Am östlichen Rand der Alpen
Wien schmiegt sich am Rand des Wiener Beckens an die östlichen
Ausläufer des Alpenbogens. Vom idealen Aussichtspunkt, dem Kahlenberg,
überblickt man an klaren Tagen die Umrahmung Wiens, deren
Landschaftsbild die Formungsgeschichte von Jahrmillionen widerspiegelt.
Der Wienerwald ist der bewaldete nordöstliche Ausläufer der Alpen.
Er erstreckt sich nordwestlich von Wien über ausgedehnte Wälder der Hauptstadt hinweg bis in den alpinen Süden Niederösterreichs.
Nach der Art des vorherrschen den Gesteins können wir den Wienerwald in einen nördlichen und einen südlichen Teil trennen:
Der Norden besteht aus Sandstein (»Sandstein-Wienerwald«) und gehört geologisch der Flyschzone an. Sein höchster Gipfel – und auch der
des gesamten Wienerwaldes – ist der Schöpfl, 893 m. Dieser Raum ist
durch sanfte Kuppen geprägt, die weitgehend durch Rotbuchen- und
Buchenmischwälder bewachsen sind. Diese bilden ein dichtes Blätterdach,
das die kühle und feuchte Luft darunter speichert und so an heißen Sommertagen ein angenehmes Klima schafft. Eine reiche Bodenflora
mit Waldmeister, Bärlauch, Maiglöckchen und Buschwindröschen prägt hier das Bild. Als Nutzholz wird die Buche vor allem als Brenn- und Bauholz geschätzt.
Der südliche Teil, etwa ab der Linie Wien-Mauer – Alland – Altenmarkt an der Triesting, wird durch Kalk und Dolomit gebildet (Peilstein, 716 m). Hier begegnen wir den für die Kalksteinzone typischen schroffen Geländeformen und den verstärkt auftretenden Nadelbäumen wie Fichten, Tannen und Rotföhren. Charakteristisch für den südöstlichen Teil des Wienerwaldes
ist die vom Balkan eingewanderte Schwarzföhre. Klimatisch zieht sich eine in Nord- Süd-Richtung verlaufende Trennlinie durch den Wienerwald. Im Westen herrscht das mitteleuropäische, ozeanisch beeinflusste Klima mit milden, wenn auch schneereichen Wintern und kühlen, vergleichsweise kurzen Sommern. Der Herbst ist zumeist trocken und bietet sich als Wanderzeit auch wegen seiner intensiven Laubfärbung an. Im östlichen Teil dominiert hingegen der Einfluss des kontinentalen, pannonischen Klimas. Hier sind die Temperaturunterschiede zwischen Winter und Sommer größer – die Winter
sind relativ schneearm, aber oft sehr kalt, während die Sommer mitunter
recht heiß sein können. An den Osthängen des Wienerwaldes befinden sich ausgedehnte Weinkulturen.
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Gebirgsgruppen in Wien
- Wienerwald Höchster Berg: Schöpfl, 893 m







