Rauschendes Wasser, spritzende Gischt, grüne Felswände: Der Schluchtensteig führt euch auf rund 119 Kilometern durch die unberührten, romantischen und wilden Seiten des Naturparks Südschwarzwald. Es geht durch unergründliche Tobel, vorbei an tosenden Wasserfällen und durch dramatische Tallandschaften. Wutachschlucht, Haslachschlucht, Windbergwasserfall oder Wehratalschlucht sind nur einige der wasserreichen Highlights, die euren Weg kreuzen.


Von April bis Oktober lädt der ausgezeichnete Fernwanderweg ein, auf seinen naturbelassenen Wegen herrliche Ausblicke zu genießen.


Mitbringen solltet ihr feste Wanderschuhe, eine Bekleidung nach dem Zwiebelprinzip sowie wasserundurchlässige Oberbekleidung. Die Höhenangst dürft ihr aber zu Hause lassen.

Der Schluchtensteig in sechs Etappen

In der historischen Altstadt Stühlingen, bewacht von dem Schloss Hohenlupfen, beginnt am Kronenplatz eure Wanderung. Volle Konzentration heißt es bereits auf der ersten Etappe, wenn es auf schmalen Pfaden steil bergauf zu dem Aussichtspunkt Wutachflühen geht. Über die Gipfelhütte des Buchbergs führt euch der Weg zu der Stadt Blumberg. Zur Stärkung erwartet euch hier ein deftiges Vesper und frisches Bauernbrot.

Die zweite Etappe führt von Blumberg bis zur Schattenmühle. Dort findet sich, anstatt der ehemaligen Wassermühle, ein Gasthof, der den müden Wanderern eine erholsame Unterkunft bietet. Dorthin kommt ihr aber erst, wenn ihr über Leitern und Treppen geklettert seid, die Schlucht des Schleifenbach durchwandert und die Wutachversickerung entdeckt habt.

Nach einem leckeren Frühstück und gut ausgeruht, erwarten euch auf der dritten Etappe rund achtzehn Kilometer Wegstrecke. Die fast unscheinbare Ruine der einstigen Burg Neu-Blumberg belebt die Fantasie und in Lenzkirch erwartet euch ein freier Blick auf Wiesen, Felder und Wälder — herrlich. Ab dann sind es noch rund fünf Kilometer zu eurem heutigen Wanderziel in Oberfischbach.

Die vierte Etappe führt euch von Oberfischbach nach St. Blasien. Dabei kommt ihr bei dem kristallklaren Wasser des Schluchsees vorbei. Erfrischung für die Füße oder eine kleine Runde Schwimmen sind erwünscht. Wer ein bisschen mehr Zeit mitbringt, kann in St. Blasien einen extra Tag einplanen:  Für die Besichtigung der historischen Sehenswürdigkeiten und/oder einer kleinen Auszeit im Radon Revital Bad.

Bergauf und bergab geht es auch auf der fünften und sechsten Etappe: Zuerst auf den Aussichtsturm, dann weiter über Urberg und Dachsberg, dann hinunter in die Hohweraschlucht. Ausgeruht wird in Todtmoos, hier solltet ihr unbedingt ein Stückchen Original Schwarzwälder Kirschtorte ausprobieren. Am sechsten Tag erwarten euch dann finale dreiundzwanzig Kilometer, steile Felswände sowie ein traumhafter Ausblick auf die Schweizer Berge. In der Stadt Wehr lädt euch schließlich der Schlosspark zum Ausruhen ein.

Schluchtensteig für Familien

Der Schluchtensteig für die wanderlustige Familie mit Kindern: Dazu wird die Wanderung in kindgerechte Etappen zu je zehn bis dreizehn Kilometer aufgeteilt und die restliche Strecke wird mit Bus oder Bahn zurückgelegt. Besonderes Highlight: Das gemeinsame Beobachten von Biber und Gämsen sowie eine Fahrt mit der berühmten Sauschwänzlebahn.

 

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