
Geprüft
ja
Ausgangsort
Schönau
Zufahrt
Watzmannhaus, 1930 m.
Geh-/Fahrzeit
Bis Hocheck 2 h;
weiter zur Mittelspitze hin und zurück etwa 1,5 h;
Rückweg 1,5 h
Höchster Punkt
2713 m
für Kinder geeignet
nein
Rundtour
nein

Bergtour: Hocheck-Watzmann-Mittelspitze

Ein landschaftlich beeindruckendes und großartiges Unternehmen auf Deutschlands zweithöchstem Grat. Dank der Nähe des Watzmannhauses und der angebrachten Drahtseilsicherungen bleibt der höchste Punkt des berühmten Watzmann auch dem normalen Berggeher nicht verschlossen, soweit absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit vorhanden sind.

Vom Watzmannhaus geht es auf einem gut markierten, von der Hütte aus sichtbaren Weg in weiten Spitzkehren nach oben. Wenn sich der breite Bergrücken verengt, wird der Weg schmaler und steiler und bringt uns über Schrofen zur ersten drahtseilversicherten Stelle. Künstlich angelegte Felsstufen erleichtern uns den Aufstieg. Beeindruckend die Tiefblicke ins Watzmannkar. Unschwierig folgen wir dem Gratverlauf und erreichen nach rund 2 Std. die kleine, offene Unterstandshütte am Hocheck.

Jetzt geht es zuerst über eine schmale Stelle hinab, dann folgt man den Markierungen meist direkt auf der Grathöhe oder etwas unterhalb in der Westseite des Gratkammes. Mehrere ausgesetzte, aber durchwegs gut gesicherte Auf- und Abstiege bringen uns dem 2713 m hohen Mittelgipfel des Watzmann näher. Das Gipfelkreuz erreichen wir schlussendlich über ein steiler ansteigendes, mit künstlichen Stufen versehenes Plattenband.

Die Rundumsicht von diesem höchsten Berchtesgadener Aussichtspunkt aus ist faszinierend. Hochkalter, Hochkönig, Zugspitze und die Gletscher des Alpenhauptkammes präsentieren sich unseren Blicken.

Wir genießen daher lieber diese Aussicht, anstatt die Gratwanderung zur nur 1 m niedrigeren Südspitze fortzusetzen; die uns hin und zurück zudem rund 2,5 h kosten würde. Der Abstieg von dort über das Wimbachgries ist äußerst lang, mühsam und infolge von Orientierungsproblemen gerade im oberen Bereich nicht ungefährlich. Wir entscheiden uns deshalb auch für den Abstieg auf dem Anstiegsweg.

Der Watzmanngrat ist häufig begangen und man hat deshalb oft mit Gegenverkehr zu rechnen, was bei manchen »Engpässen« zu Wartezeiten führt.

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