Wandern, Politischer Bezirk Melk, Österreich: Emmersdorf – Maria Taferl

Streckeninformationen

Kurzbeschreibung:

Emmersdorf an der Donau in Politischer Bezirk Melk

Tour-Character:

Lange Tageswanderung, erst entlang der Donau, dann oberhalb des Stromes durch Teile des Nibelungengaus; vielfach auf Asphaltstraßen,

aber auch auf Waldwegen und Schotterstraßen.

Ausgangspunkt/Start: Informationsstelle am Kreisverkehr in Emmersdorf (211m), gebührenfreier Parkplatz. Möglicher Einstieg auch bei der Bus- oder Bahnstation der Donauuferbahn.

Tourenbeschreibung: Diese erlebnisreiche Tageswanderung wird vom Wanderbetreuer der Region, Andreas Frey aus Maria Taferl, als „Jakobsweg de luxe“ bezeichnet. Wir sind ja eher Genusswanderer, die sich auch für die vielfältigen Besonderheiten entlang des Weges interessieren. Der Wegverlauf: Vom Ausgangspunkt auf dem Rad- und Fußweg entlang der Bundesstraße 3 bis zur Tankstelle, wo wir die B3 kurzzeitig verlassen, dann dem Donauufer entlang bis Luberegg. Schloss Luberegg gehörte Kaiser Franz I. dem Bruder von Erzherzog Johann, heute ist es ein Hotel mit Restaurant.Die auffälligen runden Türme waren Wach- und Signaltürme. Auf dem gegenüberliegenden Donauufer blicken wir stets auf das Stift Melk. In Hain, am westlichen Ende des Schlosses steht ein gut gehender Heuriger. Hier trifft der Weg der Etappe des Welterbesteiges von Emmersdorf nach Melk auf unseren Weg. Er begleitet uns jetzt bis zum Kraftwerk der Donau-Staustufe Melk. Bemerkenswert ist auch der Hafen am Altarm der Donau, Sandstrand fördert das Badevergnügen. Am Hafenstüberl zweigen wir links ab und wandern durch das Freizeitzentrum abseits der Bundesstraße.Interessant zu sehen sind die Fischaufstiegshilfen, die im Zuge des Kraftwerksbaues errichtet wurden, um die Fischwanderung neben dem Kraftwerk zu ermöglichen. Nach der Brücke wenden wir uns nach rechts und haben nun die Wahl entweder an der Donau auf Asphalt zu wandern und dabei das Kraftwerk zu sehen, oder auf einem Schotterweg durch eine kühle Aulandschaft nach Weitenegg und Urfahr zu wandern. Die Ruine Weitenegg bietet ein schönes Fotomotiv. In Urfahr überqueren wir auf einer schmalen Brücke einen Donau-Altarm und treffen an einer Rastbank wieder auf die B3, die wir überqueren.Danach wenden wir uns in einem Gehöft nach rechts, nach wenigen Metern führt ein steile Steintreppe hinauf zum Bahnkörper der Donauuferbahn unweit des Bahnhofes Weitenegg. Wir überwinden in steilem Anstieg die Donauleiten und erreichen Ackerland unterhalb des Galgenkeuzes im Ortsteil Henzing. Nun schlängelt sich die Asphaltstraße durch Felder auf eine Anhöhe, von der aus wir schon die Koronakirche von Leiben sehen. In Leiben erinnert ein Denkmal an die Markterhebung des Ortes durch Kaiser Maximilian I. im Jahre 1513. Nach der Ortsdurchquerung vereinigen sich der Weitwanderweg Nr. 22 (Ysper-Weitental), der Pilgerweg nach Maria Taferl und unser Jakobsweg.Wir wandern auf der Asphaltstraße rund 1,3km nach Losau, wo der Holzglockenturm bemerkenswert ist. An diesem wenden wir uns nach rechts und gleich wieder nach links, durchqueren ein Gehöft und treffen auf einen direkt nach Westen führenden Schotter-Feldweg. Nach einem kleinen Waldstück, links von einer eingezäunten Lärchenkultur müssen wir den fahrbaren Feldweg nach links verlassen, ein Steig führt über einen kleinen Bach und durch den Wald auf eine Anhöhe, von wo wir über die Geländekante blickend erstmals die Türme der Basilika Maria Taferl erkennen. Über Feldwege geht’s weiter in die Ortschaft Hasling, danach auf dem Asphaltweg durch eine Obstallee hinunter.Nach einer Brücke passieren wir ein Gnadenbild und der Weg führ wieder steiler hinauf. Die Ruhebank auf der Anhöhe mit schöner Aussicht kommt sehr gelegen. Nun stehen wir nach rund 4:30 Stunden am Ortseingang von Artstetten. Der Besuch des Schlosses mit dem Museum zu Ehren des Thronfolgers Franz Ferdinand und dem angeschlossenen Café ist natürlich Pflicht, Spezialabfüllung „Franz-Ferdinand-Bier“ inklusive. Danach folgt das „Filetstück“ der heutigen Tageswanderung: Der Abschnitt von Artstetten nach Maria Taferl, abseits von Verkehrsstraßen.Unterhalb des Schlosses führt uns ein Wiesenweg weiter, der später zu einem wunderschönen Waldweg wird. Auf ihm erreichen wir Unterthalheim. Danach wandern wir über Felder hinauf zu einer großen Kreuzung von Wanderwegen, geradeaus durch das Gelände des Golfplatzes auf Maria Taferl zu. Den letzten Anstieg zu unserem heutigen Tagesziel schaffen wir auf dem alten Wallfahrerweg. Maria Taferl grüßt. Der Pilgertag findet in der Basilika seinen Abschluss.

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