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Der Name „Holzland“ bezeichnet eine historisch entstandene Einheit. Das ursprünglich Altenburger Holzland (weil zum Herzogtum Sachsen-Altenburg gehörend) genannte Gebiet umfasste die acht Ortschaften Hermsdorf, Bad Klosterlausnitz, Weißenborn, Tautenhain, Oberndorf, Reichenbach, St. Gangloff und Schleifreisen. Aufgrund des Holzreichtums der umgebenden Wälder wurden und werden noch heute in dieser Region Holzwaren erzeugt. In früheren Jahrhunderten waren die Menschen gezwungen, sich wegen der geringen Erträge der kargen Böden anderweitig Geld hinzuzuverdienen. So begannen sie mit der Erzeugung von Leitern, Backmulden, Zaunlatten, Pflockhölzern, Holzschindeln, Dachspänen, Dachrinnen, Scheibtruhen, Rodeln, Kinderwagen, Holzrechen u.a.m. In einigen Dörfern kann man noch heute die alten Schnitzbänke sehen, auf denen die Holzteile zurechtgeschnitzt wurden. Da die Handwerker einst selbst mit ihren Waren über Land fahren mussten, um sie zu verkaufen, hatten sie bald ihren Spitznamen: Es waren die Schnitzkittel bzw. die Holznischel, die da ihre Holzwaren feilboten. Das Thüringer Becken gehört klimatisch zum Übergangsgebiet zwischen dem ozeanisch geprägten Westen und dem kontinental geprägten Osten Europas, wobei jedoch auf Grund seiner geschützten Lage zwischen den Mittelgebirgen des Harzes, des Thüringer Waldes und des Thüringer Schiefergebirges die kontinentalen Züge überwiegen. Die Temperaturen sind im Beckeninneren und in geschützten Tälern relativ hoch. Da die Regen bringenden Winde vorwiegend aus Südwest, West und Nordwest wehen, verlieren sie ihre Niederschläge bereits an den Gebirgen am Beckenrand. Das Thüringer Becken ist deshalb ein Trockengebiet mit unternormalen Niederschlägen.

Wetter

Wetter heute in Erfurt (194m)
Temp. min: 6°
Temp. max: 18.7°
Die Sonne scheint den ganzen Tag, Wolken sind kaum zu sehen.
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